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Vektorlayereigenschaften

Der Layereigenschaften-Dialog stellt Informationen über den Layer, Darstellungseinstellungen und Beschriftungsoptionen bereit. Wenn ein Vektorlayer aus einer PostgreSQL/PostGIS Datenbank geladen wurde, können über den Dialog Layereigenschaften auch SQL-Abfragen mit dem Query Builder-Dialog im Reiter Allgemein angewendet werden. Um den Layereigenschaften-Dialog zu erreichen doppelklicken Sie einen Layer in der Legende oder machen Sie einen Rechtsklick auf den Layer und wählen Sie Eigenschaften aus dem Popupmenü.

Figure Vector Properties 1:

../../../_images/vectorLayerSymbology.png

Vector Layer Properties Dialog nix

Stil

symbology Ab der QGIS Version 1.4 wurde parallel eine neue Darstellung integriert, um die alte zu verbessern und letztlich auch abzulösen. QGIS 1.8 benutzt die neue Darstellung jetzt als Default-Einstellung was eine Vielzahl von Verbesserungen und neuen Features darstellt.

Eine Beschreibung der alten Darstellung finden Sie in Abschnitt Alte Darstellung.

Es gibt drei verschiedene Symboltypen: Zeichensymbole (für Punkte), Liniensymbole (für Linien) und Füll- und Randsymbole (für Polygone). Symbole können aus einer oder mehreren Symbolebenen bestehen. Sie können die Farbe eines Symbols festlegen, und diese gilt dann für alle weiteren Symbolebenen.Bei einigen Symbolen kann die Symbolfarbe gesperrt sein, bei diesen kann die Farbe dann nicht geändert werden. Dies ist nützlich, wenn man die Farbe eines Multilayer-Symbols definiert. Ebenso ist es möglich, die Breite für Liniensymbole sowie Größe und Rotation für Markersymbole zu definieren.

Vorhandene Typen von Symbolebenen

  • Punktlayer

    • Schriftmarkierung: Darstellung mit einer definierten Schrift.

    • Einfache Markierung: Darstellung mit einem definierten Symbol.

    • SVG Markierung: Darstellen mit einem SVG-Bild.

    • Ellipsen-Markierung: Darstellung mit Ellipsenformen die von Attributen abgeleitet wurden.

    • Vektorfeldmarkierung:Darstellung mit Vektorfeldern die von Attributen abgeleitet wurden.

  • Linienlayer

    • Liniendecoration: Hinzufügen einer Liniendekoration, z.B. Pfeil, um die Richtung der Linie darzustellen.

    • Markierungslinie: Darstellen einer Linie durch Wiederholung eines Symbols.

    • Einfache Linie: Darstellen einer Linie (mit festgelegter Breite, Farbe und Stiftstil).

  • Polygonlayer

    • Zentrierte Füllung: Darstellung eines Zentroids mit einem definierten Symbol.

    • SVG-Füllung: Füllen einer Fläche mit einem SVG-Bild.

    • Einfache Füllung: Füllen einer Fläche (mit festgelegter Farbe, Füll- und Randstil).

    • Liniendekoration: Darstellen einer Randlinie durch Hinzufügen einer Liniendekoration.

    • Punktmusterfüllung: Füllen Sie ein Polygon mit einem Punktmuster.

    • Rand: Liniendekoration: Fügen Sie eine Liniendekoration, z.B. einen Pfeil um die Richtung der Liniendekoration anzuzeigen, ein.

    • Rand: Markierungslinie: Darstellung einer Randlinie durch Wiederholung eines Symbols.

    • Rand: Einfache Linie: Definieren Sie Breite, Farbe und Schriftstil einer Randlinie.

Farbverläufe

Farbverläufe werden verwendet, um eine Spannweite von Farben zu definieren, die für die Darstellung verwendet werden sollen. Die Symbolfarbe wird entsprechend des definierten Farbverlaufs angewendet.

Es gibt drei Typen von Farbverläufen:

  • Gradient: Linearer Gradient von einer zu anderen Farben.

  • Random: Zufällig erstellte Farben aus einem festgelegten Farbraum.

  • Farbbrauer: Erstellen von Farbbereichen aus einem Farbschema und einer definierten Anzahl von Farbklassen.

Sie können neue Farbverläufe im Reiter Farbverlauf des Stilmanagers definieren (siehe Kapitel vector_style_manager), indem Sie auf [Hinzufügen] klicken und dann einen Farbverlauftyp auswählen.

Stile

Ein Stil gruppiert eine Reihe unterschiedlicher Symbole und Farbanstiege. Dadurch ist es möglich, eigene, bevorzugte oder häufig benutzte Symbole festzulegen und abzuspeichern. Stile (Symbole und Farbanstiege) haben immer einen Namen, über den Sie gesucht werden können. Es gibt mindestens einen veränderbaren Standard-Stil in QGIS und Sie können weitere Stile hinzufügen. Im unteren Teil des Stil Reiters gibt es vier Knöpfe für das Verwalten von Stilen: Verwenden Sie [Stilvorgaben wiederherstellen] um zurück zu Ihren Standardeinstellungen zu gehen, [Als Vorgabe speichern] um Ihren Stil als Vorgabe zu speichern, [Stil laden ...] um zu Ihren eigenen Stilen zu gelangen und [Stil speichern] um Ihre eigenen Stile zu speichern. Der Stil eines Layers kann von einem Layer zu einem anderen Layer übetragen werden. Aktivieren Sie einen Layer und wählen Sie Layer ‣ mActionEditCopy Stil kopieren und wechseln Sie zu einem anderen Layer. Wählen Sie dann Layer ‣ mActionEditPaste Stil einfügen.

