15.3. Editierfunktionen

QGIS bietet verschiedene Möglichkeiten um OGR-, SpatiaLite-, PostGIS-, MSSQL Spatial- und Oracle Spatial Vektorlayer und -tabellen zu editieren.

Bemerkung

Die Vorgehensweise GRASS Layer zu bearbeiten ist anders - siehe Abschnitt Digitalisieren und Editieren eines GRASS Vektorlayers für Details.

Achtung

Zeitgleiches Editieren

Diese Version von QGIS kontrolliert nicht, ob noch jemand ein Objekt zur gleichen Zeit editiert wie Sie. Die zuletzt schreibende Person gewinnt.

Tipp

Bearbeitungen validieren

Sie können die fortwährende Validierung für einzelne Layer über den Tab Layereigenschaften ► Digitalisieren aktivieren. Mehr dazu unter Digitizing Properties.

15.3.1. Einrasttoleranz und Suchradius einstellen

Unter dem Menüpunkt Einstellungen ► Optionen… ► Digitalisieren bietet QGIS eine Anzahl von Parametern, mit der Sie das Standardverhalten der Editierwerkzeuge einstellen können. Weitere Informationen finden Sie unter Digitizing Settings.

Damit Sie die Geometrien von Vektorlayern optimal und akkurat bearbeiten können, ist es notwendig, dass Sie geeignete Werte für die Einrasttoleranz und den Suchradius für die Stützpunkte eines Objekts einstellen. Die Gruppe Einrasten bietet entsprechende Optionen, nämlich die Einstellung der Einrasttoleranz und des Suchradius für die Stützpunktbearbeitung.

  • Einrasttoleranz: Wenn Sie einen neuen Stützpunkt digitalisieren oder einen vorhandenen verschieben, ist die Einrasttoleranz diejenige Distanz, innerhalb derer QGIS nach dem nächsten Stützpunkt oder Segment sucht, um Ihren Stützpunkt damit zu verbinden. Wenn Sie sich außerhalb der Einrasttoleranz befinden, wird QGIS den Stützpunkt an derjenigen Stelle platzieren, an der Sie die Maustaste loslassen, anstatt ihn an einem vorhandenen Stützpunkt oder Segment einzurasten.

    Die Einstellung für die Einrasttoleranz beeinflusst alle Werkzeuge, die mit Einrasten arbeiten und wird standardmäßig auf neue Layer und Projekte angewendet. Auf Layerebene kann sie jedoch geändert werden (siehe Optionen für das Einrasten und Digitalisieren).

  • Suchradius: Der Suchradius für Stützpunktbearbeitung ist diejenige Distanz, die QGIS benutzt, um nach dem zu selektierenden Stützpunkt zu suchen, wenn Sie in die Karte klicken. Befindet sich der Klick nicht innerhalb des Suchradius, wird QGIS keinen Stützpunkt für die Bearbeitung auswählen.

Einrasttoleranz und Suchradius stellen Sie in Karteneinheiten oder Pixeln ein, so dass Sie vielleicht experimentieren müssen, um sie passend einzustellen. Wenn Sie eine zu große Toleranz angeben, fängt QGIS vielleicht den falschen Stützpunkt, besonders wenn Sie es mit einer großen Anzahl von Stützpunkten innerhalb kurzer Distanz zu tun haben. Stellen Sie den Suchradius zu klein ein, wird nichts zum Verschieben gefunden.

15.3.2. Optionen für das Einrasten und Digitalisieren

Sie können globale Einstellungen für das Einrasten und Digitalisieren (Typ, Toleranz und Einheiten des Einrastens…) für das Projekt im Menü Projekt ► Einrastoptionen… ändern. In den Projekteinrasteinstellungen können Sie weitere Eigenschaften (Einrastlayer, Maßstabsabhängigkeit, topologisches Editieren,…) einstellen. Die guilabel:Einrastwerkzeugleiste stellt die meisten dieser Einstellungen zur Verfügung.

Standardmäßig ist Einrasten in einem Projekt deaktiviert, bis Sie auf den Knopf Einrasten Einrasten einschalten oder auf die Taste S drücken. Sie können Einrastmodus, Toleranz und Einheiten auch in dieser Werkzeugleiste konfigurieren.

15.3.2.1. Einrastoptionen

Sie haben drei Möglichkeiten, um die Layer, auf die eingrastet werden soll, auszuwählen:

  • Alle Layer: eine schnelle und einfache Einstellung für alle sichtbaren Layer im Projekt, so dass der Zeiger alle Stützpunkte und/oder Segmente fängt. In den meisten Fällen reicht es aus, diesen Fangmodus zu verwenden; passen Sie aber auf, wenn Sie diesen Modus in Projekten mit vielen Vektorlayern benutzen, weil es die Anwendung deutlich verlangsamen kann.

  • Aktueller Layer: nur der aktuelle Layer wird genutzt, eine praktische Möglichkeit die Topologie des Layers abzusichern, der bearbeitet wird.

  • Mit Erweiterte Konfiguration: können Sie für jeden Layer den Typ, die Toleranz und die Einheiten des Einrastens, die Überlappung sowie den Einrastmaßstab einschalten und anpassen (siehe Abb. 15.87). Wenn Sie einen Layer editieren und möchten seine Stützpunkte an einem anderen Layer einrasten, stellen Sie bitte sicher, dass der andere Layer angehakt ist und erhöhen Sie die Einrasttoleranz. Ist ein Layer in den Projekteinrasteinstellungen nicht angehakt, können Sie auf ihn nicht einrasten.

Beim Typ des Einrastens können Sie zwischen Vertex, Segment, Fläche, Zentroid, Segmentmitte and Lineienendpunkt wählen

QGIS wird die fangbaren Punkte unterschiedlich darstellen, je nachdem welcher Einrastmodus aktiv ist:

../../../_images/snap_vertex_icon.png
../../../_images/snap_segment_icon.png
../../../_images/snap_intersection_icon.png

Einrasten auf einen Stützpunkt: Quadrat

Einrasten auf Segment: Sanduhr

Einrasten auf Schnittpunkte: Kreuz

Sie können die Farbe dieser Symbole in den Einstellungen im Bereich Digitalisieren ändern.

Die Toleranz können Sie entweder in Karteneinheiten des Projekts oder in Pixel einstellen. Der Vorteil von Pixel ist, dass damit der Fangradius bei unterschiedlichen Kartenmassstäben konstant bleibt. 10 bis 12 px ist normalerweise ein guter Wert, der aber von der DPI-Zahl Ihres Bildschirms abhängig ist. Mit Karteneinheiten benutzen Sie für die Toleranz Realwelteinheiten. Wenn Sie z.B. eine Mindestdistanz zwischen Ihren Elementen sicherstellen wollen, hilft Ihnen diese Einstellung dabei, die Stützpunkte nicht zu dicht beieinander zu setzen.

../../../_images/editProjectSnapping.png

Abb. 15.87 Einrasteinstellungen (Erweiterte Konfiguration)

Bemerkung

In der Voreinstellung können nur sichtbare Objekte gefangen werden (d.h. Objekte, deren Stil dargestellt wird, mit Ausnahme von Layern, deren Symbolisierung „Keine Symbole“ ist). Sie können das Fangen unsichtbarer Objekte durch Anhaken von unchecked Einrasten auf verborgene Objekte aktivieren unter Einstellungen► options Optionen► Digitalisieren anschalten.

Tipp

Einrasten voreinstellen

Sie können das Einrasten als Voreinstellung für alle neuen Projekte im Reiter Einstellungen ► Optionen ► Digitalisierung anschalten. Sie können auch den Einrastmodus, die Einrasttoleranz und die Einrasteinheiten voreinstellen, die dann im Dialog Einrasteinstellungen vorausgewählt sind.

15.3.2.2. Fang auf Schnittpunkte aktivieren

Eine andere Möglichkeit stellt das snappingIntersection Einrasten auf Schnittpunkte aktivieren dar. Sie können damit auf Schnittpunkte der Geometrien von Layern einrasten, für die Einrasten aktiviert ist, selbst wenn es keinen Stützpunkt auf dem Schnittpunkt gibt.

15.3.2.3. Maßstabsabhängiges Einrasten setzen

In einigen Fällen kann das Einrasten sehr langsam werden. Dies wird häufig durch die Menge an Features in einigen Layern verursacht, für deren Berechnung und Verwaltung ein umfangreicher Index erforderlich ist. Einige Parameter sind vorhanden, um das Fangen nur zu ermöglichen, wenn sich die Kartenansicht innerhalb eines relevanten Maßstabsbereichs befindet. Dies erlaubt, die kostspielige Indexberechnung im Zusammenhang mit dem Fangen nur in einem Maßstab durchzuführen, der für das Zeichnen relevant ist.

Sie können die Maßstabsabhängigkeit beim Einrasten in Projekt ► Einrastoptionen… setzen. Die Maßstabsabhängigkeit st nur in der Erweiterten Konfiguration möglich.

Es stehen drei Modi für die Maßstabsabhängigkeit beim Einrasten zur Verfügung:

  • deaktiviert: Das Einrasten ist aktiv, unabhängig davon, wie der aktuelle Kartenmaßstab ist. Dies ist die Voreinstellung.

  • Global: Das Einrasten ist beschränkt und nur aktiv wenn der aktuelle Kartenmaßstab zwischen einem globalen Minimal- und Maximalwert liegt. Wenn Sie diesen Modus auswählen, werden zwei Eingabefelder aktiv, mit denen Sie die Maßstabsbereiche, in denen das Einrasten aktiv ist, konfigurieren können.

  • Je Layer: Legen Sie den Maßstabsbereich für das Einrasten für jeden Layer einzeln fest. Wenn Sie diesen Modus auswählen, werden zwei Spalten aktiv, mit denen Sie die Maßstabsbereiche für jeden Layer einzeln konfigurieren können.

Bitte beachten Sie, dass der Minimal- und der Maximalmaßstab den QGIS-Konventionen folgt: Der Minimalmaßstab ist am weitesten „rausgezoomt“, während der Maximalmaßstab am weitesten „reingezoomt“ ist. Sollten Sie den Minmal- oder Maximalmaßstab auf „0“ oder „nicht gesetzt“ einstellen, wird die Einstellung nicht beachtet.

15.3.2.4. Selbsteinrasten

Mit der Einstellung snappingSelf Selbsteinrasten können Sie auf diejenige Geometrie einrasten, die Sie gerade bearbeiten. Zusammen mit dem Bedienfeld erweiterte Digitalisierung, haben Sie damit eine praktische Möglichkeit, neue Kanten relativ zu vorhandenen Kanten oder Stützpunkten zu digitalisieren. Bitte benutzen Sie Selbsteinrasten mit Vorsicht, da es ungültige Geometrien erzeugen kann.

