Editierfunktionen

QGIS bietet verschiedene Möglichkeiten um OGR-, SpatiaLite-, PostGIS-, MSSQL Spatial- und Oracle Spatial Vektorlayer und -tabellen zu editieren.

Bemerkung

Die Vorgehensweise GRASS Layer zu bearbeiten ist anders - siehe Abschnitt Digitalisieren und Editieren eines GRASS Vektorlayers für Details.

Tipp

Zeitgleiches Editieren

Diese Version von QGIS kontrolliert nicht, ob noch jemand ein Objekt zur gleichen Zeit editiert wie Sie. Die zuletzt schreibende Person gewinnt.

Einstellen der Fangtoleranz und des Suchradius

Für eine optimale und präzise Bearbeitung der Geometrien in Vektorlayern, müssen wir für Objektstützpunkte einen entsprechenden Wert von Fangtoleranz und den Suchradius einstellen.

Fangtoleranz

Die Fangtoleranz (Übersetzungshinweis: QGIS benutzt in der deutschen Version den Terminus „Einrasten“, während die Anleitung auch den synonymen Begriff „Fangen“ benutzt) ist der Abstand, den QGIS verwendet, um den nächstgelegenen Stützpunkt und/oder das nächstgelegene Liniensegment zu suchen, mit dem Sie Ihr Objekt verbinden können, wenn sie einen neuen Stützpunkt setzen oder einen bestehenden Stützpunkt verschieben. Wenn Sie sich außerhalb der definierten Fangtoleranz befinden, wird QGIS den Stützpunkt dort lassen wo sich der Mauszeiger gerade befindet, anstatt einen bestehenden Stützpunkt oder ein bestehendes Liniensegment zu fangen.

Die Fangtoleranz Einstellungen betreffen alle Werkzeuge die mit Toleranz arbeiten.

Sie können das Einrasten ein- oder ausschalten, indem Sie die Schaltfläche snapping Einrasten einschalten auf der Einrastwerkzeugleiste benutzen oder die Taste S drücken, während Sie sich in der Kartenansicht befinden. Diese Werkzeugleiste ist auch sehr praktisch, um den Einrastmodus, die Einrasttoleranz und die Einrasteinheiten zu verstellen. Die Einrasteinstellungen können Sie auch über Projekt ‣ Einrastoptionen… verstellen.

Sie haben drei Möglichkeiten, um die Layer, auf die eingrastet werden soll, auszuwählen:

  • Alle Layer: eine schnelle und einfache Einstellung für alle sichtbaren Layer im Projekt, so dass der Zeiger alle Stützpunkte und/oder Segmente fängt. In den meisten Fällen reicht es aus, diesen Fangmodus zu verwenden; passen Sie aber auf, wenn Sie diesen Modus in Projekten mit vielen Vektorlayern benutzen, weil es die Anwendung deutlich verlangsamen kann.

  • Aktueller Layer: nur der aktuelle Layer wird genutzt, eine praktische Möglichkeit die Topologie des Layers abzusichern, der bearbeitet wird.

  • Mit Erweiterte Konfiguration schalten Sie Einrastmodus und Einrasttoleranz layerbasier ein und konfigurieren sie (siehe figure_edit_snapping). Wenn Sie einen Layer bearbeiten und seine Stützpunkte auf einen anderen einrasten möchten, stellen Sie sicher, dass der Einrastlayer angehakt ist und erhöhen Sie die Einrasttoleranz. Sie können nicht auf einen Layer einrasten, der in den Einrasteinstellungen nicht angehakt ist.

Für den Einrastmodus können Sie zwischen Stützpunkt, Segment, und Stützpunkt und Segment auswählen.

Die Toleranz können Sie entweder in Karteneinheiten des Projekts oder in Pixel einstellen. Der Vorteil von Pixel ist, dass damit der Fangradius bei unterschiedlichen Kartenmassstäben konstant bleibt. 10 bis 12 px ist normalerweise ein guter Wert, der aber von der DPI-Zahl Ihres Bildschirms abhängig ist. Mit Karteneinheiten benutzen Sie für die Toleranz Realwelteinheiten. Wenn Sie z.B. eine Mindestdistanz zwischen Ihren Elementen sicherstellen wollen, hilft Ihnen diese Einstellung dabei, die Stützpunkte nicht zu dicht beieinander zu setzen.

../../../_images/editProjectSnapping.png

Einrasteinstellungen (Erweiterte Konfiguration)

Bemerkung

In der Voreinstellung können nur sichtbare Objekte gefangen werden (d.h. Objekte, deren Stil dargestellt wird, mit Ausnahme von Layern, deren Symbolisierung „Keine Symbole“ ist). Sie können das Fangen unsichtbarer Objekte durch Anhaken von unchecked Einrasten auf verborgene Objekte aktivieren unter Einstellungen‣ options Optionen‣ Digitalisierung anschalten.

Tipp

Einrasten voreinstellen

Sie können das Einrasten als Voreinstellung für alle neuen Projekte im Reiter Einstellungen ‣ Optionen ‣ Digitalisierung anschalten. Sie können auch den Einrastmodus, die Einrasttoleranz und die Einrasteinheiten voreinstellen, die dann im Dialog Einrasteinstellungen vorausgewählt sind.

Fang auf Schnittpunkte aktivieren

Ein andere Möglichkeit stellt das snappingIntersection Einrasten auf Schnittpunkte aktivieren dar. Sie können damit auf Schnittpunkte der Geometrien von Layern einrasten, für die Einrasten aktiviert ist, selbst wenn es keinen Stützpunkt auf dem Schnittpunkt gibt.

Suchradius

Der Suchradius ist der Abstand, den QGIS verwendet, um nach dem nächsten Stützpunkt zu suchen, den Sie auswählen würden, wenn Sie in die Karte klicken. Wenn Sie sich außerhalb des Suchradius befinden, wird QGIS keinen Stützpunkt für das Bearbeiten finden und auswählen. Der Suchradius für Stützpunktbearbeitung kann unter dem Reiter:menuselection:Einstellungen –> options Optionen ‣ Digitalisierung eingestellt werden, an genau der selben Stelle, an der Sie die voreingestellte Einrasttoleranz einstellen.

Einrasttoleranz und Suchradius stellen Sie in Karteneinheiten oder Pixeln ein, so dass Sie vielleicht experimentieren müssen, um sie passend einzustellen. Wenn Sie eine zu große Toleranz angeben, fängt QGIS vielleicht den falschen Stützpunkt, besonders wenn Sie es mit einer großen Anzahl von Stützpunkten innerhalb kurzer Distanz zu tun haben. Stellen Sie den Suchradius zu klein ein, wird nichts zum Verschieben gefunden.

Topologisches Editieren

Im Dialog Einrasteinstellungen…` (Projekt ‣ Einrastoptionen) und in der Einrastwerkzeugleiste können Sie einige topolgische Funktionalitäten ein- und ausschalten.

Topologisches Editieren ermöglichen

Die Schaltfläche topopologicalEditing Topologisches Editieren aktivieren unterstützt Sie beim editieren und pflegen von Objekten mit gemeinsamen Grenzen. Wenn diese Option eingeschaltet ist, ‚erkennt‘ QGIS gemeinsame Objektgrenzen; wenn Sie gemeinsame Stützpunkte oder Segmente verschieben, wird QGIS sie auch in den benachbarten Objektgeometrien verschieben.

Das topologische Editieren funktioniert mit Objekten aus unterschiedlichen Layern, solange die Layer sichtbar sind und sich im Bearbeitungsmodus befinden.

Überschneidung neuer Polygone vermeiden

Haben Sie den Einrastmodus auf Erweiterte Konfiguration eingestellt, gibt es für Polygonlayer eine Option checkbox Schnittpunkte vermeiden. Diese verhindert, dass Sie neue Objekte zeichen, die die in diesem Layer bereits vorhandenen Objekte überlappen, wodurch der Digitalisiervorgang für aneinander angrenzende Polygone beschleunigt wird.

Wenn Schnittpunkte vermeiden aktiviert ist und Sie bereits ein Polygon haben, können Sie ein zweites so digitalisieren, dass sich die beiden überschneiden. QGIS wird das zweite an der Grenze des vorhandenen abschneiden. Dies hat den Vorteil, dass Sie nicht alle Stützpunkte entlang der gemeinsamen Grenze einzeln digitalisieren müssen.

Bemerkung

Wenn die neue Geometrie vollständig durch vorhandene abgedeckt ist, wird sie gelöscht und und QGIS wird eine Fehlermeldung anzeigen.

Warnung

Benutzen Sie die Option Schnittpunkte vermeiden mit Vorsicht

Da diese Option neue überlappende Geometrien in jedem Polygonlayer zuschneidet, können Sie unerwartete Ergebnisse erhalten, wenn Sie es vergessen, sie auszuschalten, wenn Sie sie nicht mehr benötigen.

Geometrieprüfung

Ein Kern-Plugin, dass dem Anwender hilft, Geometrieungültigkeiten zu finden. Weitere Informationen über diese Plugin erhalten Sie unter Geometry Checker Plugin.

