20. Arbeiten mit OGC / ISO-Protokollen

Das Open Geospatial Consortium (OGC) ist eine internationale Organisation mit mehr als 300 Mitgliedern aus kommerziellen, behördlichen Bereichen, aus der Forschung sowie aus Non-Profit Organisationen Vereinen. Die Mitglieder entwickeln und implementieren Standards für den Austausch räumlicher Daten, GIS-Datenprocessing und standardisierte Bereitstellung von Geodaten.

Während sie ein Grunddatenmodell für geografische Objekte beschreibt, wird eine steigende Anzahl von Spezifikationen durch die OGC entwickelt, die den besonderen Bedürfnissen für interoperable Technologien für räumliche und örtliche Daten, inklusive GIS, Rechnung tragen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.opengeospatial.org/.

Wichtige von QGIS unterstützte OGC Spezifikationen sind:

OGC-Dienste werden vermehrt zum Austausch von geographischen Daten zwischen unterschiedlichen GIS-Systemen und -implementierungen verwendet. QGIS unterstützt mittlerweile die oben genannten Spezifikationen als Client in Form von SFS (durch den Postgresql/PostGIS Datenprovider, vgl. PostGIS Layers).

Sie können Ihre Karten und Daten auch über die Protokolle WMS, WMTS, WFS, WFS-T und WCS teilen, indem Sie einen Webserver benutzen, auf dem QGIS Server, UMN MapServer oder GeoServer installiert ist.

20.1. WMS/WMTS Client

20.1.1. Übersicht über die WMS-Unterstützung

Derzeit kann QGIS als WMS-Klient eingesetzt werden. Es unterstützt die Versionen 1.1, 1.1.1 und 1.3 der WMS-Server. Gut getestet wurden die öffentlich verfügbaren Server wie beispielsweise DEMIS.

WMS-Server liefern Daten aufgrund einer Anfrage eines Klienten (hier QGIS) als Rasterbild aus. Dabei spielen Ausdehnung, Anzahl der angefragten Layer, Symbolisierungen und Transparenz eine Rolle. Der WMS-Server holt die benötigten Daten dann aus seiner Datenquelle hervor, rendert diese in eine Rasterkarte und sendet das fertige Bild zurück zum Klienten. Das für QGIS typische Rasterformat ist in aller Regel JPEG oder PNG.

WMS ist ein komplett auf Übertragung ausgelegter Dienst (REST = Representational State Transfer). Daraus resultiert die Tatsache, dass die von QGIS generierte URL für das Bild auch in einem Browser eingesetzt werden kann. Das Resultat dieser Anfrage sieht in der Regel genauso aus wie in QGIS. Das ist besonders hilfreich, wenn es beim Einsatz von WMS Probleme geben sollte. Da es sehr viele unterschiedle WMS-Server-Anbieter am Markt gibt (und alle die WMS-Spezifikation etwas unterschiedlich interpretieren), ist eine Überprüfung im Browser sehr hilfreich.

WMS-Layer können sehr einfach hinzugefügt werden, solange man die URL des Servers kennt, eine Verbindung über HTTP zu diesem Server besteht und der angefragte Server auch HTTP versteht.

Darüber hinaus speichert QGIS Ihre WMS-Antworten (d. h. Bilder) 24 Stunden lang im Cache, solange die GetCapabilities-Anforderung nicht ausgelöst wird. Die GetCapabilities-Anforderung wird jedes Mal ausgelöst, wenn die Schaltfläche: guilabel: Connect im Dialogfeld: guilabel:` Layer von WMS (T) Server hinzufügen` verwendet wird, um die WMS-Capabilities abzurufen. Dies ist eine automatische Funktion zur Optimierung der Projektladezeit. Wenn ein Projekt mit einer WMS-Ebene gespeichert wird, werden die entsprechenden WMS-Kacheln beim nächsten Öffnen des Projekts aus dem Cache geladen, sofern sie nicht älter als 24 Stunden sind.