../../../_images/self_snapping.gif

Abb. 15.88 Objekte mit Selbsteinrasten zeichnen

15.3.2.5. Auf ein eigenes Gitter einrasten

Sie können die Einrastentfernung für jeden Layer individuell in den Layereigenschaften im Tab Digitalisieren einstellen. Indem Sie die Entfernung für die Geometriegenauigkeit einstellen aktivieren Sie ein Punktraster, dass sichtbar wird, sobald der Kartenmaßstab sich in einem für die Darstellung sinnvollen Bereich bewegt. Sie können nun auf die Gitterpunkte einrasten: alle Stützpunkte einer neuen oder geänderten Geometrie werden automatisch auf den nächstgelegenen Gitterpunkt eingerastet. Weitere Informationen bietet Digitizing Properties.

15.3.3. Topologisches Editieren

Im Dialog Einrasteinstellungen…` (Projekt ► Einrastoptionen) und in der Einrastwerkzeugleiste können Sie einige topolgische Funktionalitäten ein- und ausschalten.

15.3.3.1. Topologisches Editieren aktivieren

Die Schaltfläche topologicalEditing Topologisches Editieren aktivieren unterstützt Sie beim Editieren und Pflegen von Objekten mit gemeinsamen Grenzen. Wenn diese Option eingeschaltet ist, ‚erkennt‘ QGIS gemeinsame Objektgrenzen; wenn Sie gemeinsame Stützpunkte oder Segmente verschieben, wird QGIS sie auch in den benachbarten Objektgeometrien verschieben.

Das topologische Editieren funktioniert mit Objekten aus verschiedenen Layern, solange die Layer sichtbar sind und sich im Bearbeitungsmodus befinden.

In Layern mit Z-Werten wird das topologische Editieren den Z-Wert des Stützpunktes auf der Basis des Wertes der für die Verbindung benutzten Kante interpolieren.

15.3.3.2. Kontrolle über die Überlappungen

Durch die Steuerung der Überlappung können Sie neue Objekte zeichnen, die bestehende im ausgewählten Layer nicht überlappen, dies beschleunigt die Digitalisierung von aneinander angrenzenden Polygonen. Das Verhalten können Sie mit der Überlappungseinstellung steuern. Drei Modi stehen zu Auswahl:

  1. allowIntersections Überlappung zulassen (Standardeinstellung)

  2. avoidIntersectionsCurrentLayer Überlapppung auf aktiven Layer vermeiden: verhindert jegliche Überlappung mit anderen Objekten des Bearbeitungslayers. Wenn Sie die neuen Geometrien so digitalisieren, dass sie ihre Nachbarflächen überlappen, wird QGIS überlappende Teile der neuen Geometrien abschneiden und sie auf die Grenzen der vorhandenen Objekte einrasten. Dadurch müssen Sie die gemeinsamen Stützpunkte auf der Grenzlinie nicht eigens digitalisieren.

  3. avoidIntersectionsLayers Erweiterter Konfiguration folgen: damit können Sie die Überlappungseinstellungen für jeden Layer individuell im Modus Erweiterte Konfiguration setzen.

Bemerkung

Wenn die neue Geometrie vollständig durch vorhandene abgedeckt ist, wird sie gelöscht und und QGIS wird eine Fehlermeldung anzeigen.

Warnung

Benutzen Sie die Option Schnittpunkte vermeiden mit Vorsicht

Da diese Option neue überlappende Geometrien in jedem Polygonlayer zuschneidet, können Sie unerwartete Ergebnisse erhalten, wenn Sie es vergessen, sie auszuschalten, wenn Sie sie nicht mehr benötigen.

15.3.3.3. Automatische Spurverfolgung

Wenn Sie Erfassungs-Kartenwerkzeuge (Objekt hinzufügen, Teil hinzufügen, Ring hinzufügen, Objekte überarbeiten oder Objekte zerteilen) benutzen, müssen Sie normalerweise jeden einzelnen Stützpunkt des Objekts anklicken. Mit der automatischen Spurverfolgung können Sie den Digitalisierprozess beschleunigen, weil sie nicht mehr jeden Stützpunkt manuell setzen müssen:

  1. Schalten Sie das Werkzeug tracing Spurverfolgung über die Schaltfläche ein oder drücken Sie die Taste T.

  2. Fangen Sie einen Stützpunkt oder ein Segment des Objekts, an dessen Grenze entlang Sie digitalisieren wollen.

  3. Bewegen Sie die Maus über einen andern Stützpunkt oder ein anderes Segment, das sie fangen möchten. Anstelle der geraden Linie, die Sie überlicherweise erhalten, folgt das Gummiband dem Weg vom letztgefangenen Punkt bis zur aktuellen Mausposition.

    QGIS benutzt die Topologie des zugrundeliegenden Objekts, um den kürzesten Weg zwischen den beiden Punkten zu bestimmen. Die Spurverfolgung erfordert, dass das Einrasten in dem Layer, in dem sich das zu verfolgende Objekte befindet, eingeschaltet ist. Während Sie digitalisieren sollten Sie einen vorhanden Stützpunkt oder ein vorhandenes Segment fangen und sicherstellen, dass Anfangs- und Endpunkt durch vorhandene Objektgrenzen topologisch verbunden sind. Ansonsten ist QGIS nicht in der Lage sie zu verbinden und erzeugt eine gerade Verbindungslinie zwischen ihnen.

  4. Wenn Sie klicken, plaziert QGIS alle Zwischenstützpunkte entlang des dargestellten Weges.

Klappen Sie die tracing Spurverfolgung einschalten Schaltfläche auf und setzen Sie die Offset-Option, um einen Weg parallel zu den Objekten zu digitalisieren anstatt auf ihrer Grenze; ein positiver Wert verschiebt die neue Linie in Spurverfolgungsrichtung nach links und ein negativer Wert nach rechts.

Bemerkung

Justieren Sie den Kartenmaßstab oder die Fangeinstellungen für eine optimale Verfolgung

Wenn zu viele Objekte in der Karte gezeigt werden, ist Verfolgung möglicherweise deaktiviert, um potentielle langsame Verfolgung und große Speicherzuschläge zu vermeiden. Nach dem hereinzoomen oder dem ausblenden einiger Layer, ist die Funktion wieder aktiviert.

Bemerkung

Kein topologisches Editieren

Dieses Werkzeug fügt bestehenden Polygonen keine neuen Punkte hinzu, auch wenn Topologisches Editieren eingeschaltet ist. Falls die Geometriegenauigkeit des Bearbeitungslayers gesetzt ist, kann die sich ergebende Geometrie von der bestehenden abweichen.

Tipp

Schalten Sie die automatische Spurverfolgung schnell an oder aus, indem Sie T drücken

Durch Drücken der T Taste, können Sie die Spurverfolgung jederzeit an- und ausschalten, sogar während Sie ein Objekt digitalisieren. Damit ist es möglich, einige Teile eines Objekts mit aktivierter Spurverfolgung zu digitalisieren und andere nicht. Alle Werkzeuge verhalten sich normal, wenn die Spurverfolgung ausgeschaltet ist.

Tipp

Die Spurverfolgung in Kurvengeometrien umwandeln

Über Einstellungen ► Optionen ► Digitalisieren ► Spurverfolgung können Sie während des Digitalisierens Kurvengeometrien erzeugen. Siehe Optionen Digitalisieren.

15.3.4. Einen vorhandenen Layer editieren

In der Voreinstellung lädt QGIS Vektorlayer im reinen Lesemodus, um ungewolltes Editieren zu verhindern wenn Sie versehentlich die Maus verrutschen. Ansonsten können Sie aber alle Ebenen editieren, vorausgesetzt der Datenanbieter unterstützt das (siehe Exploring Data Formats and Fields) und die Datenquelle ist überhaupt schreibbar (d.h. ihre Dateien sind schreibbar).

Tipp

Beschränkung der Editierbarkeit von Layern innerhalb eines Projekts

Sie können jeden Layer in der Tabelle Projekt ► Eigenschaften… ► Datenquellen ► Layereigenschaften unabhängig vom Datenanbieter auf schreibgeschützt setzen. In einer Mehrbennutzerumgebung kann das praktisch sein, um zu verhindern, dass Nutzer fälschlicherweise einen Layer (z.B. eine Shapedatei) editieren, und damit die Daten möglicherweise beschädigen. Beachten Sie aber, dass die Einstellung nur im aktuellen Projekt gültig ist.

Die Werkzeuge zum Bearbeiten von Vektorlayern sind in die beiden Werkzeugleisten Digitalisierung und Erweiterte Digitalisierung, die im Abschnitt Erweiterte Digitalisierung beschrieben wird, aufgeteilt. Sie können beides unter Ansicht ► Werkzeugkästen ► an- oder abwählen. Wenn Sie die Digitalisierungswerkzeugleiste verwenden, können Sie folgende Funktionen ausführen:

In den grundlegenden Digitalisierfunktionen sind folgende Funktionen verfügbar:

Icon

Funktion

Icon

Funktion

allEdits

Änderungen in allen ausgewählten Layern gleichzeitig speichern, rückgängig machen oder abbrechen

toggleEditing

Den Bearbeitungsstatus des ausgewählten Layers oder der ausgewählten Layer auf der Grundlage ihres aktuellen Status an- oder ausschalten.

saveEdits

Die Änderungen im aktiven Layer speichern

newTableRow

Datensatz hinzufügen

capturePoint

Objekt hinzufügen: Punkt hinzufügen

captureLine

Objekt hinzufügen: Linie hinzufügen

capturePolygon

Objekt hinzufügen: Polygon hinzufügen

vertexTool

Knotenwerkzeug (alle Layer)

vertexToolActiveLayer

Knotenwerkzeug (aktueller Layer)

multiEdit

Attribute aller gewählten Objekten gleichzeitig ändern

deleteSelectedFeatures

Ausgewählte Objekte des aktiven Layers löschen

editCut

Ausgewählte Objekte des aktiven Layers ausschneiden

editCopy

Ausgewählte Objekte des aktiven Layers kopieren

editPaste

Objekte in den aktiven Layer einfügen

undo

Änderungen im aktiven Layer rückgängig machen

redo

Änderungen im aktiven Layer wiederholen

Tabelle Bearbeiten: Funktionen der Werkzeugleiste Digitalisierung

Beachten Sie, dass Sie während der Nutzung des Digitalisierungswerkzeugs, weiterhin in dem Kartenfenster zoom or pan können, ohne den Fokus auf das Werkzeug zu verlieren.

Beginnen Sie jeden Editiervorgang mit einem Click auf den Eintrag toggleEditing Bearbeitungsmodus umschalten den Sie entweder im Kontextmenü eines Layers, in der Attributtabelle, der Digitalisierungswerkzeugleiste oder dem Menü Layer finden.

Sobald der Layer im Bearbeitungsmodus ist, werden zusätzliche Werkzeuge verfügbar und Markierungen an den Eckpunkten alles Objekte erscheinen, bis Sie die Markierungen nur für gewählte Objekte anzeigen Option unter Einstellungen ► Optionen… ► Digitalisierung aktiviert haben.