Automatische Spurverfolgung

Wenn Sie Erfassungs-Kartenwerkzeuge (Objekt hinzufügen, Teil hinzufügen, Ring hinzufügen, Objekte überarbeiten oder Objekte zerteilen) benutzen, müssen Sie normalerweise jeden einzelnen Stützpunkt des Objekts anklicken. Mit der automatischen Spurverfolgung können Sie den Digitalisierprozess beschleunigen, weil sie nicht mehr jeden Stützpunkt manuell setzen müssen:

  1. Schalten Sie das Werkzeug tracing Spurverfolgung über die Schaltfläche ein oder drücken Sie die Taste T.

  2. Snap to Sie einen Stützpunkt oder ein Segment des Objekts, an dessen Grenze entlang Sie digitalisieren wollen.

  3. Bewegen Sie die Maus über einen andern Stützpunkt oder ein anderes Segment, das sie fangen möchten. Anstelle der geraden Linie, die Sie überlicherweise erhalten, folgt das Gummiband dem Weg vom letztgefangenen Punkt bis zur aktuellen Mausposition.

    QGIS benutzt die Topologie des zugrundeliegenden Objekts, um den kürzesten Weg zwischen den beiden Punkten zu bestimmen. Die Spurverfolgung erfordert, dass das Einrasten in dem Layer, in dem sich das zu verfolgende Objekte befindet, eingeschaltet ist. Während Sie digitalisieren sollten Sie einen vorhanden Stützpunkt oder ein vorhandenes Segment fangen und sicherstellen, dass Anfangs- und Endpunkt durch vorhandene Objektgrenzen topologisch verbunden sind. Ansonsten ist QGIS nicht in der Lage sie zu verbinden und erzeugt eine gerade Verbindungslinie zwischen ihnen.

  4. Wenn Sie klicken, plaziert QGIS alle Zwischenstützpunkte entlang des dargestellten Weges.

Klappen Sie die tracing Spurverfolgung einschalten Schaltfläche auf und setzen Sie die Offset-Option, um einen Weg parallel zu den Objekten zu digitalisieren, anstatt auf ihrer Grenze; ein positiver Wert verschiebt die neue Linie in Spurverfolgungsrichtung nach links und ein negativer Wert nach rechts.

Bemerkung

Justieren Sie den Kartenmaßstab oder die Fangeinstellungen für eine optimale Verfolgung

Wenn zu viele Objekte in der Karte gezeigt werden, ist Verfolgung möglicherweise deaktiviert, um potentielle langsame Verfolgung und große Speicherzuschläge zu vermeiden. Nach dem hereinzoomen oder dem ausblenden einiger Layer, ist die Funktion wieder aktiviert.

Bemerkung

Kein topologisches Editieren

Dieses Werkzeug fügt bestehenden Polygonen keine neuen Punkte hinzu, auch wenn Topologisches Editieren eingeschaltet ist. Falls die Geometriegenauigkeit des Bearbeitungslayers gesetzt ist, kann die sich ergebende Geometrie von der bestehenden abweichen.

Tipp

Schalten Sie die automatische Spurverfolgung schnell an oder aus, indem Sie T drücken

Durch Drücken der T Taste, können Sie die Spurverfolgung jederzeit an- und ausschalten, sogar während Sie ein Objekt digitalisieren. Damit ist es möglich, einige Teile eines Objekts mit aktivierter Spurverfolgung zu digitalisieren und andere nicht. Alle Werkzeuge verhalten sich normal, wenn die Spurverfolgung ausgeschaltet ist.

Einen vorhandenen Layer editieren

In der Voreinstellung lädt QGIS Vektorlayer im reinen Lesemodus, um ungewolltes Editieren zu verhindern wenn Sie versehentlich die Maus verrutschen. Ansonsten können Sie aber alle Ebenen editieren, vorausgesetzt der Datenanbieter unterstützt das (siehe Exploring Data Formats and Fields) und die Datenquelle ist überhaupt schreibbar (d.h. ihre Dateien sind schreibbar).

Tipp

Beschränkung der Editierbarkeit von Layern innerhalb eines Projekts

Sie können jeden Layer in der Tabelle Projekt ‣ Eigenschaften… ‣ Datenquellen ‣ Layereigenschaften unabhängig vom Datenanbieter auf schreibgeschützt setzen. In einer Mehrbennutzerumgebung kann das praktisch sein, um zu verhindern, dass Nutzer fälschlicherweise einen Layer (z.B. eine Shapedatei) editieren, und damit die Daten möglicherweise beschädigen. Beachten Sie aber, dass die Einstellung nur im aktuellen Projekt gültig ist.

Die Werkzeuge zum Bearbeiten von Vektorlayern sind in die beiden Werkzeugleisten Digitalisierung und Erweiterte Digitalisierung, die im Abschnitt Erweiterte Digitalisierung beschrieben wird, aufgeteilt. Sie können beides unter Ansicht ‣ Werkzeugkästen ‣ an- oder abwählen. Wenn Sie die Digitalisierungswerkzeugleiste verwenden, können Sie folgende Funktionen ausführen:

Icon

Funktion

Icon

Funktion

allEdits

Aktuelle Änderungen

toggleEditing

Bearbeitungsstatus umschalten

saveEdits

Layeränderungen speichern

newTableRow

Datensatz hinzufügen

capturePoint

Objekt hinzufügen: Punkt hinzufügen

captureLine

Objekt hinzufügen: Linie hinzufügen

capturePolygon

Objekt hinzufügen: Polygon hinzufügen

vertexTool

Knotenwerkzeug (alle Layer)

vertexToolActiveLayer

Knotenwerkzeug (aktueller Layer)

multiEdit

Attribute von allen gewählten Objekten gleichzeitig ändern

deleteSelected

Ausgewähltes Löschen

editCut

Ausgewählte Objekte ausschneiden

editCopy

Objekte kopieren

editPaste

Objekte einfügen

undo

Rückgängig

redo

Wiederholen

Tabelle Bearbeiten: Funktionen der Werkzeugleiste Digitalisierung

Beachten Sie, dass Sie während der Nutzung des Digitalisierungswerkzeugs, weiterhin in dem Kartenfenster zoom or pan können, ohne den Fokus auf das Werkzeug zu verlieren.

Alle Bearbeitungssitzungen beginnen mit dem Aktivieren der Funktion toggleEditing Bearbeitungsstatus umschalten, die Sie im Kontextmenü eines gegebenen Layers, im Dialog der Attributtabelle, der Digitalisierungswerkzeugleiste oder dem Menü Bearbeiten finden.

Sobald der Layer im Bearbeitungsmodus ist, werden zusätzliche Werkzeuge verfügbar und Markierungen an den Eckpunkten alles Objekte erscheinen, bis Sie die Markierungen nur für gewählte Objekte anzeigen Option unter Einstellungen ‣ Optionen… ‣ Digitalisierung aktiviert haben.

Tipp

Regelmäßiges Sichern der Daten

Denken Sie daran saveEdits Layeränderungen regelmäßig zu speichern. Dies überprüft auch dass Ihre Datenquelle alle Änderungen akzeptiert.

Objekte digitalisieren

Abhängig von der Art des Layers benutzen Sie eine der Schaltflächen newTableRow Objekt hinzufügen, capturePoint Punktobjekt hinzufügen, captureLine Linienobjekt hinzufügen oder capturePolygon Polygonobjekt hinzufügen in der Werkzeugleiste, um neue Objekte zum aktiven Layer hinzuzufügen.

Um ein geometrieloses Objekt hinzuzufügen, klicken Sie auf die Schaltfläche newTableRow Objekt hinzufügen und tragen Sie die Attribute in das Objektformular ein, das aufgeht. Um Objekte mit den räumlichen Werkzeugen hinzuzufügen, digitalisieren Sie zunächst die Geometrie und tragen dann die ihre Attribute ein. Das Digitalisieren einer Geometrie geschieht folgendermassen:

  1. Klicken Sie mit links in den Kartenbereich, um einen ersten Punkt Ihres neuen Objekts zu erzeugen. Bei Punktobjekten genügt das schon und sollte, falls erforderlich, das Objektformular öffnen, in das Sie die Attribute eintragen. Falls Sie die Geometriegenauigkeit in den Layereigenschaften gesetzt haben, können Sie am Gitter einrasten benutzen, um Objekte in regelmässigem Abstand zu erzeugen.

  2. Für Linien und Polygone klicken Sie für jeden weiteren Knotenpunkt wieder die linke Maustaste oder benutzen Sie automatic tracing, um die Digitlisierung zu beschleunigen. Damit erzeugen Sie aufeinanderfolgende gerade Linien zwischen den Knotenpunkten, die Sie platzieren.

    Bemerkung

    Wenn Sie die Entfernen oder Backspace Taste drücken, entfernt das den letzthinzugefügten Knoten.

  3. Wenn Sie alle Punkte digitalisiert haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle, um die Digitalisierung der Geometrie dieses Objektes abzuschließen.

    Bemerkung

    Während Sie eine Linie oder ein Polygon digitalisieren, können Sie zwischen den Werkzeugen Linienobjekt hinzufügen und circular string tools hin- und herschalten, um zusammengesetzte Geometrien mit Bögen zu erzeugen.

    Tipp

    Das Digitalisierungsgummiband anpassen

    Während des Erfassens von Polygonen kann das voreingestellte rote Band unterliegende Objekte oder Orte verstecken, um einen Punkt zu erfassen. Dies kann durch Einstellen einer geringeren Opazität (oder Alpha-Kanal) des Bands ausgebessert werden Farbe füllen im Menü Einstellungen ‣ Optionen ‣ Digitalisierung. Sie können auch die Verwendung des Gummibands vermeiden Don’t update rubber band during node editing.