20.1.2. Überblick über die WMTS Unterstützung

|qg| kann auch als WMTS Client fungieren. WMTS ist ein OGC Standard zum Bereitstellen von Tile Sets von räumlichen Daten. Dies ist ein schnellerer und effizienterer Weg als die Bereitstellung über einen WMS weil bei WMTS die Tile Sets vorgeneriert werden und der Client nur die Übermittlung von Tiles, nicht Ihre Erstellung abfragt. Ein WMS beinhaltet typischerweise sowohl die Erstellung als auch die Übermittlung der Daten. Ein bekanntes Beispiel eines nicht-OGC Standards zum Darstellen von gekachelten räumlichen Daten ist Google Maps.

Um die Daten in einer Vielzahl von Maßstäben je nach Anforderung darzustellen werden die WMTS Tile Sets in mehreren verschiedenen Maßstäben erstellt und dem GIS Client zur Abfrage bereitgestellt.

Das Diagramm veranschaulicht das Konzept der Tile Sets:

../../../_images/concept_wmts.png

Abb. 20.1 Konzept der WMTS Tile Sets

Die zwei Typen von WMTS Schnittstellen die QGIS unterstützt sind die über Key-Value-Pairs (KVP) und RESTful. Diese zwei Schnittstellen sind unterschiedlich und Sie müssen diese für QGIS unterschiedlich spezifizieren.

  1. Um einen WMTS KVP Service anzubinden muss ein QGIS Benutzer die WMS/WMTS Schnittstelle öffnen und die folgenden Zeichenkette zu der URL des WMTS Tile Service hinzufügen:

    "?SERVICE=WMTS&REQUEST=GetCapabilities"
    

    Ein Beispiel für diesen Typ von Adresse ist

    https://opencache.statkart.no/gatekeeper/gk/gk.open_wmts?\
      service=WMTS&request=GetCapabilities
    

    Zu Testzwecken funktioniert der topo2 Layer in diesem WMTS gut. Indem man diese Zeichenfolge hinzufügt gibt man an dass ein WMTS Web Service anstatt eines WMS Service benutzt werden soll.

  2. Der RESTful WMTS Service erfordert eine andere Form, eine einfache URL. Das von der OGC empfohlene Format ist:

    {WMTSBaseURL}/1.0.0/WMTSCapabilities.xml
    

    An diesem Format können Sie erkennen, dass es sich um eine RESTful Adresse handelt. Einen RESTful WMTS erreichen Sie von QGIS aus, indem Sie einfach seine Adresse in das Feld für die URL im WMS-Formular eingeben. Ein Beispiel für diese Art von Adresse für den Fall der österreichischen Grundkarte ist https://maps.wien.gv.at/basemap/1.0.0/WMTSCapabilities.xml.

Bemerkung

Es gibt immer noch einige alte WMS-C-Dienste. Diese sind ähnlich wie WMTS (d.h. sie dienen dem selben Zweck, funktionieren aber anders). Sie können Sie genau so verwalten wie WMTS-Dienste. Fügen Sie einfach ?tiled=true an das Ende der URL an. Siehe https://wiki.osgeo.org/wiki/Tile_Map_Service_Specification für weitere Informationen über diese Spezifikation.

Wenn Sie WMTS lesen können Sie auch an WMS-C denken.

20.1.3. WMS/WMTS Server auswählen

Wenn Sie das WMS Feature das erste Mal in QGIS verwenden sind keine Server definiert.