Tipp

Regelmäßiges Sichern der Daten

Denken Sie daran saveEdits Layeränderungen regelmäßig zu speichern. Dies überprüft auch dass Ihre Datenquelle alle Änderungen akzeptiert.

15.3.4.1. Objekte digitalisieren

Abhängig von der Art des Layers benutzen Sie eine der Schaltflächen newTableRow Objekt hinzufügen, capturePoint Punktobjekt hinzufügen, captureLine Linienobjekt hinzufügen oder capturePolygon Polygonobjekt hinzufügen in der Werkzeugleiste, um neue Objekte zum aktiven Layer hinzuzufügen.

Fügen Sie ein geometrieloses Objekt hinzu, indem Sie auf den Knopf newTableRow Objekt hinzufügen klicken, danach tragen Sie im sich öffnenden Objektformular die Attributwerte ein.

Erzeugen Sie Objekte mit den Geometriewerkzeugen, indem Sie zunächst die Geometrie digitalisieren, danach geben Sie die Attributwerte ein. So digitalisieren Sie die Geometrie:

  1. Klicken Sie mit der linken Maustaste in den Bereich der Karte, an dem Sie den ersten Punkt Ihres neuen Objekts erzeugen möchten. Für Punktobjekte sollte das schon genügen und, falls benötigt, das Objektformular öffnen, in das Sie die Attributwerte eintragen.

  2. Machen Sie bei Linien- oder Polygonobjekten weitere Klicks mit der linken Maustaste für jeden weiteren Punkt, den Sie erfassen möchten. Sie können sich auf die Optionen für das Einrasten, das Einrasten auf ein eigenes Gitter oder das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung stützen, um jeden Stützpunkt genau zu platzieren.

    Während Sie durch weitere Klicks Stützpunkte platzieren, können Sie Linien und Polygone:

    • mit der Automatischen Spurverfolgung beschleunigt digitalisieren. Damit erzeugen Sie aufeinander folgende gerade Linien zwischen den platzierten Stützpunkten.

    • freihand digitalisieren. Drücken Sie dafür die Taste R oder aktivieren Sie den Modus streamingDigitize Laufende Digitalisierung in der Werkzeugleiste Erweiterte Digitalisierung.

    Bemerkung

    Wenn Sie die Entfernen oder Backspace Taste drücken, entfernt das den letzthinzugefügten Knoten.

  3. Wenn Sie alle Punkte digitalisiert haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle, um die Digitalisierung der Geometrie dieses Objektes abzuschließen.

    Bemerkung

    Während Sie eine Linie oder ein Polygon digitalisieren, können Sie zwischen den Werkzeugen Linienobjekt hinzufügen und circular string tools hin- und herschalten, um zusammengesetzte Geometrien mit Bögen zu erzeugen.

    Tipp

    Das Digitalisierungsgummiband anpassen

    Während des Erfassens von Polygonen kann das voreingestellte rote Band unterliegende Objekte oder Orte verstecken, um einen Punkt zu erfassen. Dies kann durch Einstellen einer geringeren Opazität (oder Alpha-Kanal) des Bands ausgebessert werden Farbe füllen im Menü Einstellungen ► Optionen ► Digitalisierung. Sie können auch die Verwendung des Gummibands vermeiden Don’t update rubber band during node editing.

  4. Wenn Sie ein Linienobjekt digitalisieren, schließt Umschalt + Rechtsklick die Linie automatisch.

  5. Das Attributformular wir sich öffnen, in das Sie die Informationen für das neue Objekt eingeben können. Abb. 15.89 zeigt die Attributeingabe für einen neuen Fluss. Im Menü Einstellungen ► Optionen können Sie im Bereich Digitalisieren auch folgende Einstellungen vornehmen:

    • checkbox Attributeingabeformular bei der Objekterstellung unterdrücken um das Öffnen des Formulares zu vermeiden

    • oder checkbox Letzte Attributwerteingaben wiederverwenden um Felder beim Öffnen automatisch gefüllt zu haben und nur ändernde Werte zu korrigieren.

../../../_images/editDigitizing.png

Abb. 15.89 Das Attributformular nach dem Digitalisieren eines neuen Vektorobjekts

15.3.4.2. Das Knotenwerkzeug

QGIS bietet Ihnen zwei Werkzeuge zum Bearbeiten der Stützpunkte von Objekten in Vektorlayern an:

  • vertexToolActiveLayer Knotenwerkzeug (Aktueller Layer): nur übereinanderliegende Objekte im aktiven Layer (im Bedienfeld Layer) werden bearbeitet

  • vertexTool Knotenwerkzeug (alle Layer): übereinanderliegende Objekte in allen editierbaren Layern werden bearbeitet. Damit können Sie Objekte bearbeiten ohne den aktiven Layer wechseln zu müssen oder mehrere Layer gleichzeitig (z.B. Grenzen eines Landes und seiner Regionen)

Die Knotenwerkzeuge bieten Ihnen für jeden editierbaren Vektorlayer Bearbeitungsmöglichkeiten für Stützpunkte, ähnlich wie sie in CAD-Programmen vorhanden sind. Sie können mehrere Stützpunkte auf einmal auswählen und sie verschieben, neue hinzufügen oder sie alle zusammen löschen. Die Knotenwerkzeuge unterstützen Sie auch beim topologischen Editieren. Ihre Auswahl bleibt bestehen, also wenn Sie eine Operation ausführen bleibt die Auswahl für das jeweilige Objekt und Werkzeug aktiv.

Es ist wichtig die Eigenschaften unter menuselection:Einstellungen –> options Optionen ► Digitalisierung ► Suchradius: selectNumber auf eine Zahl größer als Null einzustellen. Andernfalls ist QGIS nicht in der Lage mitzuteilen welcher Stützpunkt bearbeitet werden soll und wird einen Warnhinweis zeigen.

Tipp

Stützpunktmarkierungen

QGIS unterstützt verschiedene Arten von Stützpunktmarkierungen: ‚Teiltransparenter Kreis‘, ‚Kreuz‘ und ‚Keine‘. Um die Markierung zu ändern wählen Sie den Menüpunkt options Optionen im Menü Einstellungen und klicken Sie auf den Tab Digitalisieren. Dort wählen Sie den passenden Eintrag.

Eine einfache Übung

Gegeben sei ein Layer im Bearbeitungsmodus. Aktivieren Sie das Knotenwerkzeug. Rote Kreise erscheinen, wenn Sie die Maus über Stützpunkte bewegen.

  • Selecting vertices: You can select vertices by:

    • Clicking on them one at a time holding Shift key pressed

    • Click-and-dragging a rectangle surrounding the target vertices

    • Drawing a polygon surrounding the target vertices: Hold Alt and click using the vertex tool to start digitizing a polygon. Each subsequent click adds a new vertex to the rubberband polygon. Backspace or Delete removes last added rubberband vertex. Esc cancels the polygon selection mode, as also does backspacing/deleting all of the rubberband’s vertices. Right click finalizes the polygon digitizing and selects all vertices within the rubberband polygon.

    When a vertex is selected, its color changes to blue. To add more vertices to the current selection, hold down the Shift key while proceeding as above. To remove vertices from the selection, hold down Ctrl.

    Tipp

    Feature selection bounds vertex tool

    Vertices can be selected accross different features (or layers). If you are looking for vertices of a specific feature in a crowded place, first select that feature. Then draw the rectangle or polygon selector with the vertex tool around the vertices: only the selected feature’s vertices are selected.

    This is also the case if you display the feature in the vertex editor panel.

  • Stützpunkte im Stapelbetrieb auswählen: Der Stapelbetriebsmodus wird durch drücken von Umschalt+R aktiviert. Wählen Sie einen ersten Stützpunkt durch einen einzelnen Klick aus und bewegen Sie den Mauszeiger ohne zu klicken über einen anderen Stützpunkt. Diese Aktion wählt alle Stützpunkte zwischen den beiden aus, wobei (für Polygone) der kürzeste Weg zwischen beiden benutzt wird.

    ../../../_images/vertex_batch_selection_mode.png

    Abb. 15.90 Stützpunkte im Stapelbetrieb mit Umschalt+R auswählen

    Wenn Sie Strg drücken, wird die Auswahl umgekehrt, so dass der längste Weg entlang der Objektgrenze benutzt wird. Die Stützpunktauswahl im Stapelbetrieb wird mit einem zweiten Klick abgeschlossen, oder mit Esc abgebrochen.

  • Adding vertices: To add a vertex to a line or polygon geometry, hold Shift and double-click the place on the segment.

    When hovering a segment, a virtual new node appears on the center. Click on it, move the cursor to a new location and click again to add a new vertex. For lines, a virtual node is also proposed at both extremities: click on it, do subsequent clicks and finish with a right-click; this allows to easily extend an existing line.

    ../../../_images/vertex_add_node.png

    Abb. 15.91 Virtuelle Knoten um Stützpunkte hinzuzufügen

  • Stützpunkte löschen: Wählen Sie die Stützpunkte und klicken Sie die Entfernen Taste. Das Löschen aller Stützpunkte erzeugt ein geometrieloses Objekt, sofern das mit der Datenquelle vereinbar ist. Beachten Sie, dass das nicht das gesamte Objekt löscht, sondern nur den Geometrieteil; um ein Objekt in Gänze zu löschen, müssen Sie das |deleteSelected| Ausgewähltes löschen Werkzeug benutzen.

  • Moving vertices: Select all the vertices you want to move, click on a selected vertex or edge, and click on the desired new location. You can use the snapping to feature capabilities and the Advanced Digitizing Panel constraints for distance, angles, exact X and Y location before the second click. All the selected vertices will be translated.

    However, if the snap-to-grid option is enabled, selected vertices are snapped to the closest grid intersection to their translated position. Unselected vertices are also moved to their closest grid intersection. There is no simple translation.

    ../../../_images/vertex_snap_to_grid.png

    Abb. 15.92 Moving the top vertex snaps all the vertices to the grid

Each change made with the vertex tool is stored as a separate entry in the Undo dialog. Remember that all operations support topological editing when this is turned on. On-the-fly projection is also supported.

Das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung

With enabling a vertex tool, you also open the Vertex Editor panel. Right-clicking over a feature fills the panel with the list of all the vertices of the feature with their x, y (z, m if applicable) coordinates and r (for the radius, in case of circular geometry). The feature is also made exclusive for editing, meaning that the edit of any other features is disabled: new vertices can only be added to the bound feature, selecting and moving of vertices and segments by clicking or dragging the map canvas is only possible for that feature. Also, select a row in the table does select the corresponding vertex in the map canvas, and vice versa. Change a coordinate in the table and the vertex position is updated. You can also select multiple rows and delete them altogether.

../../../_images/vertex_editor_panel.png

Abb. 15.93 Das Bedienfeld Stützpunktbearbeitung mit ausgewählten Knoten

15.3.4.3. Objekte ausschneiden, kopieren und einfügen

Ausgewählte Objekte können ausgeschnitten, kopiert und an andere Ebenen im aktuellen QGIS-Projekt übergeben (eingefügt) werden, wenn sich der Ziellayer auch im Editiermodus befindet, indem Sie nach Auswahl des Ziellayers auf den Knopf toggleEditing Bearbeitungsstatus umschalten klicken.