Darstellungen

Über die Darstellung wird festgelegt, wie Objekte als Symbole angezeigt werden. Es gibt vier Arten der Darstellung: Einzelsymbol, Kategorisiert (in der alten Darstellung auch eindeutiger Wert genannt), Abgestuft und Regelbasierend. Die Vorgabe Fortlaufende Farbe gibt es nicht, da es sich dabei um einen Spezialfall der kategorisierten Darstellung handelt. Die kategorisierte und abgestufte Darstellung wird erreicht, indem ein Symbol mit einem Farbanstieg definiert wird - die Farben der Symbole werden dann passend gesetzt.

Mit der neuen Darstellung arbeiten

Im Reiter Stil können Sie zwischen fünf Darstellungen wählen: Einzelsymbol, Kategorisiert, Abgestuft, Regelbasierend und Punktverdrängung. Für jeden Datentyp (Punkte, Linien und Polygone) sind Symbolebenen erhältlich (siehe vector_symbol_types). Abhängig von der gewählten Darstellung erscheinen im Reiter Stil verschiedene Einstellungen und Optionen die in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben werden. Die neue Darstellung bietet ebenfalls einen [Stilmanager] Knopf der Sie mit dem Stilmanager verbindet (siehe Abschnitt vector_style_manager). Mit dem Stilmanager können Sie Symbole bearbeiten und entfernen sowie neue hinzufügen.

Tipp

Auswahl und Ändern von Mehrfachsymbolen

Die neue Darstellung erlaubt es Mehrfachsymbole auszuwählen und mit einem Rechtsklick die Farbe, Tranparenz, Größe oder Breite der gewählten Einträge zu verändern.

Einzelsymbol Darstellung

Die Einzelsymboldarstellung wird verwendet um alle Objekte eines Vektorlayers mit einem einfachen, definierten Symbol darzustellen. Die Eigenschaften die im Reiter Stil angepasst werden können hängen teilweise vom Layertyp ab, aber alle Typen haben die folgende Struktur. Im oberen linken Teil des Reiters gibt es eine Vorschau des aktuellen Symbols das darsgestellt werden soll. Im unteren Teil des Reiters befindet sich die Liste mit Symbolen die schon für den aktuellen Stil definiert worden sind und die bereit zum Aussuchen aus der Liste sind. Das aktuelle Symbol kann mit Hilfe des [Ändern] Knopfes unter der Vorschau verändert werden. Es öffnet sich ein Symboleigenschaften-Dialog. Wenn Sie den [Ändern] Knopf rechts von der Vorschau öffnet sich ein einfacher Farbauswahl-Dialog.

Figure Symbology 1:

../../../_images/singlesymbol_ng_line.png

Single symbol line properties nix

Im Reiter Stil können Sie neben einer allgemeinen Transparenz auch definieren dass Millimeter oder Karteneinheiten für die Größenskalierung benutzt werden sollen. Im [Erweitert] Knopf neben dem [Als Stil speichern] Knopf können Sie datendefinierte Drehungs- und Größenskalierungsfelder definieren. Hier können Sie im Symbolebenen ‣ Menu die Reihenfolge in welcher die Symbolebenen dargestellt werden definieren (falls das Symbol aus mehr als einem Layer besteht).

Nachdem alle Veränderungen vorgenommen wurden kann das Symbol zur Liste der gespeicherten Stile hinzugefügt werden (dafür den [+Stil speichern] Knopf benutzen) und in Zukunft auf einfache Art und Weise verwendet werden. Darüber hinaus kann der [Stil speichern] Knopf zum Speichern als QGIS Layer Style Datei (.qml) oder SLD Datei (.sld) benutzt werden. Zur Zeit können in Version 1.8 SLDs von jedem Darstellungstyp exportiert werden: Einzelsymbol, Kategorisiert, Abgestuft und Regelbasierend, aber wenn man ein SLD importiert wird entweder ein Einzelsymbol oder eine Regelbasierende Darstellung erstellt. Dies bedeutet dass kategorisierte oder abgestufte Stile zu regelbasierenden konvertiert werden. Wenn Sie diese Darstellungsarten beibehalten wollen, müssen Sie das QML-Format verwenden. Andererseits kann es manchmal sehr nützlich sein diesen einfachen Weg Stile zu Regelbasierenden zu konvertieren zu wählen.

Kategorisierte Darstellung

Die kategorisierte Darstellung wird verwendet, um alle Objekte eines Vektorlayers mit einem definierten Symbol darzustellen. Dabei reflektiert der Farbwert des Symbols den Wert eines Objektattributs. Der Reiter Stil ermöglicht folgendes auszuwählen:

  • Das Attribut (über die Auswahl Spalte)

  • Das Symbol (über die Auswahl Symbol)

  • Die Farbe (über die Auswahl Farbverlauf)

Der [Erweitert] Knopf in der unteren rechten Ecke des Dialogs ermöglicht die Auswahl von Attributspalten für die Drehung und Größenskalierung. Zur Veranschaulichung wird im unteren Teil des Reiters eine Liste mit allen Attributen der jeweils verwendeten Symbolfarbe angezeigt.

Das Beispiel in figure_symbology_2 zeigt den Dialog Kategorisierte Darstellung für den Vektorlayer rivers des QGIS -Beispieldatensatzes.

Figure Symbology 2:

../../../_images/categorysymbol_ng_line.png

Categorized Symbolizing options nix

Sie können einen individuellen Farbverlauf erstellen, indem Sie im Bereich Farbverlauf Neuer Farbverlauf ... auswählen. Dadurch öffnet sich ein neuer Dialog und Sie können auswählen zwischen Gradient, Zufällig und Farbbrauer. Jede dieser Optionen ermöglicht dann, die Farbschritte festzulegen. Ein Beispiel können Sie in Abbildung figure_symbology_3 finden.