  4. Das Attributfenster wird erscheinen in dem Sie Informationen für das neue Objekt eingeben können. Figure_edit_2 zeigt die Eingabe von Attributen für einen fiktiven neuen Fluss in Alaska. In dem Menü Digitalisierung unter Einstellungen ‣ Optionen können Sie auch folgende aktivieren:

    • checkbox Attributeingabeformular bei der Objekterstellung unterdrücken um das Öffnen des Formulares zu vermeiden

    • oder checkbox Letzte Attributwerteingaben wiederverwenden um Felder beim Öffnen automatisch gefüllt zu haben und nur ändernde Werte zu korrigieren.

../../../_images/editDigitizing.png

Der Attributwertedialog nach dem Digitalisieren eines neuen Vektorobjekts

Knotenwerkzeug

Bemerkung

Tiefgreifende Änderungen in QGIS 3

Das Knotenwerkzeug wurde für QGIS 3 komplett überarbeitet und umbenannt. Vorher arbeitete es nach der „klicken und ziehen“-Methode während es jetzt dem Ansatz „klick - klick“ folgt. Das ermöglicht tiefgreifende Verbesserungen wie die Nutzung des Bedienfelds erweiterte Digitalisierung beim Arbeiten mit dem Knotenwerkzeug während man gleichzeitig Objekte mehrerer Layer digitalsieren bzw. editieren kann.

Das Werkzeug vertexToolActiveLayer Knotenwerkzeug (aktueller Layer) stellt Bearbeitungsfunktionen für Stützpunkte bereit, ähnlich wie in CAD-Programmen. Es ist einfach möglich, mehrere Stützpunkte gemeinsam auszuwählen und sie zu verschieben oder zu löschen. Das Knotenwerkzeug arbeitet auch wenn die Spontanreprojektion angeschaltet ist und unterstützt das topologische Editieren. Das Werkzeug erhält die Objektauswahl; falls eine Operation beendet ist, bleibt die vorhandene Auswahl im Layer bestehen.

Es ist wichtig die Eigenschaften unter menuselection:Einstellungen –> options Optionen ‣ Digitalisierung ‣ Suchradius: selectNumber auf eine Zahl größer als Null einzustellen. Andernfalls ist QGIS nicht in der Lage mitzuteilen welcher Stützpunkt bearbeitet werden soll und wird einen Warnhinweis zeigen.

Tipp

Stützpunktmarken

Die aktuelle Version von QGIS unterstützt drei Arten von Stützpunktmarkern:‘Teiltransparenter Kreis‘, ‚Kreuz‘ und ‚Keine‘. Um den Markierungsstil zu ändern wählen Sie options Optionen aus dem Einstellungen Menü, klicken Sie auf das Digitalisierung Menü und wählen Sie den entsprechenden Eintrag.

Eine einfache Übung

Aktivieren Sie das vertexToolActiveLayer Knotenwerkzeug (aktueller Layer). Wenn Sie die Maus über ein Objekt bewegen, werden rote Kreise sichtbar.

  • Stützpunkte auswählen: Sie können Stützpunkte auswählen indem Sie nacheinander darauf klicken während Sie die Umschalt-Taste gedrückt halten oder indem Sie ein Rechteck um einige Stützpunkte druch klicken und ziehen erzeugen. Wenn ein Stützpunkt ausgewählt ist, ändert sich seine Farbe zu blau. Um der aktuellen Auswahl weitere Stützpunkte hinzuzufügen halten Sie die Umschalt-Taste beim Klicken gedrückt. Um Stützpunkte aus der Auswahl zu entfernen, halten Sie Strg gedrückt.

  • Stützpunkte im Stapelbetrieb auswählen: Der Stapelbetriebsmodus wird durch drücken von Umschalt+R aktiviert. Wählen Sie einen ersten Stützpunkt durch einen einzelnen Klick aus und bewegen Sie den Mauszeiger ohne zu klicken über einen anderen Stützpunkt. Diese Aktion wählt alle Stützpunkte zwischen den beiden aus, wobei (für Polygone) der kürzeste Weg zwischen beiden benutzt wird.

    ../../../_images/vertex_batch_selection_mode.png

    Stützpunkte im Stapelbetrieb mit Umschalt+R auswählen

    Wenn Sie Strg drücken, wird die Auswahl umgekehrt, so dass der längste Weg entlang der Objektgrenze benutzt wird. Die Stützpunktauswahl im Stapelbetrieb wird mit einem zweiten Klick abgeschlossen, oder mit Esc abgebrochen.

  • Stützpunkte hinzufügen: Ein Stützpunkt kann erzeugt werden, indem der virtuelle Knoten, der auf dem Mittelpunkt eines Segments erscheint, angeklickt wird. Weiterhin kann irgendwo auf einer Grenzlinie mit einem Doppelklick ein neuer Stützpunkt erzeugt werden. Bei Linienobjekten wird ein virtueller Knoten in Verlängerung der Linie an ihren beiden Enden angezeigt, mit dem die Linie verlängert werden kann.

    ../../../_images/vertex_add_node.png

    Virtuelle Knoten um Stützpunkte hinzuzufügen

  • Stützpunkte löschen: Wählen Sie die Stützpunkte und klicken Sie die Entfernen Taste. Das Löschen aller Stützpunkte erzeugt ein geometrieloses Objekt, sofern das mit der Datenquelle vereinbar ist. Beachten Sie, dass das nicht das gesamte Objekt löscht, sondern nur den Geometrieteil; um ein Objekt in Gänze zu löschen, müssen Sie das deleteSelected Ausgewähltes löschen Werkzeug benutzen.

  • Stützpunkte verschieben: Wählen Sie alle Stützpunkte aus, die verschoben werden sollen und klicken Sie auf einen Stützpunkt oder eine Kante; klicken Sie danach auf die gewünschte Zielposition. Alle ausgewählten Stützpunkte werden zusammen verschoben. Falls Einrasten eingeschaltet ist, kann die ganze Auswahl entsprechend springen. Sie können das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung benutzen, um Abstand, Winkel oder exakte Koordinaten einzugeben, bevor Sie zum zweiten mal klicken.

    Hier können Sie die Funktion am Gitter einrasten benutzen. Wenn Sie einen Wert für die Geometriegenauigkeit in den Layereigenschaften gesetzt haben, erscheint ein Gitter ab einem der Geometriegenauigkeit entsprechenden Massstab.

    ../../../_images/vertex_snap_to_grid.png

    Einen Stützpunkt auswählen und auf das Gitter verschieben

Jede Veränderung die mit dem Stützpunkt gemacht wird, wird als separater Eintrag im Rückgängig Dialog eingetragen. Beachten Sie dass alle Operationen topologisches Bearbeiten unterstützen, wenn dies eingeschaltet ist. Spontanreprojektion wird auch unterstützt und das Knotenwerkzeug erstellt Tooltips um einen Stützpunkt ausfindig zu machen wenn man mit dem Mauszeiger darübergeht.

Das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung

Während Sie das Knotenwerkzeug für ein Objekt benutzen, können Sie mit einem Rechtsklick das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung öffnen, das alle Stützpunkte des Objektes mit ihren x, y (z, m falls zutreffend) Koordinanten und r (für den Radius bei einer bogenförmigen Geometrie) auflistet. Durch Anwählen einer Zeile in der Tabelle wird der entsprechende Stützpunkt im Kartenfenster ausgewählt und umgekehrt. Verändern Sie einfach eine Koordinate in der Tabelle, um die Lage des Stützpunkts zu verändern. Sie können auch mehrere Zeilen auswählen und sie zusammen löschen.

Bemerkung

In QGIS 3.4 geändertes Verhalten

Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf ein Objekt klicken, wird sofort das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung angezeigt und das Objekt selbst gesperrt, wodurch Sie andere Objekte nicht mehr bearbeiten können. Während es gesperrt ist, kann ausschließlich das gesperrte Objekt bearbeitet werden: auswählen und verschieben von Stützpunkten und Segmenten durch klicken und ziehen ist nur für dieses Objekt möglich. Neue Stützpunkte können Sie nur für das gesperrte Objekt hinzufügen. Darüberhinaus öffnet sich das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung jetzt automatisch selbst, wenn Sie das Knotenwerkzeug aktivieren und seine Position bzw. sein Andockstatus bleiben erhalten.

../../../_images/vertex_editor_panel.png

Das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung mit ausgewählten Knoten

Objekte ausschneiden, kopieren und einfügen

Ausgewählte Objekte können ausgeschnitten, kopiert und an andere Ebenen im aktuellen QGIS-Projekt übergeben (eingefügt) werden, wenn sich der Ziellayer auch im Editiermodus befindet, indem Sie nach Auswahl des Ziellayers auf den Knopf toggleEditing Bearbeitungsstatus umschalten klicken.

Tipp

Polygone in Linien und umgekehrt transformieren mit copy/paste

Kopieren Sie ein Linienobjekt und fügen Sie ihn in ein Polygonlayer ein: QGIS fügt ihn in den Ziellayer dessen Begrenzung am nächsten der Geometrie des Linienobjekts entspricht. Dies ist ein einfacher Weg, um verschiedene Geometrien der selben Daten zu erzeugen.