Tipp

Polygone in Linien und umgekehrt transformieren mit copy/paste

Kopieren Sie ein Linienobjekt und fügen Sie ihn in ein Polygonlayer ein: QGIS fügt ihn in den Ziellayer dessen Begrenzung am nächsten der Geometrie des Linienobjekts entspricht. Dies ist ein einfacher Weg, um verschiedene Geometrien der selben Daten zu erzeugen.

Objekte können an externe Anwendungen als Text übergeben werden. Dabei werden die Objekte im CSV-Format dargestellt und die Geometriedaten im OGC Well-Know Text (WKT) Format. WKT und GeoJSON–Objekte von außerhalb können ebenso in einen Layer innerhalb von QGIS eingefügt werden.

Aber wann macht es Sinn, Objekte zum kopieren, auszuschneiden und einzufügen? Ein Beispiel ist, wenn Sie parallel an mehreren Layern arbeiten und Objekte zwischen den Layern hin- und herkopieren möchten. Ein Szenario könnte sein, dass Sie einen neuen Layer erstellen möchten, in dem aber nur einige Objekte aus einem bereits existierenden Layer verwendet werden sollen, wie etwa 5 Seen aus der Karte lakes.shp , die insgesamt aber tausende Seen enthält.

Als Beispiel werden wir einige Seen in einen neuen Layer kopieren:

  1. Laden Sie den Layer, von dem Sie einige Objekte kopieren wollen (Quelle)

  2. Laden oder erstellen Sie einen Layer, in den die kopierten Objekte eingefügt werden sollen (Ziel)

  3. Schalten Sie für den Ziel Layer den Bearbeitungsstatus ein

  4. Stellen Sie die Quelle aktiv, indem Sie es in der Legende anklicken

  5. selectRectangle Objekte über Fläche oder Einzelklick wählen um Objekte aus dessen Quelllayer zu wählen

  6. Klicken Sie auf das Icon editCopy Objekte kopieren

  7. Stellen Sie das ‚Ziel‘ aktiv, indem Sie es in der Legende anklicken

  8. Klicken Sie auf das Icon editPaste Objekte einfügen

  9. Beenden Sie den Bearbeitungsstatus für beide Layer und speichern Sie das Ergebnis ab

Was passiert, wenn der Quell- und Ziellayer ein unterschiedliches Schema enthält (Spaltennamen und -typen unterscheiden sich)? QGIS verwendet die Einträge, die gleich sind und ignoriert den Rest. Wenn es Ihnen egal ist, ob die Attribute korrekt übernommen werden, dann ist es egal, wie Sie die Spaltennamen und -typen der Attributtabelle erstellen. Wenn auch die Attributdaten korrekt übernommen werden sollen, dann stellen Sie sicher, dass auch die Spaltennamen und -typen beider Layer zueinander passen.

Bemerkung

Deckungsgleichheit eingefügter Objekte

Wenn Ihre Quell- und Ziellayer die gleiche Projektion verwenden dann haben die eingefügten Objekte die identische Geometrie wie der Quellayer. Wenn der Ziellayer jedoch eine andere Projektion hat dann kann QGIS nicht garantieren dass die Geometrie identisch ist. Dies ist einfach aus dem Grund so, dass sich kleine Rundungsfehler ergeben wenn zwischen Projektionen konvertiert wird.

Tipp

Zeichenketten Attribut in ein anderes kopieren

Wenn Sie eine neue Spalte in die Attributtabelle mit dem Typ ‚string‘ erstellt haben und die Werte von einer anderen Attributspalte einfügen, die eine größere Länge als die Länge der Spaltengröße hat, wird diese auf den gleichen Betrag verlängert werden. Dies ist so, weil der GDAL Shapedatei Driver beginnend ab GDAL/OGR 1.10 String und Integer Fehler auto-erkennt und die Felder auf die benötigte Länge der eingefügten Daten anpasst.

15.3.4.4. Ausgewählte Objekte löschen

Wenn Sie ein gesamtes Objekt (Attribute und Geometrie) löschen wollen, können Sie das tun, indem Sie zunächst die Geometrie der selectRectangleObjekte über Fläche oder Einzelklick wählen auswählen. Die Auswahl kann auch über die Attributtabelle erfolgen. Sobald Sie die Auswahl festgelegt haben, drücken Sie :knd:`Entfernen` oder Rücktaste oder nutzen Sie |deleteSelected| Ausgewähltes löschen um die Objekte zu löschen. Mehrfachauswahlen können ebenso auf einmal gelöscht werden.

Das Werkzeug editCut Ausgewählte Objekte ausschneiden kann auch benutzt werden, um Objekte zu löschen. Die Objekte werden gelöscht aber zusätzlich noch im ‚spatial clipboard‘ abgelegt. In diesem Fall könnte man dann den letzten Schritt, falls ein Fehler unterlaufen ist, wieder rückgängig machen, indem wir auf das Werkzeug editPaste Objekte einfügen drücken. Ausschneiden, kopieren und übergeben von Objekten funktioniert mit den gerade ausgewählten Objekten und können nach Bedarf kombiniert verwendet werden.

15.3.4.5. Rückgängig und Wiederholen

Mit dem undo Rückgängig und redo Wiederholen Werkzeug können Sie Vektorbearbeitungsoperationen rückgängig machen oder wiederholen. Es gibt auch ein andockbares Bedienfeld das alle Operationen im Rücknahme-/Wiederholungsverlauf zeigt (siehe Figure_edit_undo). Dieses Bedienfeld wird nicht standardmäßig angezeigt; es kann angezeigt werden, indem Sie mit rechts auf die Werkzeugleiste klicken und das Rücknahme/Wiederholungs-Kontrollkästchen aktivieren. Rücknahme/Wiederholung ist auch dann aktiv wenn das Bedienfeld nicht angezeigt wird.

../../../_images/redo_undo.png

Abb. 15.94 Rückgängig und Wiederholen von Digitalisierschritten

Wenn Rückgängig oder Strg+z (oder:kbd:Cmd+z) gedrückt wird, wird der Status aller Objekte und Attribute auf den Status zurückgesetzt, den sie vor der zurückgenommenen Aktion hatten. Es kann sein, dass Änderungen die keine normalen Vektorbearbeitungsoperationen sind (z.B. Änderungen, die durch ein Plugin durchgeführt wurden) nicht rückgängig gemacht werden können. Dies hängt davon ab, wie die Änderungen durchgeführt werden.

Wenn Sie Rücknahme/Wiederholung verwenden wollen klicken Sie einfach auf eine Operation in der History; alle Objekte werden dann auf den Stand vor der ausgewählten Operation zurückgesetzt.

15.3.4.6. Änderungen speichern

Wenn ein Layer im Bearbeitungsmodus ist behält QGIS alle Änderungen im Speicher. Aus diesem Grund werden diese nicht umgehend der Datenquelle oder -platte übermittelt. Wenn Sie Bearbeitungen in dem aktuellen Layer speichern wollen aber mit dem Bearbeiten fortfahren wollen ohne den Bearbeitungsmodus verlassen zu wollen können Sie den saveEdits Layeränderungen speichern Knopf klicken. Wenn Sie den Editiermodus mit toggleEditing Bearbeitungsstatus umschalten aussschalten wollen werden Sie ebenfalls gefragrt ob Sie Ihre Änderungen speichern oder verwerfen wollen.

Wenn die Änderungen nicht gespeichert werden können (z.B. weil die Festplatte voll ist oder Attribute Werte aufweisen, die außerhalb der Wertespanne liegen), bleiben die Änderungen erstmal im QGIS Arbeitsspeicher. Dies ermöglicht es, Änderungen vorzunehmen und dann nochmals die Daten zu speichern.

Tipp

Datenintegrität

Es ist immer gut ein Backup von Ihren Daten zu machen bevor Sie mit dem Bearbeiten starten. Während die Autoren von QGIS sich bemühen die Integrität Ihrer Daten zu bewahren bieten wir keine Garantie in dieser Hinsicht.

Mehrere Layer auf einmal speichern

Mit dieser neuen Funktion können Sie mehrere Layer digitalisieren. Wählen Sie fileSaveAs Layeränderungen speichern um alle Änderungen, die Sie in mehreren Layern gemacht haben, zu speichern. Sie haben auch die Möglichkeit rollbackEdits Verwerfen für gewählte Layer zu benutzen so dass die Digitalisierung für alle selektierten Layer rückgängig gemacht werden kann. Wenn Sie das Bearbeiten der selektierten Layer beenden wollen kann man das einfach mit der Funktion cancelEdits Abbruch für gewählte Layer erreichen.

Die gleichen Funktionen sind für das Bearbeiten aller Layer des Projektes zugängig.

Tipp

Transaktionsgruppen benutzen, um Änderungen in mehreren Layern zu bearbeiten, zu speichern oder zurückzunehmen

Aktivieren Sie Option Wenn möglich automatisch Transaktionsgruppen erstellen im Menü Projekt ► Einstellungen… ► Datenquellen beim Arbeiten mit Layern aus der selben PostGreSQL-Datenbank, um ihr Verhalten zu synchronisieren (den Bearbeitungsstatus zusammen umschalten, Änderungen gleichzeitig speichern oder verwerfen).

15.3.5. Erweiterte Digitalisierung

Icon

Funktion

Icon

Funktion

cad

Erweiterte Digitalsierungswerkzeuge einschalten

digitizeWithCurve

Digitize with Curve

streamingDigitize

Enable Stream Digitizing

moveFeature moveFeatureLine moveFeaturePoint

Objekt(e) verschieben

moveFeatureCopy moveFeatureCopyLine moveFeatureCopyPoint

Objekt(e) kopieren und verschieben

rotateFeature

Objekt(e) drehen

simplify

Objekt vereinfachen

scaleFeature

Scale Feature

addRing

Ring hinzufügen

addPart

Teil hinzufügen

fillRing

Ring füllen

reverseLine

Linie umkehren

deleteRing

Ring löschen

deletePart

Teil löschen

offsetCurve

Linie versetzen

reshape

Objekte überarbeiten

splitParts

Teile zerlegen

splitFeatures

Objekte trennen

mergeFeatureAttributes

Attribute gewählter Objekte vereinen

mergeFeatures

Gewählte Objekte verschmelzen

rotatePointSymbols

Punktsymbole drehen

offsetPointSymbols

Punktsymbolversatz

trimExtend

Objekt abschneiden/ausdehnen

Tabelle Erweiterte Digitalisierung: Werkzeugleiste Erweiterte Digitalisierung für Vektorlayer

15.3.5.1. Straight, curve and stream digitizing

The digitizeWithCurve Digitize with Curve tool allows you to draw curves in layers with geometries that support curves. Digitizing a curve requires to provide three points along the curve (start, point along the arc, end) which define it.