Figure Symbology 3:

../../../_images/customColorRampGradient.png

Example of custom gradient color ramp with multiple stops nix

Abgestufte Darstellung

Die abgestufte Darstellung wird verwendet, um alle Objekte eines Vektorlayers mit einem definierten Symbol darzustellen. Dabei reflektiert der Farbwert die Klassifikation von Objektattributen innerhalb definierter Klassen. Wie in der kategorisierten Darstellung ist es möglich Drehung und Größenskalierung aus spezifizierten Spalten zu definieren.

Figure Symbology 4:

../../../_images/graduatesymbol_ng_line.png

Graduated Symbolizing options nix

Wie bei der kategorisierten Darstellung ist es möglich Drehung und Größenskalierung anhand von spezifizierten Spalten zu definieren.

Analog zur kategorisierten Darstellung ermöglicht der Reiter Stil folgende Einstellungen:

  • Das Attribut (über die Auswahl Spalte)

  • Das Symbol (über die Auswahl Symbol)

  • Die Farbe (über die Auswahl Farbverlauf)

Zusätzlich können Sie die Anzahl der Klassen und den Modus für die Klassifizierung festlegen. Im unteren Teil des Reiters wird eine Liste der Klassen, mit deren Darstellung, der Range und dem Label angezeigt. Die vohandenen Modi sind:

  • Gleiches Intervall

  • Quantile
  • Natürliche Unterbrechungen (Jenks)

  • Standardabweichung

  • Schöne Unterbrechungen

Das Listenfeld im unteren Bereich des Reiters Stil zeigt die festgelegten Werteklassen und -bereiche, Beschriftungen und Symbole, die dargestellt werden.

Das Beispiel figure_symbology_4 zeigt den Abgestufte Darstellung Dialog für den Vektorlayer rivers des QGIS-Beispieldatensatzes.

Regelbasierende Darstellung

Die regelbasierende Darstellung wird verwendet, um mit Hilfe von regelbasierenden Symbolen, deren Farbe die Klassifikation der Attribute eines ausgewählten Objektes zu einer Klasse reflektiert, alle Objekte eines Layers darzustellen. Die Regeln basieren auf SQL-Abfragen. Der Dialog erlaubt auch das gruppieren von Regeln durch Filter und Massstabsangaben und Sie können entscheiden ob Sie Symbolebenen (über den [Zeichenreihenfolge ...] Knopf) verwenden oder einfach nur die oben stehende Regel verwenden.

Das Beispiel figure_symbology_5 zeigt den Dialog der regelbasierenden Darstellung für den Layer rivers des QGIS Beispieldatensatzes.

Um eine Regel zu erstellen aktivieren Sie eine bestehende Reihe indem Sie darauf klicken oder klicken Sie auf ‘+’ und klicken Sie auf eine neue Regel. Dann drücken Sie den [Bearbeiten] Knopf. Im Regeleigenschaftendialog können Sie eine Beschriftung für die Regel definieren. Drücken Sie den browsebutton Knopf um den Ausdruckseditor zu öffnen. Klicken Sie in der Funktionsliste auf >-Felder und Werte um alle Attribute der gesuchten Attributtabelle sehen zu können. Um dem Ausdruck Feld des Ausdruckseditors ein Attribut hinzuzufügen machen Sie einen Doppelklick auf den Namen in der >-Felder und Werte-Liste. Im allgemeinen können Sie diverse Felder, Werte und Funktionen zum Erstellen des Rechenausdrucks verwenden. Sie können den Ausdruck auch einfach in das Fenster eingeben (siehe Feldrechner).

Figure Symbology 5:

../../../_images/rulesymbol_ng_line.png

Rule-based Symbolizing options nix

Punkt-Verschiebung

Für Punktlayer gibt es eine Darstellungsart, mit der es möglich ist, sämtliche Punkte eines Layers auch dann darzustellen, wenn sie sich teilweise an derselben Stelle befinden. Die Punkte werden dabei um ein Zentrumssymbol herum auf einem Versatzkreis angeordnet und dargestellt.

Figure Symbology 6:

../../../_images/poi_displacement.png

Point displacement dialog nix

Symboleigenschaften festlegen

Mit dem Symboleigenschaften Dialog können Sie verschiedene Eigenschaften des darzustellenden Symbols festlegen. Im unteren linken Teil des Dialogs finden Sie eine Vorschau des aktuellen Symbols so wie es im Kartenfenster dargestellt wird. Über der Vorschau befindet sich eine Liste von Symbollayern. Um den Symboleigenschaften Dialog zu starten, klicken den [ mActionOptions Ändern...] Knopf im Reiter Stil des Layereigenschaften Dialogs.

Über die Schalttafeln können Sie Layer hinzufügen oder entfernen, die Position der Layer verändern oder die Layerfarbe sperren. Im rechten Teil des Dialogs werden die zum ausgewählten Layer gehörigen Einstellungen gezeigt. Die wichtigste ist die ‘Symbollayertyp’ Combobox die es ermöglicht den Layertyp auszuwählen. Die Optionen hängen vom Layertyp ab (Punkt, Linie, Ploygon). Die Symbollayertyp Optionen werden in Abschnitt vector_symbol_types beschrieben. Sie können überdies die Symbollayereigenschaften im rechten Teil des Dialogs verändern. Wenn Sie z.B. eine SVG -Markierung für den Punktlayer gewählt haben ist es jetzt möglich die Farbe im Farbe Menü zu ändern.

Figure Symbology 7:

../../../_images/symbolproperties1.png

Line composed from three simple lines nix

Stilmanager

Der Stilmanager ist eine kleine Applikation, in der alle vohandenen Symbole und Farbanstiege aufgelistet werden. Es ermöglicht außerdem, Symbole hinzuzufügen und/oder zu entfernen. Starten Sie den Stilmanager, indem Sie auf Einstellungen‣ Stilmanager im Hauptmenü klicken. Alternativ können Sie ihn über den Reiter Stil erreichen.