Objekte können an externe Anwendungen als Text übergeben werden. Dabei werden die Objekte im CSV-Format dargestellt und die Geometriedaten im OGC Well-Know Text (WKT) Format. WKT und GeoJSON–Objekte von außerhalb können ebenso in einen Layer innerhalb von QGIS eingefügt werden.

Aber wann macht es Sinn, Objekte zum kopieren, auszuschneiden und einzufügen? Ein Beispiel ist, wenn Sie parallel an mehreren Layern arbeiten und Objekte zwischen den Layern hin- und herkopieren möchten. Ein Szenario könnte sein, dass Sie einen neuen Layer erstellen möchten, in dem aber nur einige Objekte aus einem bereits existierenden Layer verwendet werden sollen, wie etwa 5 Seen aus der Karte lakes.shp , die insgesamt aber tausende Seen enthält.

Als Beispiel werden wir einige Seen in einen neuen Layer kopieren:

  1. Laden Sie den Layer, von dem Sie einige Objekte kopieren wollen (Quelle)

  2. Laden oder erstellen Sie einen Layer, in den die kopierten Objekte eingefügt werden sollen (Ziel)

  3. Schalten Sie für den Ziel Layer den Bearbeitungsstatus ein

  4. Stellen Sie die Quelle aktiv, indem Sie es in der Legende anklicken

  5. selectRectangle Objekte über Fläche oder Einzelklick wählen um Objekte aus dessen Quelllayer zu wählen

  6. Klicken Sie auf das Icon editCopy Objekte kopieren

  7. Stellen Sie das ‚Ziel‘ aktiv, indem Sie es in der Legende anklicken

  8. Klicken Sie auf das Icon editPaste Objekte einfügen

  9. Beenden Sie den Bearbeitungsstatus für beide Layer und speichern Sie das Ergebnis ab

Was passiert, wenn der Quell- und Ziellayer ein unterschiedliches Schema enthält (Spaltennamen und -typen unterscheiden sich)? QGIS verwendet die Einträge, die gleich sind und ignoriert den Rest. Wenn es Ihnen egal ist, ob die Attribute korrekt übernommen werden, dann ist es egal, wie Sie die Spaltennamen und -typen der Attributtabelle erstellen. Wenn auch die Attributdaten korrekt übernommen werden sollen, dann stellen Sie sicher, dass auch die Spaltennamen und -typen beider Layer zueinander passen.

Bemerkung

Deckungsgleichheit eingefügter Objekte

Wenn Ihre Quell- und Ziellayer die gleiche Projektion verwenden dann haben die eingefügten Objekte die identische Geometrie wie der Quellayer. Wenn der Ziellayer jedoch eine andere Projektion hat dann kann QGIS nicht garantieren dass die Geometrie identisch ist. Dies ist einfach aus dem Grund so, dass sich kleine Rundungsfehler ergeben wenn zwischen Projektionen konvertiert wird.

Tipp

Zeichenketten Attribut in ein anderes kopieren

Wenn Sie eine neue Spalte in die Attributtabelle mit dem Typ ‚string‘ erstellt haben und die Werte von einer anderen Attributspalte einfügen, die eine größere Länge als die Länge der Spaltengröße hat, wird diese auf den gleichen Betrag verlängert werden. Dies ist so, weil der GDAL Shapedatei Driver beginnend ab GDAL/OGR 1.10 String und Integer Fehler auto-erkennt und die Felder auf die benötigte Länge der eingefügten Daten anpasst.

Ausgewählte Objekte löschen

Wenn Sie ein gesamtes Objekt (Attribut und Geometrie) löschen wollen, können Sie das tun, indem Sie zunächst die Geometrie der selectRectangleObjekte über Fläche oder Einzelklick wählen auswählen. Die Auswahl kann auch über die Attributtabelle erfolgen. Sobald Sie die Auswahl festgelegt haben, drücken Sie :knd:`Entfernen` oder Rücktaste oder nutzen Sie deleteSelected Ausgewähltes löschen um Objekte zu löschen. Mehrfachauswahlen können ebenso auf einmal gelöscht werden.

Das Werkzeug editCut Ausgewählte Objekte ausschneiden kann auch benutzt werden, um Objekte zu löschen. Die Objekte werden gelöscht aber zusätzlich noch im ‚spatial clipboard‘ abgelegt. In diesem Fall könnte man dann den letzten Schritt, falls ein Fehler unterlaufen ist, wieder rückgängig machen, indem wir auf das Werkzeug editPaste Objekte einfügen drücken. Ausschneiden, kopieren und übergeben von Objekten funktioniert mit den gerade ausgewählten Objekten und können nach Bedarf kombiniert verwendet werden.

Rückgängig und Wiederholen

Mit dem undo Rückgängig und redo Wiederholen Werkzeug können Sie Vektorbearbeitungsoperationen rückgängig machen oder wiederholen. Es gibt auch ein andockbares Bedienfeld das alle Operationen im der Rücknahme-/Wiederholungsverlauf zeigt (siehe Figure_edit_undo). Dieses Bedienfeld wird nicht standardmäßig angezeigt; es kann angezeigt werden, indem man mit rechts auf die Werkzeugleiste klickt und das Rücknahme/Wiederholungs-Kontrollkästchen aktiviert. Rücknahme/Wiederholung ist auch dann aktiv wenn das Bedienfeld nicht angezeigt wird.

../../../_images/redo_undo.png

Rückgängig und Wiederholen von Digitalisierschritten

Wenn Rückgängig oder Strg+z (oder:kbd:Cmd+z) gedrückt wird, wird der Status aller Objekte und Attribute auf den Status zurückgesetzt, den sie vor der zurückgenommenen Aktion hatten. Es kann sein, dass Änderungen die keine normalen Vektorbearbeitungsoperationen sind (z.B. Änderungen, die durch ein Plugin durchgeführt wurden) nicht rückgängig gemacht werden können. Dies hängt davon ab, wie die Änderungen durchgeführt werden.

Wenn Sie Rücknahme/Wiederholung verwenden wollen klicken Sie einfach auf eine Operation in der History; alle Objekte werden dann auf den Stand vor der ausgewählten Operation zurückgesetzt.

Änderungen speichern

Wenn ein Layer im Bearbeitungsmodus ist behält QGIS alle Änderungen im Speicher. Aus diesem Grund werden diese nicht umgehend der Datenquelle oder -platte übermittelt. Wenn Sie Bearbeitungen in dem aktuellen Layer speichern wollen aber mit dem Bearbeiten fortfahren wollen ohne den Bearbeitungsmodus verlassen zu wollen können Sie den saveEdits Layeränderungen speichern Knopf klicken. Wenn Sie den Editiermodus mit toggleEditing Bearbeitungsstatus umschalten aussschalten wollen werden Sie ebenfalls gefragrt ob Sie Ihre Änderungen speichern oder verwerfen wollen.

Wenn die Änderungen nicht gespeichert werden können (z.B. weil die Festplatte voll ist oder Attribute Werte aufweisen, die außerhalb der Wertespanne liegen), bleiben die Änderungen erstmal im QGIS Arbeitsspeicher. Dies ermöglicht es, Änderungen vorzunehmen und dann nochmals die Daten zu speichern.

Tipp

Datenintegrität

Es ist immer gut ein Backup von Ihren Daten zu machen bevor Sie mit dem Bearbeiten starten. Während die Autoren von QGIS sich bemühen die Integrität Ihrer Daten zu bewahren bieten wir keine Garantie in dieser Hinsicht.

Mehrere Layer auf einmal speichern

Mit dieser neuen Funktion können Sie mehrere Layer digitalisieren. Wählen Sie fileSaveAs Layeränderungen speichern um alle Änderungen, die Sie in mehreren Layern gemacht haben, zu speichern. Sie haben auch die Möglichkeit rollbackEdits Verwerfen für gewählte Layer zu benutzen so dass die Digitalisierung für alle selektierten Layer rückgängig gemacht werden kann. Wenn Sie das Bearbeiten der selektierten Layer beenden wollen kann man das einfach mit der Funktion cancelEdits Abbruch für gewählte Layer erreichen.

Die gleichen Funktionen sind für das Bearbeiten aller Layer des Projektes zugängig.

Tipp

Transaktionsgruppen benutzen, um Änderungen in mehreren Layern zu bearbeiten, zu speichern oder zurückzunehmen

Aktivieren Sie Option Wenn möglich automatisch Transaktionsgruppen erstellen im Menü Projekt ‣ Einstellungen… ‣ Datenquellen beim Arbeiten mit Layern aus der selben PostGreSQL-Datenbank, um ihr Verhalten zu synchronisieren (den Bearbeitungsstatus zusammen umschalten, Änderungen gleichzeitig speichern oder verwerfen).

Erweiterte Digitalisierung

Icon

Funktion

Icon

Funktion

cad

Erweiterte Digitalsierungswerkzeuge einschalten

tracing

Spurverfolgung einschalten

moveFeature moveFeatureLine moveFeaturePoint

Objekt(e) verschieben

moveFeatureCopy moveFeatureCopyLine moveFeatureCopyPoint

Objekt(e) kopieren und verschieben

rotateFeature

Objekt(e) drehen

simplifyFeatures

Objekt vereinfachen

addRing

Ring hinzufügen

addPart

Teil hinzufügen

fillRing

Ring füllen

deleteRing

Ring löschen

deletePart

Teil löschen

offsetCurve

Linie versetzen

reshape

Objekte überarbeiten

splitParts

Teile zerlegen

splitFeatures

Objekte trennen

mergeFeatAttributes

Attribute gewählter Objekte vereinen

mergeFeatures

Gewählte Objekte verschmelzen

rotatePointSymbols

Punktsymbole drehen

offsetPointSymbols

Punktsymbolversatz

Tabelle Erweiterte Digitalisierung: Werkzeugleiste Erweiterte Digitalisierung für Vektorlayer

Objekt(e) verschieben

Mit dem moveFeature Objekt(e) verschieben Werkzeug können Sie bestehende Objekte verschieben.