The streamingDigitize Stream Digitizing tool allows you to activate and deactivate stream digitizing which allows to create features in freehand mode.

The streaming tolerance affects the spacing between consecutive vertices. Currently, the only supported unit is pixels (px).

15.3.5.2. Objekt(e) verschieben

Mit dem moveFeature Objekt(e) verschieben Werkzeug können Sie bestehende Objekte verschieben.

  1. Wählen Sie die Objekte aus, die Sie verschieben möchten.

  2. Klicken Sie in das Kartenfenster, um den Quellpunkt der Verschiebung zu markieren; Sie können das Einrasten benutzen, um einen exakten Punkt auszuwählen.

    Sie können auch die Einstellungen im Bedienfeld advanced digitizing constraints benutzen, um die exakten Koordinaten des Quellpunktes zu setzen. In diesem Falle:

    1. Klicken Sie zunächst auf die Schaltfläche cad , um das Bedeinfeld zu aktivieren.

    2. Tippen Sie x und tragen Sie den entsprechenden Wert für den Quellpunkt ein, den Sie benutzen wollen. Drücken Sie dann die Schaltfläche locked neben der Eingabezeile, um den Wert zu sperren.

    3. Genauso für die y-Koordinate.

    4. Klicken Sie ins Kartenfenster und Ihr Quellpunkt wird an den eingegebenen Koordinaten platziert.

  3. Bewegen Sie den Mauszeiger über das Kartenfenster, um den Zielpunkt der Verschiebung zu markieren, wobei Sie weiterhin den Einrastmodus benutzen können oder, wie oben beschrieben, bennutzen Sie das Bedeinfeld Erweiterte Digitalisierung, das Ihnen zusätzliche Abstand- und ``Winkel``einschränkungen anbietet, um den Zielpunkt der Verschiebung zu platzieren.

  4. Klicken Sie ins Kartenfenster: Alle Objekte werden an ihren neuen Ort verschoben.

Mit dem Werkzeug moveFeatureCopy Objekt(e) kopieren und verschieben können Sie gleichermaßen eine verschobene Kopie der Objekte erzeugen.

Bemerkung

Wenn kein Objekt ausgewählt ist, während Sie das erste mal mit einem der Werkzeuge Objekt(e) verschieben oder Objekt(e) kopieren und verschieben ins Kartenfenster klicken, wird nur das Objekt unter dem Mauszeiger von der Aktion betroffen. Sollten Sie also mehrere Objekte verschieben wollen, sollten sie vorher ausgewählt worden sein.

15.3.5.3. Objekt(e) drehen

Mit dem Werkzeug rotateFeature Objekt drehen können Sie ein oder mehrere Objekte im Kartenfenster drehen.

  1. Drücken Sie auf die Schaltfläche rotateFeature Objekt drehen

  2. Klicken Sie auf das Objekt, das sie drehen möchten. Der Flächenschwerpunkt des Objekts wird als Drehmittelpunkt markiert und ein Eingabefeld erscheint, das den aktuellen :guilabel:`Rotation`swinkel anzeigt.

  3. Klicken Sie ins Kartenfenster, wenn Sie mit der neuen Position zufrieden sind oder geben Sie den Drehwinkel händisch in das Eingabefeld ein. Sie können auch die Eingabe Einrasten auf ° benutzen, um den Winkel einzuschränken.

  4. Wollen Sie mehrere Objekte auf einmal drehen, sollten Sie sie zuerst auswählen. Der Drehmittelpunkt ist dann der Schwerpunkt ihrer verbundenen Geometrien.

Sie können auch einen anderen Drehmittelpunkt als den Flächenschwerpunkt benutzen: klicken Sie ins Kartenfenster während Sie die Taste Strg drücken und der angeklickte Punkt wird der neue Drehmittelpunkt.

Wenn Sie Shift vor dem Klick auf die Karte halten, wird die Drehung in 45 Grad Schritten erfolgen, was anschließend in dem Benutzerinterface-Widget bearbeitet werden kann.

Zum Abbrechen der Objektdrehung, drücken Sie die Taste ESC oder klicken Sie auf die Schaltfläche rotateFeature Objekt(e) drehen.

15.3.5.4. Scale Feature

The scaleFeature Scale Feature tool is similar to the Rotate feature. Though instead of performing a rotation of selected features, it rescales their geometry. The change is performed in relation to the anchor point and the scale ratio can be manually specified in the widget that appears in the upper corner of the canvas.

15.3.5.5. Objekt vereinfachen

Mit dem Werkzeug simplify Objekt vereinfachen können Sie die Form einer Linie oder eines Polygons interaktiv verändern, indem Sie die Anzahl der Stützpunkte verringern oder verdichten, so lange die Geometrie dabei gültig bleibt:

  1. Wählen Sie das Werkzeug simplify Objekt vereinfachen.

  2. Klicken Sie auf das Objekt oder ziehen Sie ein Rechteck über die Objekte auf.

  3. Ein Eingabefeld öffnet sich, in dem Sie die zu verwendende Methode festlegen können, d.h. ob Sie:

    • die simplify the geometry wollen, so dass sie weniger Stützpunkte als die Ausgangsgeometrie enthält. Die zur Verfügung stehenden Methoden sind Nach Abstand vereinfachen, Durch Einrasten auf Gitter vereinfachen oder Durch Fläche vereinfachen (Visvalingam). Dann müssten Sie noch die Toleranz in Layereinheiten, Pixel oder Karteneinheiten angeben, die für die Vereinfachung benutzt werden soll. Je höher die Toleranz, desto mehr Stützpunkte werden entfernt.

    • oder die densify the geometries wollen, indem mit der Option Glatt neue Stützpunkte eingefügt werden: für jeden bestehenden Stützpunkt werden zwei Stützpunkte auf jedes von ihm ausgehende Segment gesetzt, und zwar in der mit Versatz definierten Entfernung, wobei der Versatz dem Prozentanteil der Segmentlänge entspricht. Mit Wiederholungen legen Sie fest, wie oft die Platzierung wiederholt werden soll: je mehr Wiederholungen Sie einstellen, desto mehr Stützpunkte werden eingefügt und desto regelmäßiger wird das Objekt.

    Wenn Sie ein Projekt schließen oder eine Editiersitzung beenden, werden Einstellungen, die Sie benutzt haben, gespeichert. Sie können also die selben Parameter wieder benutzen, wenn Sie das nächste mal ein Objekt vereinfachen.

  4. Unten im Eingabefenster wird eine Zusammenfassung der Veränderungen angezeigt, die sich ergäben; dabei wird die Anzahl der Objekte und Stützpunkte aufgelistet (vor und nach der Operation sowie das Verhältnnis daraus). Zusätzlich wird im Kartenfenster die zu erwartende Geometrie über die bestehende mithilfe der Gummibandfarbe dargestellt.

  5. Sobald die zu erwartende Geometrie Ihren Vorstellungen entspricht, klicken Sie OK, um die Änderung anzuwenden. Sollten Sie die Operation abbrechen wollen, klicken Sie auf Abbrechen oder klicken Sie mit rechts in das Kartenfenster.

Bemerkung

im Gegensatz zur Objektvereinfachung im Menü Einstellungen ► Optionen ► Darstellung, welches die Geometrie nur zur Darstellung vereinfacht, bearbeitet das Werkzeug simplify Objekt vereinfachen die Geometrie in der Datenquelle.

15.3.5.6. Teil hinzufügen

Sie können zu einem ausgewählten Objekt einen addPart Teil hinzufügen, das erzeugt ein Multipunkt-, Multilinie- oder Multipolygonobjekt. Der neue Teil muss außerhalb des bereits vorhandenen digitalisiert werden, der vorher ausgewählt werden sollte.

Die Schaltfläche addPart Teil hinzufügen kann ebenfalls benutzt werden, um eine Geometrie zu einem geometrielosen Objekt hinzuzufügen. Zuerst wählen Sie das Objekt in der Attributtabelle, dann digitalisieren Sie eine neue Geometrie mit dem Werkzeug addPart Teil hinzufügen.

15.3.5.7. Teil löschen

Mit dem Werkzeug deletePart Teil löschen können Teile eines Multiobjekts gelöscht werden (z.B. ein Polygon eines Multipolygonobjekts). Das Werkzeug funktioniert mit allen Multigeometrien: Punkt, Linie und Polygon. Weiterhin kann es dazu verwendet werden, die Geometrie eines Objekts vollständig zu entfernen. Um einen Teil zu löschen, klicken Sie einfach in dieses Teil.

15.3.5.8. Ring hinzufügen

Sie können Löcher in Polygonen mit dem Werkzeug addRing Ring hinzufügen herstellen. Das bedeutet, dass Sie innerhalb eines bestehenden Polygons weitere Polygone digitalisieren. Diese erscheinen dann als ‚Loch‘, so dass nur der Zwischenraum des inneren und des äußeren Polygons als Ringpolygon übrig bleibt.

15.3.5.9. Ring füllen

Das Werkzeug fillRing Ring füllen hilft Ihnen dabei, ein Polygonobjekt zu erzeugen, das komplett innerhalb eines anderen Polygons liegt und so gestaltet ist dass sich beide nirgendwo überlappen; das neue Objekt liegt innerhalb eines Lochs im bestehenden Objekt. So gehen Sie vor:

  1. Wählen Sie das Werkzeug fillRing Ring füllen.

  2. Zeichnen Sie ein Polygon über das vorhandene Objekt: QGIS fügt der Geometrie ein neus Loch hinzu (wie wenn Sie das Werkzeug addRing Ring hinzufügen benutzt hätten) und erzeugt ein neues Objekt, dessen Geometrie dem Loch entspricht (wie wenn Sie traced über die innere Grenze mit dem Werkzeug capturePolygon Polygonobjekt hinzufügen angewendet hätten).

  3. Falls das Loch im Objekt bereits exisitert, können Sie alternativ den Mauszeiger darüber positionieren und mit links klicken, während Sie die :kbd:`Umschalt`taste gedrückt halten: ein neues Objekt, das das Loch ausfüllt, wird an dieser Stelle gezeichnet.

    Das Formular Objektattribute des neuen Objekts öffnet sich und ist mit Werten des „Eltern“objekts und/oder fields constraints vorausgefüllt.

15.3.5.10. Ring löschen

Das Werkzeug deleteRing Ring löschen ermöglicht es, Löcher innerhalb einer existierenden Fläche zu löschen. Das Werkzeug funktioniert nur mit Polygon- und Multipolygonobjekten. Es findet keine Veränderung statt, wenn es auf den äußeren Ring eines Polygons angewendet wird.

15.3.5.11. Objekte überarbeiten

Mit dem Werkzeug reshape Objekte überarbeiten können Sie Linien- und Polygonobjekte umformen. Bei Linien ersetzt es den Teil der Linie vom ersten bis zum letzen Schnittpunkt mit der ursprünglichen Linie.