Figure Symbology 10:

../../../_images/stylemanager.png

Style Manager to manage symbols and color ramps nix

Alte Darstellung

Bemerkung

QGIS 1.8. unterstützt weiterhin die Verwendung der alten Darstellung, auch wenn wir empfehlen mit der neuen Darstellung zu arbeiten, siehe Abschnitt vector_new_symbology, da die alte Darstellung in einer der kommenden Versionen verschwinden wird.

Wenn Sie die alte Darstellung verwenden wollen, klicken Sie auf den Knopf [Alte Darstellung] im Reiter Stil des Layereigenschaften Dialogs.

Sie können auch einstellen, dass die alte Darstellung wieder der Standard ist, in dem Sie das Kontrollkästchen checkbox Darstellung der nächsten Generation verwenden im Reiter Stil im Menü Einstellungen ‣Optionen deaktivieren.

Die alte QGIS Darstellung unterstützt folgende Darstellungsarten:

  • Einfaches Symbol - ein einfaches Symbol wird jedem Objekt im Layer zugewiesen.

  • Abgestuftes Symbol -Objekten eines Layers wird in Abhängigkeit von einer Attributspalte und einer definierten Anzahl von Klassen eine Darstellung zugewiesen.

  • Fortlaufende Farbe-Objekten eines Layers wird anhand von definierten, numerischen Werten eine fortlaufende Farbe zugewiesen.

  • Eindeutiger Wert - Objekte werden durch die eindeutigen Werte eines bestimmten Feldes klassifiziert und haben alle ein anderes Symbol.

Um die Darstellung für einen Layer zu ändern doppelklicken Sie auf seinen Legendeneintrag so dass der Layereigenschaften Dialog angezeigt wird.

Stiloption

Innerhalb des Reiters Stil können auch Stiloptionen für Vektorlayer definiert werden. Abhängig vom ausgewählten Legendentyp können Vektorobjekte auch klassifiziert dargestellt werden.

Die folgenden Stiloptionen stehen zur Verfügung:

  • Füllstil -Definition des Füllstils von Polygonen. Neben Ausgefüllt und Nicht gefüllt stehen zahlreiche Schraffurstile und die Möglichkeit eine eigene Textur in Form eines Bildes zu laden. Wählen Sie dazu Füllstil: ? Texture selectstring, drücken Sie auf den Knopf browsebutton und wählen Sie eine Bilddatei. Aktuell wird als Datenformat *.jpeg, *.xpm , und *.png unterstützt.

  • Füllfarbe- Definition der Füllfarbe von Polygonen.

  • Umrandungsoptionen

    • Umrandungsstil - Linienstil für Umrandungslinien von Objekten. Hier kann auch ‘Keine’ eingestellt werden.

    • Umrandungsfarbe - Definition der Farbe für Linien und Umrandungslinien von Objekten.

    • Umrandungsbreite - Definition der Linienbreite für Linien und Umrandungslinien von Objekten.

Nachdem Sie die Darstellung für den Layer festgelegt haben, können Sie die Definition als Datei mit der Endung *.qml speichern. Dazu drücken Sie auf den Knopf [Stil speichern ...] und entsprechend zum Laden einer Stildefinition auf den Knopf [Stil laden ...].

Wenn Sie möchten, dass immer eine bestimmte Stildefinition verwendet wird, wenn Sie einen Layer laden, klicken Sie auf den Knopf [Als Vorgabe speichern].Wenn Sie die Darstellung des Layers verändern, aber lieber wieder zur abgespeicherten Standard-Stildefinition zurückkehren möchten, drücken Sie den Knopf [Stilvorgaben wiederherstellen].

Vektor Transparenz

In QGIS ist es möglich die Transparenz für jeden Vektorlayer zu bestimmen. Verschieben Sie dazu den Regler Transparenz slider innerhalb des Reiters Stil. Dies ist sehr nützlich wenn Sie mehrere Vektorebenen miteinander überlagern möchten.

Beschriftungen

labels Analog zur Darstellung, stellt QGIS 1.8 derzeit auch zwei Beschriftungen zur Verfügung. Der Reiter Beschriftungen enthält noch die alte Beschriftung. Die neue Beschriftung ist noch als Kern-Erweiterung implementiert, und wird die alte Beschriftung in einer der kommenden Versionen ersetzen.

Wir empfehlen die neue Beschriftung zu verwenden. Sie ist in Neue Beschriftung beschrieben.

Die alte Darstellung im Reiter Labels ermöglicht das Beschriften von Objekten sowie die Kontrolle einiger Optionen: der Schriftstil, die Anordnung, die Ausrichtung, die Pufferung und die Position der Beschriftung. Als Beispiel stellen wir die Beschriftung der Karte lakes.shp des QGIS_example_dataset vor:

  1. Laden Sie das Shape alaska.shp und die GML Datei lakes.gml ins QGIS

  2. Zoomen Sie ein wenig in ein Gebiet mit ein paar Seen

  3. Aktivieren Sie den lakes Layer

  4. Öffnen Sie den Layereigenschaften Dialog

  5. Klicken Sie auf den Reiter Beschriftungen

  6. Aktivieren Sie die checkbox Beschriftungen anzeigen Checkbox um das Beschriften zu ermöglichen

  7. Wählen Sie das Feld das beschriftet werden soll aus. Wählen Sie Beschreibungsfeld: NAMES selectstring

  8. Geben Sie eine Beschriftungsvorgabe für Seen ein, die keine Beschriftung im Feld NAMES enthalten. Die Standardbeschriftung wird jedesmal benutzt wenn QGIS auf einen See ohne Eintrag im NAMES Feld stößt.