Dann müssen Sie Verbindungen zu den Servern, auf die Sie zugreifen wollen, definieren:

  1. Gehen Sie zum Tab wms WMS/WMTS des Dialogs Datenquellenverwaltung indem Sie:

    • entweder auf die Schaltfläche dataSourceManager Datenquellenverwaltung öffnen klicken (oder Tastenkürzel Strg+L) und dann den Tab aktivieren

    • oder auf die Schaltfläche addWmsLayer WMS/WMTS-Layer hinzufügen in der Layerverwaltungswerkzeugleiste klicken

    • oder im Menü Layer ► Layer hinzufügen ► addWmsLayer den Menüpunkt WMS/WMTS-Layer hinzufügen… anwählen

  2. Klicken Sie auf Neu im Tab Layer. Der Dialog Neue WMS/WMTS-Verbindung anlegen erscheint.

    Tipp

    Ein Rechtsklick auf den Eintrag wms WMS/WMTS innerhalb des Bedienfelds Browser und die Auswahl Neue Verbindung… öffnet ebenfalls den Dialog Neue WMS/WMTS-Verbindung anlegen.

  3. Geben Sie dort die Verbindungsparameter zu Ihrem gewünschten WMS-Server ein, so wie im Folgenden beschrieben:

    ../../../_images/add_connection_wms.png

    Abb. 20.2 Verbindung mit einem WMS-Server anlegen

    • Name: Der Name der Verbindung. Der Name wird in der Auswahlliste der Serververbindungen benutzt, so dass Sie die WMS-Server unterscheiden können.

    • URL: DIe URL des Servers. Es muss sich um einen auflösbaren Hostnamen handeln – im selben Format, wie Sie es für eine Telnetverbindung benutzen würden oder um einen Host anzupingen, d.h. nur die Basis-URL. Ihre URL sollte also keine Teile wie request=GetCapabilities oder version=1.0.0 enthalten.

    • Authentifizierung (optional): Benutzen Sie eine gespeicherte Konfiguration oder eine Basic-Authentifizierung mit Benutzername und Passwort.

      Warnung

      Wenn Sie Benutzername und Passwort im Tab Authentifizierung speichern, werden diese Geheimnisse ungeschützt in der Verbindungskonfiguration gespeichert. Die Geheimnisse sind sichtbar wenn Sie z.B. die Projektdatei an andere weitergeben. Deshalb ist es ratsam. die Geheimnisse stattdessen in einer Authentifizierungskonfiguration (Tab Konfigurationen). Schlagen Sie Details in Authentifizierungssystem nach.

    • HTTP Referer

    • DPI-Modus: die verfügbaren Optionen sind alle, aus, QGIS, UMN und GeoServer

    • unchecked Gemeldete GetMap/GetTile/GetLengendGraphic-URI aus Diensteeigenschaften ignorieren: falls Sie das anhaken, wird die im URL Feld eingegebene URI benutzt.

    • unchecked Gemeldete GetFeatureInfo-URI ignorieren: falls Sie das anhaken, wird die im URL Feld eingegebene URI benutzt.

    • unchecked Achsenorientierung ignorieren (WMS 1.3/WMTS)

    • unchecked Berichtete Layerausmaße ignorieren: die von Rasterlayern berichteten Layerausmaße können kleiner sein, als die Fläche, die tatsächlich gerendert wird (dies ist insbesondere bei WMS-Servern der Fall, die Symbole enthalten, die mehr Platz brauchen als die Daten selbst). Haken Sie diese Option an, um zu verhindern, dass Rasterlayer am Rand abgeschnitten werden, was zu abgeschnittenen Symbolen in den Randbereichen dieser Layer führen kann

    • unchecked Achsenorientierung invertieren

    • unchecked Pixmap-Transformation glätten

  4. Klicken Sie auf OK

Wenn Sie die WMS-Verbindung einmal gesetzt haben, ist sie für zukünftige QGIS Sitzungen gespeichert.

Wenn Sie einen Proxyserver konfigurieren müssen, um WMS-Dienste aus dem Internet zu beziehen, können Sie Ihren Proxyserver in den Optionen hinzufügen. Wählen Sie im Menü Einstellungen ► Optionen und klicken Sie auf den Tab Netzwerk. Dort können Sie Ihre Proxyeinstellungen einfügen und sie durch Anhaken von checkbox Proxy für Webzugriff verwenden aktivieren. Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Proxytyp selectString aus der Auswahl eingestellt haben.