  1. Wählen Sie die Objekte aus, die Sie verschieben möchten.

  2. Klicken Sie in das Kartenfenster, um den Quellpunkt der Verschiebung zu markieren; Sie können das Einrasten benutzen, um einen exakten Punkt auszuwählen.

    Sie können auch die Einstellungen im Bedienfeld advanced digitizing constraints benutzen, um die exakten Koordinaten des Quellpunktes zu setzen. In diesem Falle:

    1. Klicken Sie zunächst auf die Schaltfläche cad , um das Bedeinfeld zu aktivieren.

    2. Tippen Sie x und tragen Sie den entsprechenden Wert für den Quellpunkt ein, den Sie benutzen wollen. Drücken Sie dann die Schaltfläche locked neben der Eingabezeile, um den Wert zu sperren.

    3. Genauso für die y-Koordinate.

    4. Klicken Sie ins Kartenfenster und Ihr Quellpunkt wird an den eingegebenen Koordinaten platziert.

  3. Bewegen Sie den Mauszeiger über das Kartenfenster, um den Zielpunkt der Verschiebung zu markieren, wobei Sie weiterhin den Einrastmodus benutzen können oder, wie oben beschrieben, bennutzen Sie das Bedeinfeld Erweiterte Digitalisierung, das Ihnen zusätzliche Abstand- und ``Winkel``einschränkungen anbietet, um den Zielpunkt der Verschiebung zu platzieren.

  4. Klicken Sie ins Kartenfenster: Alle Objekte werden an ihren neuen Ort verschoben.

Mit dem Werkzeug moveFeatureCopy Objekt(e) kopieren und verschieben können Sie gleichermaßen eine verschobene Kopie der Objekte erzeugen.

Bemerkung

Wenn kein Objekt ausgewählt ist, während Sie das erste mal mit einem der Werkzeuge Objekt(e) verschieben oder Objekt(e) kopieren und verschieben ins Kartenfenster klicken, wird nur das Objekt unter dem Mauszeiger von der Aktion betroffen. Sollten Sie also mehrere Objekte verschieben wollen, sollten sie vorher ausgewählt worden sein.

Objekt(e) drehen

Mit dem Werkzeug rotateFeature Objekt drehen können Sie ein oder mehrere Objekte im Kartenfenster drehen.

  1. Drücken Sie auf die Schaltfläche rotateFeature Objekt drehen

  2. Klicken Sie auf das Objekt, das sie drehen möchten. Der Flächenschwerpunkt des Objekts wird als Drehmittelpunkt markiert und ein Eingabefeld erscheint, das den aktuellen :guilabel:`Rotation`swinkel anzeigt.

  3. Klicken Sie ins Kartenfenster, wenn Sie mit der neuen Position zufrieden sind oder geben Sie den Drehwinkel händisch in das Eingabefeld ein. Sie können auch die Eingabe Einrasten auf ° benutzen, um den Winkel einzuschränken.

  4. Wollen Sie mehrere Objekte auf einmal drehen, sollten Sie sie zuerst auswählen. Der Drehmittelpunkt ist dann der Schwerpunkt ihrer verbundenen Geometrien.

Sie können auch einen anderen Drehmittelpunkt als den Flächenschwerpunkt benutzen: klicken Sie ins Kartenfenster während Sie die Taste Strg drücken und der angeklickte Punkt wird der neue Drehmittelpunkt.

Wenn Sie Shift vor dem Klick auf die Karte halten, wird die Drehung in 45 Grad Schritten erfolgen, was anschließend in dem Benutzerinterface-Widget bearbeitet werden kann.

Zum Abbrechen der Objektdrehung, drücken Sie die Taste ESC oder klicken Sie auf die Schaltfläche rotateFeature Objekt(e) drehen.

Objekt vereinfachen

Mit dem Werkzeug simplifyFeatures Objekt vereinfachen können Sie die Form einer Linie oder eines Polygons interaktiv verändern, indem Sie die Anzahl der Stützpunkte verringern oder verdichten, so lange die Geometrie dabei gültig bleibt:

  1. Wählen Sie das Werkzeug simplifyFeatures Objekt vereinfachen.

  2. Klicken Sie auf das Objekt oder ziehen Sie ein Rechteck über die Objekte auf.

  3. Ein Eingabefeld öffnet sich, in dem Sie die zu verwendende Methode festlegen können, d.h. ob Sie:

    • die simplify the geometry wollen, so dass sie weniger Stützpunkte als die Ausgangsgeometrie enthält. Die zur Verfügung stehenden Methoden sind Nach Abstand vereinfachen, Durch Einrasten auf Gitter vereinfachen oder Durch Fläche vereinfachen (Visvalingam). Dann müssten Sie noch die Toleranz in Layereinheiten, Pixel oder Karteneinheiten angeben, die für die Vereinfachung benutzt werden soll. Je höher die Toleranz, desto mehr Stützpunkte werden entfernt.

    • oder die densify the geometries wollen, indem mit der Option Glatt neue Stützpunkte eingefügt werden: für jeden bestehenden Stützpunkt werden zwei Stützpunkte auf jedes von ihm ausgehende Segment gesetzt, und zwar in der mit Versatz definierten Entfernung, wobei der Versatz dem Prozentanteil der Segmentlänge entspricht. Mit Wiederholungen legen Sie fest, wie oft die Platzierung wiederholt werden soll: je mehr Wiederholungen Sie einstellen, desto mehr Stützpunkte werden eingefügt und desto regelmäßiger wird das Objekt.

    Wenn Sie ein Projekt schließen oder eine Editiersitzung beenden, werden Einstellungen, die Sie benutzt haben, gespeichert. Sie können also die selben Parameter wieder benutzen, wenn Sie das nächste mal ein Objekt vereinfachen.

  4. Unten im Eingabefenster wird eine Zusammenfassung der Veränderungen angezeigt, die sich ergäben; dabei wird die Anzahl der Objekte und Stützpunkte aufgelistet (vor und nach der Operation sowie das Verhältnnis daraus). Zusätzlich wird im Kartenfenster die zu erwartende Geometrie über die bestehende mithilfe der Gummibandfarbe dargestellt.

  5. Sobald die zu erwartende Geometrie Ihren Vorstellungen entspricht, klicken Sie OK, um die Änderung anzuwenden. Sollten Sie die Operation abbrechen wollen, klicken Sie auf Abbrechen oder klicken Sie mit rechts in das Kartenfenster.

Bemerkung

im Gegensatz zur Objektvereinfachung im Menü Einstellungen ‣ Optionen ‣ Darstellung, welches die Geometrie nur zur Darstellung vereinfacht, bearbeitet das Werkzeug simplifyFeatures Objekt vereinfachen die Geometrie in der Datenquelle.

Teil hinzufügen

Sie können zu einem ausgewählten Objekt einen addPart Teil hinzufügen, das erzeugt ein Multipunkt-, Multilinie- oder Multipolygonobjekt. Der neue Teil muss außerhalb des bereits vorhandenen digitalisiert werden, der vorher ausgewählt werden sollte.

Die Schaltfläche addPart Teil hinzufügen kann ebenfalls benutzt werden, um eine Geometrie zu einem geometrielosen Objekt hinzuzufügen. Zuerst wählen Sie das Objekt in der Attributtabelle, dann digitalisieren Sie eine neue Geometrie mit dem Werkzeug addPart Teil hinzufügen.

Teil löschen

Mit dem Werkzeug deletePart Teil löschen können Teile eines Multiobjekts gelöscht werden (z.B. ein Polygon eines Multipolygonobjekts). Das Werkzeug funktioniert mit allen Multigeometrien: Punkt, Linie und Polygon. Weiterhin kann es dazu verwendet werden, die Geometrie eines Objekts vollständig zu entfernen. Um einen Teil zu löschen, klicken Sie einfach in dieses Teil.

Ring hinzufügen

Sie können Löcher in Polygonen mit dem Werkzeug addRing Ring hinzufügen herstellen. Das bedeutet, dass Sie innerhalb eines bestehenden Polygons weitere Polygone digitalisieren. Diese erscheinen dann als ‚Loch‘, so dass nur der Zwischenraum des inneren und des äußeren Polygons als Ringpolygon übrig bleibt.

Ring füllen

Das Werkzeug fillRing Ring füllen hilft Ihnen dabei, ein Polygonobjekt zu erzeugen, das komplett innerhalb eines anderen Polygons liegt und so gestaltet ist dass sich beide nirgendwo überlappen; das neue Objekt liegt innerhalb eines Lochs im bestehenden Objekt. So gehen Sie vor:

  1. Wählen Sie das Werkzeug fillRing Ring füllen.

  2. Zeichnen Sie ein Polygon über das vorhandene Objekt: QGIS fügt der Geometrie ein neus Loch hinzu (wie wenn Sie das Werkzeug addRing Ring hinzufügen benutzt hätten) und erzeugt ein neues Objekt, dessen Geometrie dem Loch entspricht (wie wenn Sie traced über die innere Grenze mit dem Werkzeug capturePolygon Polygonobjekt hinzufügen angewendet hätten).