  9. Wenn eine Spalte Attribute enthält, die über mehrere Zeilen gehen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen checkbox Mehrzeilige Beschriftungen?. QGIS wird dann die Zeilenumbrüche entsprechend setzen. Dabei handelt es sich um das einfache Zeichen \n, (nicht zwei einzelne Zeichen, wie ein Backslash \ gefolgt von dem Zeichen n). Um Zeilenumbrüche in ein Attributfeld einzufügen, konfigurieren Sie bitte das Bearbeitungselement für die Spalte auf Texteditor.

  10. Klicken Sie auf [Anwenden].

Nun werden Beschriftungen angezeigt, aber sie sind wahrscheinlich noch zu groß und schlecht plaziert bezogen auf die Objekte des Layers.

Klicken Sie auf den Knopf [Schrift], ändern Sie Schriftart, -stil und -größe und drücken dann auf [OK]. Ändern Sie entsprechend auch die [Farbe] der Beschriftung. Sie können darüber hinaus den Winkel und die Platzierung der Beschriftung ändern.

Um die Position der Beschriftungen relativ zum Objekt zu ändern führen Sie folgende Schritte durch:

  1. Unter den grundlegenden Beschriftungsoptionen können Sie die Platzierung in dem sie einen der Radiobuttons in der Platzierung Gruppe auswählen verändern. In diesem Beispiel drücken Sie auf den Knopf radiobuttonon Rechts .

  2. die Beschriftungsgröße ermöglicht es Ihnen zwischen In Punkten oder In Karteneinheiten zu wählen.

  3. Klicken Sie auf [Anwenden] um Ihre Veränderungen anzuzeigen ohne den Dialog zu schließen.

Nun sehen die Beschriftungen schon besser aus, aber Sie liegen noch ein wenig zu nah an den Objekten. Dies können Sie ändern, indem Sie auf Position klicken und einen X- und Y-Offset einstellen. Mit einem X-Offset mit dem Wert 5 sind die Beschriftungen wahrscheinlich schon besser lesbar. Ansonsten passen Sie die Werte entsprechend an.

Die letzte Anpassung der Beschriftung ist das Puffern. Dies bedeutet, dass die Beschriftung mit einem farblichen Puffer hinterlegt werdem, damit man sie besser lesen kann. Um die Beschriftungen der Karte lakes.shp zu Puffern sind folgende Schritte notwendig:

  1. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen checkbox Beschriftungen freistellen.

  2. Choose a size for the buffer using the spin box.
  3. Wählen Sie eine Farbe indem Sie auf [Farbe] klicken und suchen Sie Ihren Favoriten aus der Farbauswahl. Wenn Sie wollen können Sie auch eine Transparenz für den von Ihnen erstellten Puffer festlegen.

  4. Klicken Sie auf [Anwenden] um das Ergebnis zu betrachten.

Wenn Sie mit dem Resultat noch nicht glücklich sind, verändern Sie die Einstellungen weiter, bis es Ihnen gefällt und klicken Sie jeweils immer auf den Knopf [Anwenden], um es anzuschauen.

Ein Puffer der Größe 1 gibt normalerweise recht ansehnliche Ergebnisse. Sie können die Puffergröße übrigens auch in Karteneinheiten definieren, wenn Ihnen das besser gefällt.

Mit den erweiterten Einträgen im Reiter Beschriftung können Sie das Erscheinungsbild der Beschriftungen abhängig von im Layer gespeicherten Attributen kontrollieren. Die Einträge die mit Datendefiniert anfangen ermöglichen es die Parameter festzulegen inde, die Felder im Layer benutzt werden.

Beachten Sie dass der Reiter Beschriftung eine Vorschau in der Ihre ausgewählte Beschriftung gezeigt wird zur Verfügung stellt.

Neue Beschriftung

Die neue Kernanwendung mActionLabeling Beschriftung bietet intelligente Beschriftung für Punkt-, Linien- und Polygonlayer und benötigt nur wenige Parameter. Diese neue Anwendung funktioniert auch bei On-The-Fly transformierten Layern und wird in naher Zukunft die Standard-Beschriftung in QGIS ablösen.

Die neue Beschriftung anwenden

  1. Starten Sie QGIS und laden Sie eine Vektor Punkt-, Linien- oder Polygonlayer.

  2. Aktivieren Sie den Layer in der Legende und klicken Sie dann auf das Icon mActionLabeling Beschriftung in der Werkzeugleiste.

Punktlayer beschriften

Als erstes müssen Sie das Kontrollkästchen checkbox Layer beschriften mit aktivieren und eine Attributspalte angeben, deren Inhalt für die Beschriftung verwendet werden soll. Klicken Sie browsebutton wenn Sie Beschriftungen regelbasiert definieren wollen. Danach können Sie den Textstil und die maßstabsabhängige Darstellung im Reiter Beschriftungseinstellungen definieren (siehe Figure_labels_1). Wählen Sie den Reiter Erweitert für Platzierung und die Priorität der Beschriftung. Sie können hier festlegen ob alle Teile mehrteiliger Objekte beschriftet werden sollen. Mit der Beschriftung bei Zeichen umbrechen Funktion können Sie einen Buchstaben für einen Zeilenumbruch in der Beschriftung definieren. Der Reiter Datendefinierte Einstellungen ermöglicht Ihnen die attributabhängige Definition der Schriftarteigenschaften, Puffereigenschaften und Position. Sie können hier genauso Ihre Datenbankverbindung benutzen.