20.1.4. WMS/WMTS Layer laden

Sobald Sie einmal erfolgreich Ihre Parameter eingegeben haben, können Sie die Schaltfläche Verbinden benutzen, um die Eigenschaften des ausgewählten Servers herunterzuladen. Dazu gehören die Bildkodierung, die Layer und ihre Stile sowie die Bezugssysteme. Da es sich um eine Netzwerkanfrage handelt, hängt die Antwortgeschwindigkeit von der Qualität Ihrer Netzwerkverbindung zum WMS-Server ab. Während Daten vom WMS-Server heruntergeladen werden, wird der Downloadfortschritt in der unteren linken Ecke des QGIS-Hauptfensters dargestellt.

Ihr Bildschirm sollte nun so ähnlich wie im Bild Abb. 20.3 aussehen, das die Antwort eines WMS-Servers darstellt.

../../../_images/connection_wms.png

Abb. 20.3 Daten von einem WMS-Server hinzufügen, mit Auflistung der verfügbaren Layer

Der obere Teil des Tabs Layer im Dialog zeigt eine Baumstruktur, die Layergruppen mit ihren enthaltenen Layern und dem (bzw. den) zugehörigen Stil(en) enthält, die vom Server angeboten werden. Jeder Eintrag wird durch:

  • eine ID

  • einen Namen

  • einen Titel

  • und eine Zusammenfassung identifiziert.

Sie können die Liste mit dem Suchfeld search rechts oben filtern.

Bildkodierung

Der Bildkodierung Bereich listet die Formate die sowohl vom Client als auch vom Server unterstützt werden auf. Wählen Sie eines abhängig von Ihren Anforderungen an die Bildqualität aus.

Tipp

Bildkodierung

In der Regel bieten WMS-Server JPEG oder PNG als Bildkodierung an. JPEG hat eine bildverschlechternde Kompression, während PNG zumeist die Qualität der ursprünglichen Rasterdaten widerspiegelt.

Verwenden Sie JPEG wenn Sie damit rechnen das die WMS Daten photographischen Charakter haben und/oder Sie ein Verlust an Bildqualität nicht stört. Dieser Kompromiss reduziert typischerweise die Datentransferbedingungen um das fünffache verglichen mit PNG.

Verwenden Sie PNG wenn Sie eine genaue Wiedergabe der Originaldaten erzielen wollen und die erhöhten Datentransferbedingungen Sie nicht stören.

Optionen

Der Dialogbereich Optionen enthält Möglichkeiten, die WMS-Abfrage zu konfigurieren. Sie können folgendes einstellen:

  • Kachelgröße wenn Sie die Kachelgröße (bspw., 256x256) einstellen wollen, um die WMS-Abfrage in viele einzelne Abfragen aufzuteilen.

  • Die Abfrageschrittgröße

  • Die Maximale Anzahl von GetFeatureInfo-Ergebnissen vom Server

  • Jeder WMS-Layer kann, in Abhängigkeit von den Eigenschaften des WMS-Servers, in verschiedenen KBS präsentiert werden. Wenn Sie einen Layer aus der Liste auswählen, erscheint ein Feld mit der Standardprojektion, die der Server anbietet. Klicken Sie auf setProjection KBS auswählen, um die Standardprojektion des Layers mit einem anderen vom Server unterstützten KBS zu ersetzen.

    Sie sehen einen Dialog ähnlich wie im Bild Abb. 10.3. Der Hauptunterschied zur WMS-Version des Dialogs ist, dass er nur KBS anzeigt, die vom WMS-Server unterstützt werden.

  • Schließlich können Sie noch checkbox Kontextbezogene WMS-Legende verwenden anhaken, falls der WMS-Server dies unterstützt. Dann wird nur die für Ihren aktuellen Kartenausschnitt relevante Legende gezeigt, wodurch Legendenelemente für Objekte ausgeblendet werden, die Sie im aktuellen Kartenausschnitt gar nicht sehen.