  3. Falls das Loch im Objekt bereits exisitert, können Sie alternativ den Mauszeiger darüber positionieren und mit links klicken, während Sie die :kbd:`Umschalt`taste gedrückt halten: ein neues Objekt, das das Loch ausfüllt, wird an dieser Stelle gezeichnet.

    Das Formular Objektattribute des neuen Objekts öffnet sich und ist mit Werten des „Eltern“objekts und/oder fields constraints vorausgefüllt.

Ring löschen

Das Werkzeug deleteRing Ring löschen ermöglicht es, Löcher innerhalb einer existierenden Fläche zu löschen. Das Werkzeug funktioniert nur mit Polygon- und Multipolygonobjekten. Es findet keine Veränderung statt, wenn es auf den äußeren Ring eines Polygons angewendet wird.

Objekte überarbeiten

Mit dem Werkzeug reshape Objekte überarbeiten können Sie Linien- und Polygonobjekte umformen. Bei Linien ersetzt es den Teil der Linie vom ersten bis zum letzen Schnittpunkt mit der ursprünglichen Linie.

../../../_images/reshape_lines.png

Eine Linie umformen

Tipp

Liniengeometrien mit dem Werkzeug Objekte überarbeiten verlängern

Benutzen Sie das Werkzeug reshape Objekte überarbeiten, um vorhandene Liniengeometrien zu verlängern: Fangen Sie den ersten oder letzten Stützpunkt der Linie und zeichnen sie eine neue. Schließen Sie die Digitalisierung ab und die neue Objektgeometrie ist die vereinigte Geometrie der beiden Linien.

Bei Polygonen wird die Polygongrenze umgeformt. Damit das funktioniert, muss die Linie des Umformwerkzeugs die Polygongrenze mindestens zwei mal kreuzen. Um diese Linie zu zeichnen, klicken Sie in das Kartenfenster, um ihre Stützpunkte zu erzeugen. Die Zeichnung schließen Sie mit einem Rechtsklick ab. Genauso wie bei Linienobjekten wird nur das Segment zwischen dem ersten und dem letzen Schnittpunkt der Linie mit der Polygongrenze betrachtet. Diejenigen Teile der Linie, die innerhalb des Polygons liegen, schneiden es dort ab, diejenigen, die außerhalb liegen erweitern es.

../../../_images/reshape_polygon.png

Ein Polygon umformen

Bei Polygonen kann das Umformen manchmal zu unerwarteten Ergebnissen führen. Es ist in erster Linie dafür geeignet, kleinere Teile eines Polygons zu ersetzen und nicht für größere Überarbeitungen, außerdem ist es nicht erlaubt, dass die Umformline mehrere Ringe eines Polygons kreuzt, weil das zu einem ungültigen Polygon führen würde.

Bemerkung

Das Objekte überarbeiten Werkzeug kann die Startposition eines Polygonringes oder einer geschlossenen Linie verändern. Der Punkt, der zweimal abgebildet ist wird also nicht mehr der gleiche sein. Dies mag kein Problem für die meisten Anwendungen sein, sollte aber beachtet werden.

Linie versetzen

Das offsetCurve Linie versetzen Werkzeug erstellt parallele Linien von Linienlayern. Das Werkzeug kann auf den bearbeiteten Layer (die Geometrien werden verändert) und auch auf Hintergrundlayer (in diesem Fall erstellt es Kopien von Linien/ Ringen und fügt Sie dem bearbeiteten Layer hinzu) angewendet werden. Es ist auf diese Weise ideal geeignet Abstandslinienlayer zu erstellen. Der Benutzereingabe Dialog erscheint und zeigt den Versatz.

Um einen Versatz eines Linienlayers zu erstellen müssen Sie erst in den Bearbeitungsmodus gehen und das Werkzeug offsetCurve Linie versetzen aktivieren. Klicken Sie dann auf ein Objekt, um es zu verschieben. Bewegen Sie die Maus und klicken Sie, wo Sie es haben wollen oder geben Sie die gewünschte Distanz in der Benutzereingabe ein. Ihre Änderungen können dann mit dem Werkzeug saveEditsLayeränderungen speichern gespeichert werden.

Der QGIS Optionen Dialog (Digitalisierung Reiter dann Werkzeug zum Linien versetzen Abschnitt) ermöglicht es Ihnen einige Parameter wie Verbindungsstil,**Quadrantsegmente**, Eckengrenze zu konfigurieren.

Objekte trennen

Mit dem Werkzeug splitFeatures Objekte zerteilen teilen Sie ein Objekt in zwei oder mehr unabhängige Objekte, d.h. jede Geometrie gehört zu einer neuen Zeile in der Attributtabelle.

So teilen Sie Linien oder Polygonobjekte:

  1. Wählen Sie das Werkzeug splitFeatures Objekte zerteilen.

  2. Zeichnen Sie eine Linie über das Objekt oder die Objekte, die Sie zerteilen wollen. Gibt es eine aktive Auswahl, werden nur die ausgewählten Objekte zerteilt. Falls, default values or clauses definiert wurden, werden sie auf die entsprechenden Felder angewendet, andere Attribute des Elternobjekts werden automatisch in die neuen Objekte kopiert.

  3. Danach können Sie üblicherweise beliebige Attribute der neuen Objekte verändern.

Tipp

Eine Polylinie mit einem Klick in neue Objekte zerteilen

Fangen und Klicken Sie mit dem Werkzeug splitFeatures Objekte zerteilen auf einen vorhandenen Stützpunkt einer Polylinie, um sie in zwei neue Objekte zu zerteilen.

Teile zerlegen

In QGIS ist es möglich die Teile eines Multi-Part Features zu zerlegen so dass die Anzahl der Teile sich erhöht. Zeichnen Sie einfach eine Linie über den Teil den Sie zerlegen wollen indem Sie dafür das splitParts Teile zerlegen Icon verwenden.

Tipp

Eine Polylinie mit einem Klick in neue Teile zerlegen

Fangen und Klicken Sie mit dem Werkzeug splitParts Teile zerlegen auf einen vorhandenen Stützpunkt einer Polylinie, um sie in zwei neue Polylinien zu zelegen, die weiterhin zum selben Objekt gehören.

Gewählte Objekte verschmelzen

Mit dem Werkzeug mergeFeatures Gewählte Objekte verschmelzen erzeugen Sie ein neues Objekt durch das verschmelzen vorhandener Objekte: Ihre Geometrien werden verschmolzen, um ein neues zu bilden. Wenn die Objekte keine gemeinsame Grenze haben, wird ein Multipolygon-/Multipolylinien-/Multipunktobjekt erzeugt.

  1. Wählen Sie zunächst die Objekte aus, die Sie verschmelzen wollen.

  2. Drücken Sie dann auf die Schaltfläche mergeFeatures Gewählte Objekte verschmelzen.

  3. Die Zeile the Verschmelzen unten in der Tabelle des sich öffnenden Eingabefensters zeigt die Attribute des neuen Objekts. Sie können jeden dieser Werte folgendermaßen ändern:

    • ändern des Wertes in der entsprechenden Zelle;

    • eine Zeile in der Tabelle auswählen und auf die Schaltfläche Attribute des gewählten Objekts übernehmen klicken. Damit übernehmen Sie alle Werte dieses Objekts;

    • auf die Schaltfläche Alle Felder überspringen klicken, um leere Attribute zu benutzen;

    • oder durch öffnen des Aufklappmenüs oben in der Tabelle haben Sie die Möglichkeit jede der genannten Optionen nur auf das jeweilige Feld anzuwenden. Sie können auch eine Aggregatfunktion auf die ursprünglichen Objektattribute anwenden (Minimum, Maximum, Median, Summe, Anzahl, Verknnüpfung… abhängig vom Feldtyp, siehe ref:statistical_summary für eine Auflistung aller Funktionen).

    Bemerkung

    Falls der Layer Standardwerte oder -klauseln für Felder definiert hat, werden diese als Startwert für das verschmolzene Objekt benutzt.

  4. Drücken Sie auf OK um die Änderungen anzuwenden. Ein einzelnes (Multi-)Objekt wird im Layer angelegt und ersetzt die vorher ausgewählten Objekte.

Attribute gewählter Objekte vereinen

Mit dem Werkzeug mergeFeatAttributes Attribute gewählter Objekte vereinen können Sie die selben Attribute in Objekte speichern, ohne ihre Grenzen zu vereinen. Die Eingabemaske ist die selbe wie beim Werkzeug Gewählte Objekte verschmelzen, außer dass die ausgewählten Objekte mit ihrer Geometrie bestehen bleiben, während einige ihrer Attributwerte identisch werden.

Punktsymbole drehen

Das Werkzeug rotatePointSymbols Punktsymbole drehen ermöglicht es Ihnen, den Drehwinkel eines Punktsymbols im Kartenfenster zu ändern.

  1. Zunächst müssen Sie das Symbol eine a data-defined Drehung einstellen:

    1. Im Dialog Layereigenschaften ‣ Symbolisierung gehen Sie zu den Einstellungen für das Symbol.

    2. Klicken Sie auf die Schaltfläche dataDefined Datendefinierte Übersteuerung neben der Einstellung Drehung (bevorzugt) in der obersten Ebene Markierung der Symbolebenen.