Figure Labels 1:

../../../_images/label_points.png

Smart labeling of vector point layers nix

Linienlayer beschriften

Als erstes müssen Sie das Kontrollkästchen checkbox Layer beschriften mit aktivieren und eine Attributspalte angeben, deren Inhalt für die Beschriftung verwendet werden soll. Hier können Sie regelbasierende Beschriftungen festlegen. Danach können Sie den Textstil und die Maßstabsabhängige Darstellung festlegen. Weitere Beschriftungsoptionen erreichen Sie durch den Reiter Erweitert. Sie können hier die Platzierung, den Beschriftungsabstand, eine von der Linienorientierung abhängige Position und die Beschriftungspriorität definieren. Des weiteren können Sie definieren ob alle Teile mehrteiliger Objekte beschriftet werden, ob Linien verbunden werden sollen um doppelte Beschriftungen zu vermeiden und ob ein Richtungssymbol hinzugefügt werden soll (siehe Figure_labels_2). Es ist auch möglich das Beschriften von Objekten zu unterbinden und Beschriftungen bei Zeichen umzubrechen. Verwenden Sie Datendefinierte Einstellungen attributgestützte oder datenbankverbindungsgestützte Einstellungen.

Figure Labels 2:

../../../_images/label_line.png

Smart labeling of vector line layers nix

Polygonlayer beschriften

Als erstes müssen Sie das Kontrollkästchen checkbox Layer beschriften mit aktivieren und eine Attributspalte angeben, deren Inhalt für die Beschriftung verwendet werden soll. Hier können Sie regelbasierende Beschriftungen festlegen. Definieren Sie in Beschriftungseinstellungen den Textstil und die maßstabsabhängige Darstellung (siehe Figure_labels_3). Verwenden Sie Datendefinierte Einstellungen für atrributabhängige oder datenbakverbindungsabhängige Einstellungen.

Figure Labels 3:

../../../_images/label_area.png

Smart labeling of vector polygon layers nix

Beschriftungseinstellungen ändern

Außerdem können Sie auf den Knopf [Beschriftungseinstellungen] drücken und eine Suchmethode für die optimale Beschriftung auswählen. Zur Verfügung steht Kette, Popmusik Tabu, Popmusik Kette, Popmusic Tabu Kette und FALP.

Figure Labels 4:

../../../_images/label_engine.png

Dialog to change label engine settings nix

Darüber hinaus kann die Kandidatenanzahl für Punkte, Linien und Polygone definiert werden und Sie können festlegen ob alle Beschriftungen angezeigt werden (inklusive der kollidierenden Beschriftungen) und ob alle Beschriftungskandidaten zur Fehlerbeseitigung angezeigt werden.

Schlüsselworte für die Beschriftung in der Attributspalte

Es gibt eine Reihe von Schlüsselworten, die verwendet werden können, um die Platzierung von Beschriftungen mittels einer Attributspalte festzulegen.

  • Für horizontale Ausrichtung: left, center, right

  • Für vertikale Ausrichtung: bottom, base, half, top

  • Farben können mit SVG Angaben definiert werden. z.B. #ff0000

  • für Fett, Unterstrichen, Durchgestrichen und Kursiv gilt: 0 = false 1 = true

Eine Kombination von Schlüsselworten funktioniert auch, z.B.: base right oder bottom left.

Felder

attributes Innerhalb des Reiters Felder können die Feldattribute des ausgewählten Datensatzes beeinflusst werden. Die Knöpfe mActionNewAttribute Neue Spalte und mActionDeleteAttribute Spalte löschen können verwendet werden wenn der Datensatz im mActionToggleEditing Bearbeitungsstatus umschalten Modus ist.

Aktuell können nur PostGIS-Layer entfernt oder hinzugefügt werden. Die OGR Bibliothek unterstützt das Hinzufügen und Entfernen von Spalten wenn die auf Ihrem Rechner installierte GDAL Version >=1.9 ist.

Bearbeitungselement

Figure Fields 1:

../../../_images/editwidgetsdialog.png

Dialog to select an edit widget for an attribute column nix

Innerhalb des Reiters Felder gibt es auch ein Feld Bearbeitungselement.Dieses Feld kann verwendet werden, um Werte oder Wertebereiche zu definieren, die während des Editierens einer bestimmten Attributspalte erlaubt sind. Auf Grundlage der Einträge werden unterschiedliche Eingabefenster während des Editierens erstellt:

  • Eingabezeile: Eingabefeld für einfachen Text oder numerische Attribute.

  • Klassifikation: Auswahlliste mit den Attributwerten, die im Reiter Stil als Legendentyp Eindeutiger Wert für die Klassifikation benutzt werden.

  • Bereich: Erlaubt die Eingabe von Werten eines gegebenen Bereichs. Das Eingabefeld ist dann entweder ein Schieberegler oder ein Drehfeld.

  • Eindeutige Werte:Der Benutzer kann einen Wert wählen, der bereits in dem Attribut verwendet wird. Wenn Änderbar ausgewählt wird, wird eine Eingabezeile mit Autovervollständigung angezeigt. Anderseits wird eine Auswahlliste dargestellt.

  • Dateiname: Vereinfacht die Dateiauswahl durch einen Dateiauswahldialog.

  • Wertabbildung: eine Auswahlliste mit vordefinierten Elementen. Der Wert wird in dem Attribut gespeichert, die Beschreibung in der Auswahlliste angezeigt. Sie können Werte manuell festlegen oder sie aus einem Layer oder einer CSV-Datei laden.

  • Aufzählung: Hier wird ein Auswahlmenü mit Werten angezeigt, die als Spaltentyp benutzt werden können. Dies ist aktuell nur für Postgres als Datenprovider der Fall.

  • Unveränderbar: In diesem Fall ist das Attribut unveränderlich. Der Benutzer kann es also nicht verändern.

  • Versteckt: Eine versteckte Attributspalte ist für den Anwender unsichtbar. Der Inhalt wird ausgeblendet.