../../../_images/reshape_lines.png

Abb. 15.95 Eine Linie umformen

Tipp

Liniengeometrien mit dem Werkzeug Objekte überarbeiten verlängern

Benutzen Sie das Werkzeug reshape Objekte überarbeiten, um vorhandene Liniengeometrien zu verlängern: Fangen Sie den ersten oder letzten Stützpunkt der Linie und zeichnen sie eine neue. Schließen Sie die Digitalisierung ab und die neue Objektgeometrie ist die vereinigte Geometrie der beiden Linien.

Bei Polygonen wird die Polygongrenze umgeformt. Damit das funktioniert, muss die Linie des Umformwerkzeugs die Polygongrenze mindestens zwei mal kreuzen. Um diese Linie zu zeichnen, klicken Sie in das Kartenfenster, um ihre Stützpunkte zu erzeugen. Die Zeichnung schließen Sie mit einem Rechtsklick ab. Genauso wie bei Linienobjekten wird nur das Segment zwischen dem ersten und dem letzen Schnittpunkt der Linie mit der Polygongrenze betrachtet. Diejenigen Teile der Linie, die innerhalb des Polygons liegen, schneiden es dort ab, diejenigen, die außerhalb liegen erweitern es.

../../../_images/reshape_polygon.png

Abb. 15.96 Ein Polygon umformen

Bei Polygonen kann das Umformen manchmal zu unerwarteten Ergebnissen führen. Es ist in erster Linie dafür geeignet, kleinere Teile eines Polygons zu ersetzen und nicht für größere Überarbeitungen, außerdem ist es nicht erlaubt, dass die Umformline mehrere Ringe eines Polygons kreuzt, weil das zu einem ungültigen Polygon führen würde.

Bemerkung

Das Objekte überarbeiten Werkzeug kann die Startposition eines Polygonringes oder einer geschlossenen Linie verändern. Der Punkt, der zweimal abgebildet ist wird also nicht mehr der gleiche sein. Dies mag kein Problem für die meisten Anwendungen sein, sollte aber beachtet werden.

15.3.5.12. Linie versetzen

Das offsetCurve Linie versetzen Werkzeug erstellt parallele Linien von Linienlayern. Das Werkzeug kann auf den bearbeiteten Layer (die Geometrien werden verändert) und auch auf Hintergrundlayer (in diesem Fall erstellt es Kopien von Linien/ Ringen und fügt Sie dem bearbeiteten Layer hinzu) angewendet werden. Es ist auf diese Weise ideal geeignet Abstandslinienlayer zu erstellen. Der Benutzereingabe Dialog erscheint und zeigt den Versatz.

To create a shift of a line layer, you must first go into editing mode and activate the offsetCurve Offset Curve tool. Then click on a feature to shift it. Move the mouse and click where wanted or enter the desired distance in the user input widget. Holding Ctrl during the 2nd click will make an offset copy. Your changes may then be saved with the saveEdits Save Layer Edits tool.

Der QGIS Optionen Dialog (Digitalisierung Reiter dann Werkzeug zum Linien versetzen Abschnitt) ermöglicht es Ihnen einige Parameter wie Verbindungsstil,**Quadrantsegmente**, Eckengrenze zu konfigurieren.

15.3.5.13. Linie umkehren

Für kartografische Zwecke oder wenn ein Datensatz für Netzwerkanalysen vorbereitet wird, kann es sinnvoll sein, die Digitalisierrichtung einer Linie umzukehren.

So ändern Sie die Digitalisierrichtung einer Linie:

  1. Aktivieren Sie das Werkzeug LinieUmkehren, indem Sie auf reverseLine Reverse line klicken.

  2. Klicken Sie auf die Linie. Die Digitalisierrichtung wird umgekehrt.

15.3.5.14. Objekte trennen

Mit dem Werkzeug splitFeatures Objekte zerteilen teilen Sie ein Objekt in zwei oder mehr unabhängige Objekte, d.h. jede Geometrie gehört zu einer neuen Zeile in der Attributtabelle.

So teilen Sie Linien oder Polygonobjekte:

  1. Wählen Sie das Werkzeug splitFeatures Objekte zerteilen.

  2. Zeichnen Sie eine Linie über das Objekt oder die Objekte, die Sie zerteilen wollen. Gibt es eine aktive Auswahl, werden nur die ausgewählten Objekte zerteilt. Falls, default values or clauses definiert wurden, werden sie auf die entsprechenden Felder angewendet, andere Attribute des Elternobjekts werden automatisch in die neuen Objekte kopiert.

  3. Danach können Sie üblicherweise beliebige Attribute der neuen Objekte verändern.

Tipp

Eine Polylinie mit einem Klick in neue Objekte zerteilen

Fangen und Klicken Sie mit dem Werkzeug splitFeatures Objekte zerteilen auf einen vorhandenen Stützpunkt einer Polylinie, um sie in zwei neue Objekte zu zerteilen.

15.3.5.15. Teile zerlegen

In QGIS ist es möglich die Teile eines Multi-Part Features zu zerlegen so dass die Anzahl der Teile sich erhöht. Zeichnen Sie einfach eine Linie über den Teil den Sie zerlegen wollen indem Sie dafür das splitParts Teile zerlegen Icon verwenden.

Tipp

Eine Polylinie mit einem Klick in neue Teile zerlegen

Fangen und Klicken Sie mit dem Werkzeug splitParts Teile zerlegen auf einen vorhandenen Stützpunkt einer Polylinie, um sie in zwei neue Polylinien zu zelegen, die weiterhin zum selben Objekt gehören.

15.3.5.16. Gewählte Objekte verschmelzen

Mit dem Werkzeug mergeFeatures Gewählte Objekte verschmelzen erzeugen Sie ein neues Objekt durch das verschmelzen vorhandener Objekte: Ihre Geometrien werden verschmolzen, um ein neues zu bilden. Wenn die Objekte keine gemeinsame Grenze haben, wird ein Multipolygon-/Multipolylinien-/Multipunktobjekt erzeugt.

  1. Wählen Sie zunächst die Objekte aus, die Sie verschmelzen wollen.

  2. Drücken Sie dann auf die Schaltfläche mergeFeatures Gewählte Objekte verschmelzen.

  3. Die Zeile the Verschmelzen unten in der Tabelle des sich öffnenden Eingabefensters zeigt die Attribute des neuen Objekts. Sie können jeden dieser Werte folgendermaßen ändern:

    • ändern des Wertes in der entsprechenden Zelle;

    • eine Zeile in der Tabelle auswählen und auf die Schaltfläche Attribute des gewählten Objekts übernehmen klicken. Damit übernehmen Sie alle Werte dieses Objekts;

    • pressing the Take attributes from the largest geometry to use the attributes from the longest line feature, the largest polygon, or the multipoints with the most parts;

    • auf die Schaltfläche Alle Felder überspringen klicken, um leere Attribute zu benutzen;

    • expanding the drop down menu at the top of the table, select any of the above options to apply to the corresponding field only. There, you can also choose to aggregate the initial features attributes (Minimum, Maximum, Median, Sum, Count, Concatenation… depending on the type of the field. see Statistical Summary Panel for the full list of functions).

    Bemerkung

    Falls der Layer Standardwerte oder -klauseln für Felder definiert hat, werden diese als Startwert für das verschmolzene Objekt benutzt.

  4. Drücken Sie auf OK um die Änderungen anzuwenden. Ein einzelnes (Multi-)Objekt wird im Layer angelegt und ersetzt die vorher ausgewählten Objekte.

15.3.5.17. Attribute gewählter Objekte vereinen

Mit dem Werkzeug mergeFeatureAttributes Attribute gewählter Objekte vereinen können Sie die selben Attribute in Objekte speichern, ohne ihre Grenzen zu vereinen. Die Eingabemaske ist die selbe wie beim Werkzeug Gewählte Objekte verschmelzen, außer dass die ausgewählten Objekte mit ihrer Geometrie bestehen bleiben, während einige ihrer Attributwerte identisch werden.

15.3.5.18. Punktsymbole drehen

Das Werkzeug rotatePointSymbols Punktsymbole drehen ermöglicht es Ihnen, den Drehwinkel eines Punktsymbols im Kartenfenster zu ändern.

  1. Zuerst müssen Sie das Feld angeben, in dem der Rotationswert gespeichert werden soll. Dies geschieht, indem dem Symbol data-defined rotation property: ein Feld zugewiesen wir:

    1. Im Dialog Layereigenschaften ► Symbolisierung gehen Sie zu den Einstellungen für das Symbol.

    2. Klicken Sie auf die Schaltfläche dataDefine Datendefinierte Übersteuerung neben der Einstellung Drehung (bevorzugt) in der obersten Ebene Markierung der Symbolebenen.

    3. Wählen Sie ein Feld Auswahl Feldtype. Die Werte in diesem Feld werden nun dazu benutzt, jedes Symbol eines Objekts entsprechend zu drehen.

      Sie können auch Daten im Projekt speichern anhaken, um ein Feld im Hilfsspeicher zu erzeugen, das die Drehungswerte aufnimmt.

    Bemerkung

    Stellen Sie sicher, dass in allen Symbolebenen das selbe Feld eingestellt ist

    Wenn Sie das datendefinierte Feld für die Drehung in der obersten Ebene der Symbolebenen einstellen, ist es automatisch in allen Symbolebenen eingestellt. Das ist die Voraussetzung für die graphische Symboldrehung mit dem Werkzeug Punktsymbole drehen. Falls auch nur eine Symbolebene nicht das selbe Feld für die Drehung eingestellt hat, wird das Werkzeug nicht funktionieren.

    ../../../_images/rotatepointsymbol.png

    Abb. 15.97 Ein Punktsymbol drehen

  2. Klicken Sie danach mit dem Werkzeug rotatePointSymbols Punktsymbole drehen auf ein Punktsymbol in der Karte

  3. Bewegen Sie die Maus. Ein roter Pfeil mit dem Drehwinkel wird Ihnen angezeigt (siehe Abb. 15.97). Wenn Sie die Taste Strg gedrückt halten, während sie die Maus bewegen, verändert sich der Drehwinkel in Schritten von 15 Grad.

  4. Klicken Sie nochmals, wenn der gewünschte Drehwinkel erreicht ist. Das Symbol wird dann mit diesem neuen Drehwinkel dargestellt und das Feld entsprechend gefüllt.

    Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um die Drehung des Punktymbols abzubrechen.

15.3.5.19. Punktsymbolversatz

Das Werkzeug offsetPointSymbols Punktsymbolversatz ermöglicht es Ihnen, die Darstellungsposition von Punktsymbolen im Kartenfenster interaktiv zu verändern. Es funktioniert ähnlich wie das Werkzeug rotatePointSymbols Punktsymbole drehen außer dass Sie ein Feld für den datendefinierten Versatz (X,Y) des Symbols einstellen müssen. Dieses Feld wird dann für diejenigen Objekte mit den Versatzkoordinaten gefüllt, deren Symbol Sie im Kartenfenster hin- und herschieben.