    3. Wählen Sie ein Feld Auswahl Feldtype. Die Werte in diesem Feld werden nun dazu benutzt, jedes Symbol eines Objekts entsprechend zu drehen.

    Bemerkung

    Stellen Sie sicher, dass in allen Symbolebenen das selbe Feld eingestellt ist

    Wenn Sie das datendefinierte Feld für die Drehung in der obersten Ebene der Symbolebenen einstellen, ist es automatisch in allen Symbolebenen eingestellt. Das ist die Voraussetzung für die graphische Symboldrehung mit dem Werkzeug Punktsymbole drehen. Falls auch nur eine Symbolebene nicht das selbe Feld für die Drehung eingestellt hat, wird das Werkzeug nicht funktionieren.

    ../../../_images/rotatepointsymbol.png

    Ein Punktsymbol drehen

  2. Klicken Sie mit dem Werkzeug rotatePointSymbols Punktsymbole drehen auf ein Punktobjekt im Kartenfenster und bewegen Sie den Mauszeiger, während Sie die linke Maustaste gedrückt halten. Ein roter Pfeil mit dem Drehwinkel wird angezeigt (siehe Figure_rotate_point).

  3. Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird das Symbol mit diesem Drehwinkel angezeigt und das bei der Drehung eingestellte Feld in der Attributtabelle wird entsprechend aktualisiert.

Tipp

Wenn Sie zusätzlich die Strg-Taste gedrückt halten, findet die Drehung in 15 Grad Schritten statt.

Punktsymbolversatz

Das Werkzeug offsetPointSymbols Punktsymbolversatz ermöglicht es Ihnen, die Darstellungsposition von Punktsymbolen im Kartenfenster interaktiv zu verändern. Es funktioniert ähnlich wie das Werkzeug rotatePointSymbols Punktsymbole drehen außer dass Sie ein Feld für den datendefinierten Versatz (X,Y) des Symbols einstellen müssen. Dieses Feld wird dann mit den Versatzkoordinaten gefüllt, während Sie das Symbol im Kartenfenster hin- und herschieben.

Bemerkung

Das Werkzeug offsetPointSymbols Punktsymbolversatz verschiebt nicht das Punktobjekt selbst; dafür sollten Sie das Werkzeug vertexToolActiveLayer Knotenwerkzeug (aktueller Layer) oder das Werkzeug moveFeaturePoint Objekt verschieben benutzen.

Formen digitalisieren

Die Werzeugleiste für Formen bietet Ihnen Werkzeuge, um regelmäßige Formen und Geometrien mit Bögen zu zeichnen.

Kreisbogen hinzufügen

Mit den Werkzeugen circularStringCurvePoint Kreisbogen hinzufügen oder circularStringRadius Kreisbogen über Radius hinzufügen können Sie Linien- oder Polygonobjekte mit bogenförmiger Geometrie hinzufügen.

Das Zeichnen von Objekten mit diesen Werkzeugen folgt der selben Regel wie bei anderen Digitalisierwerkzeugen: klicken Sie mit links, um Stützpunkte hinzuzufügen und mit rechts, um die Geometrie abzuschließen. Während Sie die Geometrie zeichnen, können Sie die Werkzeuge wechseln und auch zu den linear geometry tools wechseln, um zusammengesetzte Geometrien zu erzeugen.

Bemerkung

Gebogene Geometrien sind als solche nur in kompatiblen Datenanbieter gespeichert

Obwohl QGIS es ermöglicht, innerhalb jedes editierbaren Datenformats gebogene Geometrien zu digitalisieren, müssen Sie, um gebogene Geometrien zu speichern, einen Datenanbieter verwenden, der gebogene Objekte unterstützt (z. B. PostGIS, GML oder WFS), ansonsten teilt QGIS die Bögen in Einzelsegmente auf.

Das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung

Wenn Sie neue oder vorhandene Geometrien erfassen, umformen, oder zerteilen, haben Sie auch die Möglichkeit, das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung zu verwenden. Sie können Linien exakt parallel oder rechtwinklig oder in einem bestimmten Winkel digitalisieren oder Linien auf bestimmten Winkeln sperren. Darüber hinaus können Sie Koordinaten direkt eingeben, so dass Sie eine neue Geometrie genau festlegen können.

../../../_images/advanced_digitizing.png

Das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung

Das Bedienfeld Erweiterete Digitalisierung können Sie mit einem Rechtsklick in die Werkzeugleiste, über das Menü Ansicht ‣ Bedienfelder‣ oder die Tastenkombination Strg+4 öffnen. Sobald das Bedienfeld sichtbar ist, können Sie die Werkzeuge selbst über die Schaltfläche cad Erweiterte Digitalisierungswerkzeuge einschalten aktivieren.

Bemerkung

Die Werkzeuge sind nicht aktiviert, wenn die Kartenansicht geographische Koordinaten zeigt.

Die Idee dahinter

Die Werkzeuge zielen darauf ab, Koordinaten, Längen und Winkel zu sperren, während Sie den Mauszeiger beim Digitalisieren über das Kartenfenster bewegen.

Sie können auch Festsetzungen mit relativer oder absoluter Referenz vornehmen. Relative Referenz bedeutet, dass die Festsetzungen für den folgenden Stützpunkt relativ zum vorhergehenden Stützpunkt oder Segment sind.

Einrasteinstellungen

Klicken Sie auf die Schaltfläche settings, um die Einrasteinstellungen der Werkzeuge der Erweiterten Digitalisierung festzulegen. Sie können festlegen, dass das Werkzeug nur auf gebräuchliche Winkel einrastet. Es gibt folgende Optionen:

  • Nicht auf gemeinsame Winkel einrasten muss heißen: „gebräuchliche“ Winkel

  • Auf 30º Winkel einrasten

  • Auf 45º Winkel einrasten

  • Auf 90º Winkel einrasten

Sie können auch das Einrasten auf Objekte steuern. Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Kein Einrasten auf Stützpunkten oder Segementen

  • Einrasten nach Projektkonfiguration

  • Auf allen Layern einrasten

Tastenkürzel

Um die Arbeit mit dem Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung zu beschleunigen, gibt es eine Reihe von Tastenkürzeln:

Taste

nur Taste

Strg+ or Alt+

Umschalt+

D

Abstand einstellen

Abstand beibehalten

A

Winkel einstellen

Winkel beibehalten

Winkel relativ zum letzten Segment an-/ausschalten

X

X-Koordinate einstellen

X-Koordinate beibehalten

X relativ zum letzten Stützpunkt an-/ausschalten

Y

Y-Koordinate einstellen

Y-Koordinate beibehalten

Y relativ zum letzten Stützpunkt an-/ausschalten

C

Konstruktionsmodus an-/ausschalten

P

Zwischen senkrechtem und parallelem Modus umschalten

Mit absoluter Referenz digitalsieren

Sobald Sie eine neue Geometrie von Grund auf neu zeichnen, kann es hilfreich sein, den ersten Stützpunkt an festgelegten Koordinaten zu setzen.

Um beispielsweise ein neues Objekt in einem Polygonlayer zu erzeugen, klicken Sie auf die Schaltfläche capturePolygon. Sie können sich für eine die X- und Y-Koordinate entscheiden, an der Sie mit dem Zechnen des Objektes beginnen wollen, dann:

  • klicken Sie auf das Eingabefeld x (oder benutzen das Tastenkürzel X),

  • geben Sie die X-Koordinate ein und drücken Sie Eingabe oder klicken Sie auf die Schaltfläche locked rechts davon, um die Mausposition auf der X-Achse im Kartenfenster zu beizubehalten,

  • klicken Sie auf das Eingabefeld y (oder benutzen das Tastenkürzel Y),

  • geben Sie die Y-Koordinate ein und drücken Sie Eingabe oder klicken Sie auf die Schaltfläche locked rechts davon, um die Mausposition auf der Y-Achse im Kartenfenster zu beizubehalten.

Zwei blaugepunktete Linien und ein grünes Kreuz zeigen genau die Koordinaten an, die Sie eingegeben haben. Beginnen Sie den Digitalisiervorgang, indem Sie in das Kartenfenster klicken; die Position des Mauszeigers wird am grünen Kreuz beibehalten.

../../../_images/advanced_digitizing_coordinates.png

Eine Zeichnung mit vorgegebenen Koordinaten beginnen

Sie können nun entweder freihand weiter digitalisieren oder ein neues Koordinatenpaar eingeben oder Sie können die Länge (den Abstand) und den Winkel des Segments eingeben.

Falls Sie ein Segment mit einer bestimmten Länge zeichnen wollen, klicken Sie das Eingabefeld d (Abstand) an (Tastenkürzel D), geben Sie den Abstandswert (in Karteneinheiten) ein und drücken Sie Eingabe oder klicken Sie auf die Schaltfläche locked rechts davon, um die Mausposition im Kartenfenster mit diesem Abstand beizubehalten. Im Kartenfenster wird um den angeklickten Punkt ein Kreis angezeigt, dessen Radius dem Wert entspricht, den Sie als Abstand eingetragen haben.