Ganz unten im Dialog sehen Sie ein Eingabefeld Layername, das den Titel des ausgewählten Eintrags enthält. Sie können den Namen nach Belieben ändern. Dieser Name wird im Bedienfeld Layer erscheinen, nachdem Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen geklickt und damit den oder die Layer nach QGIS geladen haben.

Sie können mehrere Layer auf einmal auswählen aber nur einen Stil pro Layer. Sollten mehrere Layer ausgewählt sein, werden sie auf dem WMS-Server zusammen gerendert und auf einmal als einzelner Layer an QGIS übertragen. Der Standardname ist eine Liste ihrer Titel, die mit Querstrich (/) getrennt ist.

Layerreihenfolge

Der Tab Layerreihenfolge listet die ausgewählten Layer des verbundenen WMS-Server auf.

Die WMS-Layers werden vom Server in der Reihenfolge übereinander gerendert, wie sie in der Liste im Tab Layer erscheinen, von oben nach unten. Möchten Sie die Reihenfolge ändern, können Sie die Schaltflächen Auf und Ab im Tab Layerreihenfolge verwenden.

Transparenz

Die Einstellung für die Globale Deckkraft in den Layereigenschaften ist hartkodiert, um stets aktiv zu sein, falls verfügbar.

20.1.5. Tilesets

Wenn Sie WMTS (gecachte WMS) Dienste verwenden wie

https://opencache.statkart.no/gatekeeper/gk/gk.open_wmts?\
  service=WMTS&request=GetCapabilities

können Sie durch die vom Server angeboteten Kachelsätze browsen. Zusätzliche Informationen wie Kachelgröße, Formate und unterstützte KBS sind in dieser Tabelle aufgeführt. Zusammen mit diesem Feature können Sie den Schiebregler für den Kachelmaßstab benutzen, den Sie im Menü Ansicht ► Bedienfelder ( oder kde Einstellungen ► Bedienfelder), und dann im Bedienfeld Kachelmaßstab finden. Darin sehen Sie die vom Kachelserver angebotenen Maßstäbe mit einem praktischen Schieberegler.

20.1.6. Das Objekte abfragen Werkzeug

Nachdem Sie einen Layer von einem WMS-Server geladen haben, können Sie die Layer mit dem Werkzeug identify Objekte Abfragen abfragen, sofern der WMS-Server diese Funktion unterstützt. Ein Klick auf einen Pixel stellt dann eine Abfrage an den WMS-Server für diesen Pixel. Das Ergebnis wird in Textform geliefert. Die Formatierung hängt von dem jeweilig verwendeten WMS-Server ab.

Formatauswahl

Wenn durch den Server mehrere Formate unterstützt werden wird dem Objekte abfragen Dialog automatisch eine Kombobox mit den unterstützten Formaten hinzugefügt und das ausgewählte Format kann im Projekt für den Layer gespeichert werden.

GML Formatunterstützung

Das identify Objekte abfragen Werkzeug unterstützt WMS Server Response (GetFeatureInfo) im GML Format (es wird Feature in der QGIS GUI in diesem Zusammenhang genannt). Wenn das „Feature“ Format vom Server unterstützt wird und ausgewählt ist, sind die Ergebnisse des Objekte abfragen Werkzeugs Vektorobjekte, wie bei einem normalen Vektorlayer. Wenn ein einzelnes Objekt im Baum ausgewählt wird wird es in der Karte hervorgehoben und kann in die Zwischenablage kopiert werden und in einen anderen Vektorlayer eingefügt werden. Sehen Sie sich für die Unterstüzung von GetFeatureInfo im GML Format das Beispielsetup des UMN Mapservers unten an.