  1. Stellen Sie ein feld für die datendefinierte Übersteuerung der Symboleigenschaft Versatz (X,Y) ein. Sollte das Symbol aus mehreren Layern bestehen, müssen Sie das Feld für jeden einzelnen davon einstellen

  2. Aktivieren Sie das Werkzeug offsetPointSymbols Punktsymbolversatz

  3. Klicken Sie auf einen Punkt

  4. Verschieben Sie ihn auf eine neue Position

  5. Klicken Sie nochmals. Das Punktsymbol wird auf die neue Position bewegt. Die Werte für den Versatz werden im verknüpften Feld gespeichert.

    Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um die Verschiebung des Punktymbols abzubrechen.

Bemerkung

Das Werkzeug offsetPointSymbols Punktsymbolversatz verschiebt nicht das Punktobjekt selbst; dafür sollten Sie das Werkzeug vertexToolActiveLayer Knotenwerkzeug (aktueller Layer) oder das Werkzeug moveFeaturePoint Objekt verschieben benutzen.

15.3.5.20. Objekt abschneiden/ausdehnen

Im Falle, dass eine Linie entweder zu kurz oder zu lang ist, um an einer anderen Linie einzurasten (d.h. sie verpasst oder kreuzt die andere Linie), ist es notwendig, das betroffenen Liniensegement entweder verlängern oder kürzen zu können.

Sie können mit dem Werkzeug trimExtend Objekt abschneiden/ausdehnen auch (Multi-)Linien UND (Multi-)Polygone verändern. Außerdem geht es nicht zwangsläufig nur um das Endstück von Linien; Sie können jedwedes Segment einer Geometrie verändern.

Bemerkung

Das kann zu ungültigen Geometrien führen.

Bemerkung

Aktivieren Sie das Einrasten auf Segmente, damit dieses Werkzeug funktioniert.

Klicken Sie ein Zielsegment an. Ein anderes Segment wird entweder mit diesem abgeschnitten oder bis zu ihm verlängert. Anders als beim Knotenwerkzeug wird geprüft, dass auch nur der aktuelle Editierlayer editiert wird.

Falls beide Segmente in 3D sind, führt das Werkzeug eine Interpolation zum Zielsegment aus, um den Z-Wert zu ermitteln.

Soll ein Segment abgeschnitten werden, klicken Sie auf das entsprechende Segment.

15.3.6. Formen digitalisieren

Die Werzeugleiste für Formen bietet Ihnen Werkzeuge, um regelmäßige Formen und Geometrien mit Bögen zu zeichnen.

15.3.6.1. Kreisbogen hinzufügen

Mit den Werkzeugen circularStringCurvePoint Kreisbogen hinzufügen oder circularStringRadius Kreisbogen über Radius hinzufügen können Sie Linien- oder Polygonobjekte mit bogenförmiger Geometrie hinzufügen.

Das Zeichnen von Objekten mit diesen Werkzeugen folgt der selben Regel wie bei anderen Digitalisierwerkzeugen: klicken Sie mit links, um Stützpunkte hinzuzufügen und mit rechts, um die Geometrie abzuschließen. Während Sie die Geometrie zeichnen, können Sie die Werkzeuge wechseln und auch zu den linear geometry tools wechseln, um zusammengesetzte Geometrien zu erzeugen.

Bemerkung

Gebogene Geometrien sind als solche nur in kompatiblen Datenanbieter gespeichert

Obwohl QGIS es ermöglicht, innerhalb jedes editierbaren Datenformats gebogene Geometrien zu digitalisieren, müssen Sie, um gebogene Geometrien zu speichern, einen Datenanbieter verwenden, der gebogene Objekte unterstützt (z. B. PostGIS, GML oder WFS), ansonsten teilt QGIS die Bögen in Einzelsegmente auf.

15.3.6.2. Kreise zeichnen

Um Kreise zu zeichnen, gibt es einen Satz von Werkzeugen. Sie werden im folgenden beschrieben.

Kreise werden in Kreisbögen umgewandelt. Falls das die jeweilige Datenquelle zulässt, werden sie als gebogene Geometrien gespeichert. Falls nicht, wird QGIS die Kreisbögen in Segmente aufteilen. Dies wird im Abschnitt in Kreisbogen hinzufügen beschrieben.

  • circle2Points Kreis aus 2 Punkten hinzufügen: Die zwei Punkte legen den Durchmesser und die Lage des Kreises fest (Linksklick, Rechtsklick).

  • circle3Points Kreis aus 3 Punkten hinzufügen: Zeichnet einen Kreis über drei Punkte auf der Kreislinie (Linksklick, Linksklick, Rechtsklick).

  • circleCenterPoint Kreis mit Mittel- und einem anderen Punkt hinzufügen: Zeichnet einen Kreis mit einem gegebenen Mittel- und einem weiteren Punkt auf der Kreislinie (Linksklick, Rechtsklick). Benutzen Sie das Werkzeug zusammen mit Das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung um das Werkzeug in „Kreis mit Mittelpunkt und Radius hinzufügen“ umzuwandeln, indem Sie nach dem ersten Klick den Wert für den Abstand setzen und beibehalten.

  • circle3Tangents Add circle from 3 tangents: Draws a circle that is tangential to three segments. Note that you must activate snapping to segments (See Einrasttoleranz und Suchradius einstellen). Click on a segment to add a tangent. If two tangents are parallel, the coordinates of the click on the first parallel tangent are used to determine the positioning of the circle. If three tangents are parallel, an error message appears and the input is cleared. (Left-click, left-click, right-click)

  • circle2TangentsPoint Kreis aus 2 Tangenten und einem Punkt hinzufügen: Ähnlich wie Kreis aus drei Tangenten hinzufügen, außer dass Sie zwei Tangenten auswählen, einen Radius eingeben und den gewünschten Mittelpunkt auswählen müssen.

15.3.6.3. Ellipsen zeichnen

Um Ellipsen zu zeichnen, gibt es einen Satz von Werkzeugen. Sie werden im folgenden beschrieben.

Ellipsen können nicht in bogenförmige Geometrien umgewandelt werden, so dass sie immer segmentiert werden.

  • ellipseCenter2Points Ellipse mit einem Mittelpunkt und zwei Punkten hinzufügen: Zeichnen Sie eine Ellipse mit einem Mittelpunkt, der Haupt- und der Nebenachse (Linksklick, Linksklick, Rechtsklick).

  • ellipseCenterPoint Add Ellipse from center and a point: Draws an ellipse into a bounding box with the center and a corner. (Left-click, right-click)

  • ellipseExtent Add Ellipse from extent: Draws an ellipse into a bounding box with two opposite corners. (Left-click, right-click)

  • ellipseFoci Add Ellipse from foci: Draws an ellipse by 2 points for foci and a point on the ellipse. (Left-click, left-click, right-click)

15.3.6.4. Draw Rectangles

There is a set of tools for drawing rectangles. The tools are described below.

  • rectangleCenter Rectangle from center and a point: Draws a rectangle from the center and a corner. (Left-click, right-click)

  • rectangleExtent Rectangle from extent: Draws a rectangle from two opposite corners. (Left-click, right-click)

  • rectangle3PointsDistance Rectangle from 3 points (distance): Draws an oriented rectangle from three points. The first and second points determine the length and angle of the first edge. The third point determines the length of the other edge. One can use Das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung to set the length of the edges. (Left-click, left-click, right-click)

  • rectangle3PointsProjected Rectangle from 3 points (projected): Same as the preceding tool, but the length of the second edge is computed from the projection of the third point on the first edge. (Left-click, left-click, right-click)

    ../../../_images/draw_rectangles_3_points.png

    Abb. 15.98 Draw rectangle from 3 points using distance (right) and projected (left)

15.3.6.5. Draw Regular Polygons

There is a set of tools for drawing regular polygons. The tools are described below. Left-click to place the first point. A dialog appears, where you can set the number of polygon edges. Right-click to finish the regular polygon.

  • regularPolygon2Points Regular polygon from two points: Draws a regular polygon where the two points determine the length and angle of the first edge.

  • regularPolygonCenterPoint Regular polygon from center and a point: Draws a regular polygon from the provided center point. The second point determines the angle and distance to the middle of an edge.

  • regularPolygonCenterCorner Regular polygon from center and a corner: Same as the preceding tool, but the second point determines the angle and distante to a vertex.

15.3.7. Das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung

Wenn Sie neue oder vorhandene Geometrien erfassen, umformen, oder zerteilen, haben Sie auch die Möglichkeit, das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung zu verwenden. Sie können Linien exakt parallel oder rechtwinklig oder in einem bestimmten Winkel digitalisieren oder Linien auf bestimmten Winkeln sperren. Darüber hinaus können Sie Koordinaten direkt eingeben, so dass Sie eine neue Geometrie genau festlegen können.

../../../_images/advanced_digitizing.png

Abb. 15.99 Das Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung

Das Bedienfeld Erweiterete Digitalisierung können Sie mit einem Rechtsklick in die Werkzeugleiste, über das Menü Ansicht ► Bedienfelder► oder die Tastenkombination Strg+4 öffnen. Sobald das Bedienfeld sichtbar ist, können Sie die Werkzeuge selbst über die Schaltfläche cad Erweiterte Digitalisierungswerkzeuge einschalten aktivieren.

Bemerkung

Die Werkzeuge sind nicht aktiviert, wenn die Kartenansicht geographische Koordinaten zeigt.

Die Werkzeuge zielen darauf ab, Koordinaten, Längen und Winkel zu sperren, während Sie den Mauszeiger beim Digitalisieren über das Kartenfenster bewegen.

Sie können auch Festsetzungen mit relativer oder absoluter Referenz vornehmen. Relative Referenz bedeutet, dass die Festsetzungen für den folgenden Stützpunkt relativ zum vorhergehenden Stützpunkt oder Segment sind.

15.3.7.1. The toolbar

At the top of the Digitizing panel, you find the following buttons:

  • cad Enable advanced digitizing tools

  • cadConstruction Construction mode: allows to capture the clicks‘ positions to reuse as reference points to lock distance, angle, X, Y, Z or M relative values. More details at Konstruktionsmodus.

  • cadParallel Parallel to draw a line parallel to an existing one (more at Parallele und senkrechte Linien)

  • cadPerpendicular Perpendicular to draw a line perpendicular to an existing one (more at Parallele und senkrechte Linien)

  • settings Snap to common angles: when moving the cursor, displays a virtual line that you can snap to to add the next vertex. The snapping line is defined by the last added vertex and an (absolute or relative to previous segment) angle from a preset list (following steps of 5°, 10°, 15°, 18°, 22.5°, 30°, 45° or 90°). Choose Do not snap to common angles to disable this feature.

  • floater Floater: displays a live preview of the coordinates right next to the cursor. The values can be accessed and edited using the panel’s shortcuts.