../../../_images/advanced_digitizing_distance.png

Segment mit einer vorgegebenen Länge

Sie können auch den Winkel des Segments festlegen. Klicken Sie, wie oben beschrieben, auf die Eingabefläche a (Winkel) (Tastenkürzel A), geben Sie den Winkel (in Grad) ein und drücken Sie Eingabe oder klicken Sie auf die Schaltfläche locked rechts davon. Dadurch folgt das Segment dem gewünschten Winkel:

../../../_images/advanced_digitizing_angle.png

Segment mit vorgegebenem Winkel

Mit relativer Referenz digitalsieren

Anstatt absolute Werte für Winkel oder Koordinaten können Sie Werte relativ zum zuletzt eingegebenen Stützpunkt oder Segment benutzen.

Bei Winkeln klicken Sie auf die Schaltflläche delta links der Eingabezeile a (oder drücken Sie Shift+A) um Winkeleingabe relativ zum zuletzt eingegebenen Segment ein- bzw. auszuschalten. Ist diese Option eingeschaltet, werden Winkel zwischen dem zuletzt eingegebenen Segment und der Position des Mauszeigers gemessen.

Zur Koordinateneingabe klicken Sie auf die Schaltflläche delta links der Eingabezeilen x oder y (oder drücken Sie Shift+X oder Shift+Y`) um die Koordinateneingabe relativ zum zuletzt eingegebenen Stützpunkt ein- bzw. auszuschalten. Sind diese Optionen eingeschaltet, werden Koordinatenberechnungen so durchgeführt, als wäre der zuletzt eingegebenene Stützpunkt der Koordinatenurspung.

Laufendes Beibehalten

Sie können sowohl beim Digitalisieren mit absoluter als auch mit relativer Referenz Winkel, Abstand sowie die X- und Y-Festlegungen laufend beibehalten, indem Sie auf die Schaltflächen lockedRepeat Laufend beibehalten klicken. Laufendes Beibehalten ermöglicht es Ihnen mehrere Punkte oder Stützpunkte mit den selben Festlegungen zu digitalisieren.

Parallele und senkrechte Linien

Alle oben beschriebenen Werkzeuge können mit den Werkzeugen Senkrecht und cadParallel Parallel kombiniert werden. Diese beiden Werkzeuge ermöglichen es Ihnen, Segmente exakt senkrecht oder parallel zu einem andern Segment zu zeichnen.

Um ein senkrechtes Segment zu zeichnen, klicken Sie während des Editierens auf die Schaltfläche cadPerpendicular senkrecht (Tastenkürzel P), um das Werkzeug zu aktivieren. Bevor Sie die senkrechte Linie zeichnen, klicken Sie auf das Segment eines vorhandenen Objekts, zu dem die neue Linie senkrecht sein soll (die Linie des vorhandenen Objekts wird hellorange eingefärbt); Sie sollten eine blau gepunktete Linie an der Stelle sehen, an der Ihr Objekt gefangen wird:

../../../_images/advanced_digitizing_perpendicular.png

Senkrechtes Digitalisieren

Die Schritte, um ein paralleles Objekt zu zeichnen sind die selben: klicken Sie auf die Schaltfläche cadParallel Parallel (zweimal Tastenkürzel P), klicken Sie auf das Segment, das Sie als Referenz benutzen wollen und beginnen Sie damit, das Objekt zu zeichen:

../../../_images/advanced_digitizing_parallel.png

Paralleles Digitalisieren

Diese beiden Werkzeuge finden genau den richtigen Winkel für senkrechtes und paralleles Zeichnen und behalten ihn während des Editierens bei.

Konstruktionsmodus

Sie können den Konstruktionsmodus ein- und ausschalten, indem Sie auf die Schaltfläche cadConstruction Konstructionsmodus klicken oder das Tastenkürzel C benutzen. Während der Konstruktionsmodus eingeschaltet ist, fügen Sie mit Klicks im Kartenfenster keine neuen Stützpunkte hinzu, sondern die Klickpositionen werden erfasst, so dass Sie sie als Referenzpunkte zur Festlegung von relativem Abstand, Winkel, X- und Y-Kordinaten benutzen können.

Der Konstruktionsmodus kann z.B. benutzt werden, um einen Punkt in einer genau festgelegten Entfernung von einem bestehenden Punkt zu zeichnen.

Ist ein Punkt im Kartenfenster vorhanden und der Einrastmodus richtig eingestellt, können Sie ganz einfach weitere Punkte in vorgegebenen Abständen oder Winkeln von ihm zeichnen. Zusätzlich zur Schaltfläche cad müssen Sie den Konstruktionsmodus durch Klicken auf die Schaltflläche cadConstruction Konstruktionsmodus oder mit dem Tastenkürzel C einschalten .

Klicken Sie in die Nähe des Punktes, von dem aus Sie den Abstand berechnen wollen und klicken Sie auf die Eingabe d (Tastenkürzel D). Geben Sie den gewünschten Abstand ein und drücken Sie Eingabe, um die Mausposition im Kartenfenster beizubehalten:

../../../_images/advanced_digitizing_distance_point.png

Abstand von einem Punkt

Bevor Sie den neuen Punkt eingeben, drücken Sie C, um den Konstruktionsmodus zu verlassen. Jetzt können Sie ins Kartenfenster klicken und der Punkt wird mit dem eingegebenen Abstand platziert.

Sie können die Winkeleinstellung z.B. auch dafür benutzen, einen anderen Punkt mit dem selben Abstand vom bestehenden aber in einem bestimmten Winkel zum gerade neu erzeugten Punkt zu erzeugen. Klicken Sie auf die Schaltfläche cadConstruction Konstruktionsmodus oder Tastenkürzel C um in den Konstruktionsmodus zu wechseln. Klicken Sie auf den eben erzeugten Punkt und dann auf den ursprünglich vorhandenen, um eine Richtung zu erhalten. Klicken Sie danach in das Eingabefeld d (Tastenkürzel D), geben Sie den gewünschten Abstand ein und drücken Sie Eingabe. Klicken Sie in das Eingabefeld a (Tastenkürzel A), geben Sie den gewünschten Winkel ein und drücken Sie Eingabe. Die Mausposition im Kartenfenster wird nun sowohl im Abstand als auch im Winkel beibehalten.

../../../_images/advanced_digitizing_distance_angle_point.png

Abstand von und Winkel zu einem Punkt

Bevor Sie den neuen Punkt hinzufügen, drücken Sie C, um den Konstruktionsmodus zu verlassen. Jetzt können Sie in das Kartenfenster klicken und der Punkt wird in dem eingegebenen Abstand und Winkel erzeugt. Sie können den Vorgang wiederholen, um mehrere Punkte zu erzeugen.

../../../_images/advanced_digitizing_distance_point_final.png

Punkte in festgelegtem Abstand und Winkel

Mit Verarbeitung Objekte innerhalb eines Layers verändern

Das Menü Processing menu biete eine große Zahl von Werkzeugen zur Analyse und Erzeugung neuer Objekte auf der Basis der Eigenschaften vorhandener Objekte oder ihrer Bezeihung zu anderen Objekten (innerhalb oder außerhalb des selben Layers). Während üblicherweise als Ergebnis neue Layer erzeugt werden, erlauben es manche Algorithmen, den Eingabelayer selbst zu verändern. Das ist praktisch, um mehrfache Objektänderungen mittels fortschrittlicher und komplexer Methoden zu automatisieren.

So ändern Sie Objekte insitu:

  1. Wählen Sie den Layer, den Sie bearbeiten möchten, im Bedienfeld Layer aus.

  2. Wählen Sie die entsprechenden Objekte aus. Diesen Schritt können Sie überspringen, dann werden die Änderungen auf den ganzen Layer angewendet.

  3. Drücken Sie die Schaltfläche processSelected Objekt insitu ändern oben in Processing toolbox. Die Liste der Algorithmen ist gefiltert, es werden nur diejenigen angezeigt, die mit der insitu-Verarbeitung funktionieren, d.h.:

    • Sie arbeiten an der Objektquelle und nicht auf Ebene des Layers.

    • Sie ändern die Struktur des Layers nicht, z.B. Felder anlegen oder entfernen.

    • Sie ändern den Geometrietyp nicht, z.B. von Linie zu Punkt.

    ../../../_images/edit_inplace_algorithms.png

    Verarbeitungswerkzeuge: alle (links) und insitu-Änderung (rechts)

  4. Wählen Sie den Algorithmus, den Sie ausführen wollen und doppelklicken Sie darauf.

    Bemerkung

    Falls der Algorithmus keine weiteren Nutzereingaben erfordert (abgesehen von Eingabelayer und Ausgabelayer), wird er sofort ausgeführt, ohne dass sich das Eingabefenster öffnet.

    1. Falls der Algorithmus andere Nutzereingaben als Ein- und Ausgabelayer erfordert, öffnet sich sein Eingabefenster. Geben Sie alle Pflichtangaben ein.

    2. Klicken Sie auf Gewählte Objekte ändern oder Alle Objekte ändern je nachdem, ob des eine aktive Auswahl gibt.

    Die Änderungen werden auf den Layer angewendet und im Editierspeicher festgehalten: tatsächlich wird der Bearbeitungsstatus des Layers angeschaltet, wie Sie am Symbol editableEdits neben dem Layernamen erkennen können.

  5. Drücken Sie wie üblich saveEdits Layeränderungen speichern, um die Änderungen im Layer zu speichern. Sie können stattdessen auch auf undo Rückgängig klicken, um alle Änderungen rückgängig zu machen.