  • Kontrollkästchen: Zeigt ein Kontrollkästchen. Es kann festgelegt werden, welches Attribute bzw. welcher Wert eingetragen wird, wenn das Kontrollkästchen aktiv oder inaktiv ist.

  • Texteditor: Öffnet ein Textfeld, in dem mehrzeiliger Text eingetragen werden kann.

  • Kalender:Öffnet ein Kalenderfenster, um ein Datum auszuwählen und in die Attributtabelle einzutragen. Der Spaltentyp muss String sein.

  • Wertbeziehung: Bietet Werte aus einer verknüpften Tabelle in einem Auswahlmenü an. Sie können Layer, Schlüsselspalte und Wertspalte auswählen.

  • UUID Generator: Erstellt ein schreibgeschütztes UUID (Universally Unique Identifiers)-Feld wenn es leer ist.

Allgemein

general Der Reiter Allgemein ist im wesentlichen wie der des Rasterdialogs. Es gibt mehrere Optionen:

  • Den Anzeigenamen des Layers ändern

  • Ein Anzeigefeld das vom Objekte abfragen Dialog verwendet wird festlegen

  • Ein User Interface einbinden, das sie selbst erstellen können mit den ‘QT Creator IDE and Tools’ Anwendungen von der URL http://qt.digia.com/Product/Developer-Tools/

  • Einen Räumlichen Index (nur OGR-unterstüzte Formate) erstellen

  • Eine Initialisierungsfunktion für den Layer hinzufügen. Sie überschreibt dann bei Anwendung bestehende QGIS Widget Initialisierungen

  • Die Ausmaße aktualisieren für einen Layer

  • Durch Klicken auf KBS angeben die Projektion eines ausgewählten Vektorlayers anzeigen oder verändern

Darüberhinaus können Sie checkbox Maßstabsabhängig zeichnen aktivieren und festlegen, provider-spezifische Optionen definieren (z.B. Kodierung) und mit dem [Abfrageerstellung] Knopf können Sie eine Untermenge von Objekten des Layers die dargestellt werden sollen erstellen (siehe auch Abschnitt Auswahl).

Figure General 1:

../../../_images/vector_general_tab.png

General tab in vector layers properties dialog nix

Metadaten

metadata Der Reiter Metadaten enthält allgemeine Informationen zu dem Layer inklusive Angaben zu Datentyp, Datenquelle, Anzahl Objekte, Ausdehnung und Editiermöglichkeiten. Der Abschnitt Ausdehnung bietet Informationen zur Layerausdehnung und der Abschnitt Räumliches Bezugssystem des Layers stellt Informationen über das KBS des Layers. Auf diese Weise bekommt man schnell einen Überblick über den Layer.

Zusätzlich können Sie können Sie einen Titel mit einer Zusammenfassung hinzufügen/bearbeiten. Diese Informationen werden in der QGIS Projektdatei für die nächsten Sessions gespeichert und vom QGIS Server verwendet.

Figure Metadata 1:

../../../_images/vector_metadata_tab.png

Metadata tab in vector layers properties dialog nix

Aktionen auf Basis von Attributen

action QGIS bietet die Möglichkeit, Aktionen auf Basis von Attributen einer Ebene durchzuführen. Dies kann für eine Vielzahl von Aktionen genutzt werden, z.B. um ein Programm mit Abfragen aus der Attributdatenbank zu füttern oder um Parameter an ein Web-Reporting-Tool weiterzugeben.

Figure Actions 1:

../../../_images/action_dialog.png

Overview action dialog with some sample actions nix

Aktionen auf Basis von Attributen sind sinnvoll wenn sie häufig eine externe Anwendung starten oder eine Internetseite auf Basis von einem oder mehreren Werten in Ihrem Vektorlayer visualisieren wollen. Sie sind in 6 Typen aufgeteilt und können wie folgt verwendet werden:

  • Allgemein, Mac, Windows und Unix Aktionen starten einen externen Prozess,

  • Python Aktionen führen einen Python-Ausdruck aus,

  • Allgemein und Python Aktionen sind auf allen Betriebsystemen sichtbar,

  • Mac, Windows und Unix Aktionen sind nur auf dem entsprechenden Betriebsystem sichtbar (z.B.: es ist möglich, 3 ‘Bearbeitungs’-Aktionen zu erstellen, um einen Editor zu öffnen und der Anwender sieht nur die Aktion, die für sein Betriebsystem genutzt werden soll).

Es gibt eine Reihe von Beispielen, die bereits in den Dialog integriert sind. Sie können geladen werden, wenn man auf den Knopf [Voreingestellte Aktion hinzufügen] drückt. Ein Beispiel ist die Intersuche auf Basis eines Attributwertes. Sie wird im Folgenden vorgestellt.

Aktionen definieren

Aktionen auf Basis von Attributen werden im Dialg Layereigenschaften festgelegt. Um eine Aktion zu definieren, öffnen Sie den Dialg Layereigenschaften und klicken Sie auf den Reiter Aktionen. Wählen Sie Allgemein als Typ und geben Sie einen beschreibenden Namen für die Aktion in die Zeile Name ein. Die Aktion selbst benötigt den Namen der Anwendung, die ausgeführt werden soll, wenn man die Aktion startet. Es ist möglich, eine oder mehrere Attributspalten als Argumente anzugeben. Alle Zeichen, die mit % und dem Namen eines Feldes beginnen, werden durch den Wert dieses Feldes ersetzt. Die Spezialfelder %% werden ersetzt durch den Wert des Feldes, der auf Basis von Abfrageergebnissen selektiert wird (siehe Abschnitt using_actions_below). Doppelte Anführungsstriche können dazu benutzt werden, um mehrere Worte als ein Ausdruck gruppiert zu übergeben. Doppelte Anführungsstriche werden ignoriert, wenn davor ein Backslash steht.