# in layer METADATA add which fields should be included and define geometry (example):

"gml_include_items"   "all"
"ows_geometries"      "mygeom"
"ows_mygeom_type"     "polygon"

# Then there are two possibilities/formats available, see a) and b):

# a) basic (output is generated by Mapserver and does not contain XSD)
# in WEB METADATA define formats (example):
"wms_getfeatureinfo_formatlist" "application/vnd.ogc.gml,text/html"

# b) using OGR (output is generated by OGR, it is send as multipart and contains XSD)
# in MAP define OUTPUTFORMAT (example):
OUTPUTFORMAT
    NAME "OGRGML"
    MIMETYPE "ogr/gml"
    DRIVER "OGR/GML"
    FORMATOPTION "FORM=multipart"
END

# in WEB METADATA define formats (example):
"wms_getfeatureinfo_formatlist" "OGRGML,text/html"

Eigenschaften

Nachdem Sie einen WMS Server hinzugefügt haben können Sie sich seine Eigenschaften mit einem Rechtsklick in der Legende und dem Auswählen von Eigenschaften ansehen.

Reiter Metadaten

Der Reiter Metadaten im Kontextmenü zeigt eine Vielzahl von Informationen über den WMS-Server. Diese Infos sind dem Capabilities-Dokument des Servers entnommen. Viele Definitionen können reduziert werden indem man den WMS Standard liest (siehe OPEN-GEOSPATIAL-CONSORTIUM Literatur und Internetreferenzen), hier sind dazu einige praktische Definitionen:

  • Servereigenschaften

    • WMS Version– Die WMS-Version, die vom Server unterstützt wird.

    • Bildformate — Eine Liste der MIME-Typen mit denen der Server antworten kann. QGIS unterstützt jedes Format, welches die darunterliegende Bibliothek QT unterstützt, mindestens aber image/png und image/jpeg.

    • Abfrageformate — Eine Liste der MIME-Typen mit denen der Server auf Pixel-Abfragen antworten kann. Derzeit wird von QGIS nur der Typ text-plain unterstützt.

  • Layereigenschaften

    • Ausgewählt — Gibt an, ob dieser Layer während des Hinzufügens des Server ausgewählt war.

    • Sichtbar — Gibt an, ob der Layer in der Legende angezeigt wird oder nicht. (noch nicht verwendet in der aktuellen Version von QGIS.)

    • Kann abfragen — Gibt an, ob der Layer auf Abfragen Ergebnisse zurückgibt.

    • Kann Transparenz — Gibt an, ob der Layer transparent gezeichnet werden kann. Diese QGIS Version verwendet ein hardcodiertes Ja, sofern die Bildkodierung Transparenz bietet

    • Kann reingezoomt werden —Gibt an, ob dieser Layer gezoomt werden kann. Diese Version von QGIS verwendet standardmäßig Ja. Daher kann es sein, dass einige Layer komisch aussehen, die diese Funktion nicht unterstützen.

    • Kaskadierend — WMS-Server können als Proxy zwischen anderen WMS-Servern agieren, um Rasterdaten für einen Layer anzufordern. Dieser Eintrag gibt an, wieviele WMS-Server angefragt werden müssen, um die Daten zu bekommen.

    • Fixierte Höhe, Fixierte Breite —Gibt an, ob der Layer eine feste Pixeldimension hat. Diese Version von QGIS nimmt an, dass alle WMS-Layer diesen Wert nicht gesetzt haben. Daher kann es sein, dass einige Layer komisch aussehen, die diese Funktion nicht unterstützen.

    • WGS 84 Boundingbox —Gibt die Boundingbox eines Layers in WGS84-Koordinaten an. Einige WMS-Server setzen diese Werte nicht korrekt (z.B. stehen darin manchmal UTM-Koordinaten), sodass bei solchen Layern in QGIS der Eindruck entsteht, sehr weit herausgezoomt zu sein. Der Webmaster des WMS-Servers sollte dann auf dieses Problem aufmerksam gemacht werden. Das WMS XML-Element ist LatLonBoundingBox, EX_GeographicBoundingBox oder die CRS:84 BoundingBox.

    • Verfügbare Koordinatensysteme — Die Projektionen, in denen dieser Layer dargestellt werden kann. Diese sind dem Capabilities-Dokument des Servers entnommen.