15.3.7.2. Tastenkürzel

Um die Arbeit mit dem Bedienfeld Erweiterte Digitalisierung zu beschleunigen, gibt es eine Reihe von Tastenkürzeln:

Taste

nur Taste

Strg+ or Alt+

Umschalt+

D

Abstand einstellen

Abstand beibehalten

A

Winkel einstellen

Winkel beibehalten

Winkel relativ zum letzten Segment an-/ausschalten

X

X-Koordinate einstellen

X-Koordinate beibehalten

X relativ zum letzten Stützpunkt an-/ausschalten

Y

Y-Koordinate einstellen

Y-Koordinate beibehalten

Y relativ zum letzten Stützpunkt an-/ausschalten

Z

Set Z coordinate

Lock Z coordinate

Toggle relative Z to last vertex

M

Set M value

Lock M value

Toggle relative M to last vertex

C

Konstruktionsmodus an-/ausschalten

P

Zwischen senkrechtem und parallelem Modus umschalten

Bemerkung

Z coordinate and M value options are available only if compatible with the layer geometry dimension.

15.3.7.3. Mit absoluter Referenz digitalsieren

Sobald Sie eine neue Geometrie von Grund auf neu zeichnen, kann es hilfreich sein, den ersten Stützpunkt an festgelegten Koordinaten zu setzen.

For example, to add a new feature to a polygonal layer, click the capturePolygon button. You can enter the exact coordinates where you want to start editing the feature, i.e.:

  1. klicken Sie auf das Eingabefeld x (oder benutzen das Tastenkürzel X),

  2. geben Sie die X-Koordinate ein und drücken Sie Eingabe oder klicken Sie auf die Schaltfläche locked rechts davon, um die Mausposition auf der X-Achse im Kartenfenster zu beizubehalten,

  3. klicken Sie auf das Eingabefeld y (oder benutzen das Tastenkürzel Y),

  4. geben Sie die Y-Koordinate ein und drücken Sie Eingabe oder klicken Sie auf die Schaltfläche locked rechts davon, um die Mausposition auf der Y-Achse im Kartenfenster zu beizubehalten.

  5. If available and relevant, proceed as above to add the Z coordinate and M value (respectively z or m text box).

    Two blue dotted lines and a green cross identify the exact coordinates you entered.

  6. Start digitizing by clicking on the map canvas; a vertex is added at the green cross position.

    ../../../_images/advanced_digitizing_coordinates.png

    Abb. 15.100 Eine Zeichnung mit vorgegebenen Koordinaten beginnen

  7. You can continue digitizing by free hand, adding a new set of coordinates, or you can type the segment’s length (distance) and angle.

  8. If you want to draw a segment of a given length:

    1. Click the d (distance) text box (keyboard shortcut D)

    2. Type the distance value (in map units)

    3. Press Enter or click the locked button on the right to lock the mouse in the map canvas to the length of the segment. In the map canvas, the latest vertex is surrounded by a circle whose radius is the value entered in the distance text box. A cross on the circle shows the position of the next vertex if you click.

    ../../../_images/advanced_digitizing_distance.png

    Abb. 15.101 Segment mit einer vorgegebenen Länge

  9. You can also constrain the vertex position, setting the angle of the segment. As described before:

    1. Click the a (angle) text box (keyboard shortcut A)

    2. Type the angle value (in degrees)

    3. Press Enter or click the locked button on the right to lock it. A line going through the latest vertex and rotated based on the set angle appears in the map canvas and a cross on it shows the next vertex position if you click.

    ../../../_images/advanced_digitizing_angle.png

    Abb. 15.102 Segment mit vorgegebenem Winkel

Hinweis

Pressing Ctrl+<key> or Alt+<key> automatically locks the target property and puts its value into edit. Modify, press Enter and you are done. Combined with the floater Toggle floater, this can be a real time saver, with keyboard digitizing.

15.3.7.4. Mit relativer Referenz digitalsieren

Anstatt absolute Werte für Winkel oder Koordinaten können Sie Werte relativ zum zuletzt eingegebenen Stützpunkt oder Segment benutzen.

Bei Winkeln klicken Sie auf die Schaltflläche delta links der Eingabezeile a (oder drücken Sie Shift+A) um Winkeleingabe relativ zum zuletzt eingegebenen Segment ein- bzw. auszuschalten. Ist diese Option eingeschaltet, werden Winkel zwischen dem zuletzt eingegebenen Segment und der Position des Mauszeigers gemessen.

For coordinates, click the delta buttons to the left of the x, y, z or m text boxes (or press Shift+<key>) to toggle relative coordinates to the previous vertex. With these options on, coordinates measurement will consider the last vertex to be the origin of the set coordinates.

15.3.7.5. Laufendes Beibehalten

Both in absolute or relative reference digitizing, angle, distance, X, Y, Z and M constraints can be locked continuously by clicking the lockRepeating Continuous lock buttons. Using continuous lock allows you to digitize several points or vertexes using the same constraints.

15.3.7.6. Parallele und senkrechte Linien

All the tools described above can be combined with the cadPerpendicular Perpendicular and cadParallel Parallel tools. These two tools allow drawing segments perfectly perpendicular or parallel to another segment. The target segment can be on another layer, another feature within the layer or the feature being digitized (requires self-snapping option).

To draw a perpendicular segment:

  1. First add one of the segment vertices.

  2. Click the cadPerpendicular Perpendicular icon (keyboard shortcut P) to activate it.

  3. Click on the segment that you want to be perpendicular to.

  4. A virtual dotted line perpendicular to the segment through the previous vertex appears. The angle property is locked, constraining the next vertex on that line and, a cross indicates the projected position of the cursor on the line. Click to place the new vertex.

    ../../../_images/advanced_digitizing_perpendicular.png

    Abb. 15.103 Senkrechtes Digitalisieren

To draw a parallel segment, the steps are the same except that you need to click on the cadParallel Parallel icon (keyboard shortcut P twice).

../../../_images/advanced_digitizing_parallel.png

Abb. 15.104 Paralleles Digitalisieren

These two tools just find the right angle of the perpendicular and parallel angle and lock this parameter during your editing. Unlock the angle parameter to cancel their use in the middle of the process.

15.3.7.7. Konstruktionsmodus

You can enable and disable construction mode by clicking on the cadConstruction Construction mode icon or with the C keyboard shortcut. While in construction mode, clicking the map canvas won’t add new vertexes, but will capture the clicks‘ positions so that you can use them as reference points to then lock distance, angle or X, Y, Z, M relative values.

Der Konstruktionsmodus kann z.B. benutzt werden, um einen Punkt in einer genau festgelegten Entfernung von einem bestehenden Punkt zu zeichnen.

With an existing point in the map canvas and the snapping mode correctly activated, you can easily draw other points at given distances and angles from it. In addition to the cad button, you have to activate also the construction mode by clicking the cadConstruction Construction mode icon or with the C keyboard shortcut.

Klicken Sie in die Nähe des Punktes, von dem aus Sie den Abstand berechnen wollen und klicken Sie auf die Eingabe d (Tastenkürzel D). Geben Sie den gewünschten Abstand ein und drücken Sie Eingabe, um die Mausposition im Kartenfenster beizubehalten:

../../../_images/advanced_digitizing_distance_point.png

Abb. 15.105 Abstand von einem Punkt

Bevor Sie den neuen Punkt eingeben, drücken Sie C, um den Konstruktionsmodus zu verlassen. Jetzt können Sie ins Kartenfenster klicken und der Punkt wird mit dem eingegebenen Abstand platziert.

You can also use the angle constraint to, for example, create another point at the same distance of the original one, but at a particular angle from the newly added point. Click the cadConstruction Construction mode icon or with the C keyboard shortcut to enter construction mode. Click the recently added point, and then the other one to set a direction segment. Then, click on the d text box (D shortcut) type the desired distance and press Enter. Click the a text box (A shortcut) type the angle you want and press Enter. The mouse position will be locked both in distance and angle.

../../../_images/advanced_digitizing_distance_angle_point.png

Abb. 15.106 Abstand von und Winkel zu einem Punkt

Bevor Sie den neuen Punkt hinzufügen, drücken Sie C, um den Konstruktionsmodus zu verlassen. Jetzt können Sie in das Kartenfenster klicken und der Punkt wird in dem eingegebenen Abstand und Winkel erzeugt. Sie können den Vorgang wiederholen, um mehrere Punkte zu erzeugen.

../../../_images/advanced_digitizing_distance_point_final.png

Abb. 15.107 Punkte in festgelegtem Abstand und Winkel

15.3.8. Mit Verarbeitung Objekte innerhalb eines Layers verändern

Das Menü Processing menu biete eine große Zahl von Werkzeugen zur Analyse und Erzeugung neuer Objekte auf der Basis der Eigenschaften vorhandener Objekte oder ihrer Bezeihung zu anderen Objekten (innerhalb oder außerhalb des selben Layers). Während üblicherweise als Ergebnis neue Layer erzeugt werden, erlauben es manche Algorithmen, den Eingabelayer selbst zu verändern. Das ist praktisch, um mehrfache Objektänderungen mittels fortschrittlicher und komplexer Methoden zu automatisieren.

So ändern Sie Objekte insitu:

  1. Wählen Sie den Layer, den Sie bearbeiten möchten, im Bedienfeld Layer aus.

  2. Wählen Sie die entsprechenden Objekte aus. Diesen Schritt können Sie überspringen, dann werden die Änderungen auf den ganzen Layer angewendet.

  3. Drücken Sie die Schaltfläche processSelected Objekt insitu ändern oben in Processing toolbox. Die Liste der Algorithmen ist gefiltert, es werden nur diejenigen angezeigt, die mit der insitu-Verarbeitung funktionieren, d.h.:

    • Sie arbeiten an der Objektquelle und nicht auf Ebene des Layers.

    • Sie ändern die Struktur des Layers nicht, z.B. Felder anlegen oder entfernen.

    • Sie ändern den Geometrietyp nicht, z.B. von Linie zu Punkt.

    ../../../_images/edit_inplace_algorithms.png

    Abb. 15.108 Verarbeitungswerkzeuge: alle (links) und insitu-Änderung (rechts)

  4. Wählen Sie den Algorithmus, den Sie ausführen wollen und doppelklicken Sie darauf.

    Bemerkung

    Falls der Algorithmus keine weiteren Nutzereingaben erfordert (abgesehen von Eingabelayer und Ausgabelayer), wird er sofort ausgeführt, ohne dass sich das Eingabefenster öffnet.

    1. Falls der Algorithmus andere Nutzereingaben als Ein- und Ausgabelayer erfordert, öffnet sich sein Eingabefenster. Geben Sie alle Pflichtangaben ein.

    2. Klicken Sie auf Gewählte Objekte ändern oder Alle Objekte ändern je nachdem, ob des eine aktive Auswahl gibt.

    Die Änderungen werden auf den Layer angewendet und im Editierspeicher festgehalten: tatsächlich wird der Bearbeitungsstatus des Layers angeschaltet, wie Sie am Symbol editableEdits neben dem Layernamen erkennen können.

  5. Drücken Sie wie üblich saveEdits Layeränderungen speichern, um die Änderungen im Layer zu speichern. Sie können stattdessen auch auf undo Rückgängig klicken, um alle Änderungen rückgängig zu machen.