    • Verfügbare Stile — Die Bildstile, in denen dieser Layer dargestellt werden kann.

20.1.7. Show WMS legend graphic in table of contents and layout

The QGIS WMS data provider is able to display a legend graphic in the table of contents‘ layer list and in the print layout. The WMS legend will be shown only if the WMS server has GetLegendGraphic capability and the layer has getCapability url specified, so you additionally have to select a styling for the layer.

Wenn eine legendGraphic verfügbar ist, wird diese unter dem Layer angezeigt. Sie ist klein und Sie müssen darauf klicken um Sie in Ihrer tatsächlichen Größe (gemäß den QgsLegendInterface Architekturlimitationen) zu öffnen. Das Klicken auf die Legende des Layers öffnet einen Rahmen mit einer Legende in voller Auflösung.

In the print layout, the legend will be integrated at it’s original (downloaded) dimension. Resolution of the legend graphic can be set in the item properties under Legend ► WMS LegendGraphic to match your printing requirements.

Die Legende wird Kontextinformationen basiert auf dem aktuellen Maßstab darstellen. Die WMS Legende wird nur gezeigt wenn der WMS Server eine GetLegendGraphic Capability hat und für dem Layer eine getCapability URL angegeben wurde, also müssen Sie einen Stil auswählen.

20.1.8. Einschränkungen des WMS-Klienten

Nicht alle mögliche WMS Client Funktionalitäten sind in diese Version von QGIS| integriert worden. Einige der bemerkenswerteren Ausnahmen folgen noch.

WMS-Layereigenschaften ändern

Once you’ve completed the addWmsLayer Add WMS layer procedure, there is no way to change the settings. A work-around is to delete the layer completely and start again.

WMS-Server, die eine Authentifizierung benötigen

Derzeit werden öffentlich zugängliche und gesicherte WMS Services unterstützt. Die gesicherten WMS Server können mit öffentlicher Authentifizierung angebunden werden. Sie können die (optionalen) Anmeldeinformationen hinzufügen wenn Sie einen WMS Server hinzufügen. Schlagen Sie unter Abschnitt WMS/WMTS Server auswählen Details nach.

Tipp

Zugriff auf abgesicherte OGC-Layer

If you need to access secured layers with secured methods other than basic authentication, you can use InteProxy as a transparent proxy, which does support several authentication methods. More information can be found in the InteProxy manual at https://inteproxy.wald.intevation.org.

Tipp

QGIS WMS Mapserver

Since Version 1.7.0, QGIS has its own implementation of a WMS 1.3.0 Mapserver. Read more about this in QGIS Server Anleitung/Handbuch.

20.2. WCS Client

wcs Ein Web Coverage Service (WCS) stellt eine Anbindung zu Rasterdaten in Formaten die nützlich für die client-seitige Darstellung, als Input für wissenschaftliche Modelle und für andere Clients zur Verfügung. Der WCS ist vergleichbar zu WFS und WMS. Als WMS und WFS Service Instanz erlaubt der WCS den Clients Teile von Serverinformationsbeständen basierend auf räumlichen Einschränkungen und Abfragekriterien auszuwählen.

QGIS hat einen nativen WCS Provider und unterstützt sowohl Version 1.0 und 1.1 (welche deutliche Unterschiede aufweisen), aktuell jedoch wird 1.0 vorgezogen da es mit 1.1 viele Probleme gibt (z.B. implementiert jeder Server es auf eine andere Art und Weise mit zahlreichen Besonderheiten).

Der native WCS Provider kümmert sich um alle Netzwerkanfragen und verwendet alle voreingestellten QGIS Netzwerkanfragen (insbesondere proxy). Es ist auch möglich einen Cache auszuwählen (‚Immer cachen‘, ‚Cache vorziehen‘, ‚Netzwerk vorziehen‘, ‚Immer Netzwerk‘) und der Provider unterstützt ebenfalls das Auswählen der Zeitposition wenn Temporal Domain vom Server angeboten wird.

Warnung

Wenn Sie Benutzername und Passwort im Tab Authentifizierung speichern, werden diese Geheimnisse ungeschützt in der Verbindungskonfiguration gespeichert. Die Geheimnisse sind sichtbar wenn Sie z.B. die Projektdatei an andere weitergeben. Deshalb ist es ratsam. die Geheimnisse stattdessen in einer Authentifizierungskonfiguration (Tab Konfigurationen). Schlagen Sie Details in Authentifizierungssystem nach.

20.3. WFS und WFS-T Klient

In QGIS, a WFS layer behaves pretty much like any other vector layer. You can identify and select features, and view the attribute table. QGIS supports WFS 1.0.0, 1.1.0, 2.0 and OGC API - Features (OAPIF), including editing (through WFS-T).

In general, adding a WFS layer is very similar to the procedure used with WMS. There are no default servers defined, so you have to add your own. You can find WFS servers by using the MetaSearch plugin or your favourite web search engine. There are a number of lists with public URLs, some of them maintained and some not.

Einen WFS-Layer laden

As an example, we use the Gateway Geomatics WFS server and display a layer. https://demo.gatewaygeomatics.com/cgi-bin/wfs_gateway?REQUEST=GetCapabilities&VERSION=1.0.0&SERVICE=WFS

To be able to load a WFS Layer, first create a connection to the WFS server:

  1. Open the Data Source Manager dialog by pressing the dataSourceManager Open Data Source Manager button

  2. Enable the addWfsLayer WFS/OGC API-Features tab

  3. Click on New… to open the Create a New WFS Connection dialog

  4. Enter Gateway Geomatics as name

  5. Enter the URL (see above)

    ../../../_images/add_connection_wfs.png

    Abb. 20.4 Creating a connection to a WFS server

    Bemerkung

    In case of an OGC API - Features (OAPIF), the URL to provide should be the landing page, ie the main page from which it is possible to navigate to all the available service endpoints.

  6. In the WFS settings dialog, you can:

    • Indicate the WFS version of the server. If unknown, press the Detect button to automatically retrieve it.

    • Define the maximum number of features retrieved in a single GetFetFeature request. If empty, no limit is set.

    • Invert axis orientation.

    • And depending on the WFS version:

      • Force to Ignore axis orientation (WFS 1.1/WFS 2.0)

      • Enable feature paging and specify the maximum number of features to retrieve with Page size. If no limit is defined, then the server default is applied.

    Warnung

    Entering username and password in the Authentication tab will keep unprotected credentials in the connection configuration. Those credentials will be visible if, for instance, you shared the project file with someone. Therefore, it’s advisable to save your credentials in an Authentication configuration instead (Configurations tab). See Authentifizierungssystem for more details.

  7. Press OK to create the connection.

Beachten Sie dass auch jede Proxyeinstellung die Sie in Ihren eingestellt haben berücksichtigt wird.

Now we are ready to load WFS layers from the above connection.

  1. Choose ‚Gateway Geomatics‘ from the Server Connections selectString drop-down list.

  2. Click Connect

  3. Select the Parks layer in the list

  4. You can also choose whether to:

    • unchecked Use title for layer name, showing the layer’s title as defined on the server in the Layers panel instead of its Name

    • checkbox Only request features overlapping the view extent

    • unchecked Change the layer’s CRS

    • or Build query to specify particular features to retrieve, by either using the corresponding button or double-clicking the target layer.

  5. Click Add to add the layer to the map.

../../../_images/connection_wfs.png

Abb. 20.5 Einen WFS Layer hinzufügen

You’ll notice the download progress is visualized in the lower left of the QGIS main window. Once the layer is loaded, you can identify and select a couple of features and view the attribute table.

Bemerkung

QGIS supports different versions of the WFS protocol, with background download and progressive rendering, on-disk caching of downloaded features and version autodetection.