Wenn in der Attributtabelle Spaltenamen auftreten, die eine Teilzeichenfolge eines anderen Spaltenamen sind (z.B.: Spalte1 und Spalte10) sollten Sie diese Spaltenamen (und %-Zeichen) in eckige Klammern schreiben (z.B.: [%Spalte10]. Dadurch wird verhindert, dass die [%Spalte10] Spalte interpretiert wird als %Spalte1 und einer 0 am Ende. Die eckigen Klammern werden von QGIS bei der Ausführung entfernt. Wenn Sie möchten, dass um den Spaltennamen eine eckige Klammer steht, ergänzen Sie den Ausdruck durch zwei weitere eckige Klammern: [[%Spalte10]].

Wenn Sie das Objekte abfragen Werkzeug benutzen können Sie den Identifikationsergebnis Dialog öffnen. Er enthält eine (abgeleitet) Information in Abhängigkeit vom Layertyp. Die hier angezeigten Werte können auf ähnliche Weise eingebunden werden, wie Spalten aus der Attributtabelle, indem vor den erfassten Wert ein (abgeleitet) gestellt wird. Zum Beispiel: Ein Punktlayer zeigt Felder mit der X- und Y-Koordinate. Diese können in der Aktion genutzt werden mit dem Eintrag %(abgeleitet).X and %(abgeleitet).Y. Diese abgeleiteten Aktionen können nur über den Dialog Identifikationsergebnis angesprochen werden, nicht über den Attributtable Dialog.

Nachfolgend werden zwei Beispielaktionen gezeigt:

  • konqueror http://www.google.com/search?q=%nam
  • konqueror http://www.google.com/search?q=%%

Im ersten Beispiel wird an den Webbrowser Konqueror eine Google URL übergeben mit dem Wert eines Feldes nam eines Vektorlayers. Beachten Sie, dass sich das bei einer Aktion aufgerufene Programm im Pfad befinden muss. Ansonsten müssen Sie den gesamten Pfad angeben: /opt/kde3/bin/konqueror http://www.google.com/search?q=%nam.

Das zweite Beispiel nutzt den Ausdruck %%, welcher unabhängig ist von einem speziellen Feld. Beim Ausführen des Befehls wird der Ausdruck %% durch den Wert des jeweils selektierten Feldes aus:guilabel:Objekte abfragen oder der Attributtabelle ersetzt.

Aktionen anwenden

Aktionen können entweder über den Objekte abfragen Dialog, den Attributtabelle Dialog oder über Objektaktion durchführen aufgerufen werden (erinnern Sie sich daran dass diese Dialoge durch Klicken von mActionIdentify Objekte abfragen oder mActionOpenTable Attributtabelle öffnen oder mAction Objektaktion ausführen geöffnet werden können).Um eine Aktion aufzurufen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag im Popup Menü und wählen die gewünschte Aktion aus der Liste aus. Aktionen sind anhand des Namens den Sie beim Definieren der Aktion vergeben haben im Popup Menü aufgeführt. Klicken Sie auf die Aktion die sie aufrufen wollen.

Wenn eine Aktion mit dem Ausdruck %% gestartet werden soll, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag in der Attributtabelle oder im Dialog Identifikationsergebnis und wählen die gewünschte Aktion aus der Liste aus die sie der Anwendung oder dem Skript übergeben wollen.

In einem weiteren Beispiel soll gezeigt werden, wie Attributwerte aus eines Vektorlayers abgefragt und in eine Textdatei mit Hilfe der Bash und des echo Kommandos geschrieben werden (funktioniert also nur unter nix und evtl. osx ). Der Abfragelayer enthält die Felder Art taxon_name, Latitude lat und Longitude long. Um eine räumliche Abfrage eines Ortes zu erstellen und die Werte der drei Felder in eine Textdatei zu schreiben, wird folgende Aktion erstellt:

bash -c "echo \"%taxon_name %lat %long\" >> /tmp/species_localities.txt"

Nachdem ein paar Orte auf dem Bildschirm ausgewählt wurden (diese erscheinen gelb hinterlegt), starten wir die Aktion mit der rechten Maustaste über den Dialog Abfrageergebnisse und können danach in der Textdatei die Ergebnisse ansehen:

Acacia mearnsii -34.0800000000 150.0800000000
Acacia mearnsii -34.9000000000 150.1200000000
Acacia mearnsii -35.2200000000 149.9300000000
Acacia mearnsii -32.2700000000 150.4100000000

Als Übung erstellen wir eine Aktion, bei der Google nach dem Namen des jeweiligen Sees in dem Layer file:lakes sucht. Als erstes geben wir die URL ein, die wir brauchen, um auf Basis eines Schlüsselwortes zu suchen. Das ist einfach, in dem wir einfach auf der Google Webseite nach einem Begriff suchen und die URL dann kopieren. Das Format, das wir brauchen ist: http://google.com/search?q=qgis , wobei qgis das Schlüsselwort ist, nach dem wir suchen wollen. Nun kann es weiter gehen:

  1. Laden Sie den Layer file:lakes.shp.

  2. Öffnen Sie den Layereigenschaften Dialog, indem Sie doppelt auf den Layernamen in der Legende klicken oder wählen Sie das Menü Eigenschaften mit der rechten Maustaste.

  3. Klicken Sie auf den Reiter Aktionen.

  4. Geben Sie einen Namen für die Aktion ein, z.B. Google Search.

  5. Für diese Aktion ist es notwendig den Namen des externen Programms anzugeben. In diesem Fall können wir Firefox verwenden. Wenn das Programm sich nicht im Pfad befindet müssen Sie den vollständigen Pfad angeben.

  6. Hinter dem Namen des Programms geben wir die URL ein, die wir für die Internetsuche benutzen wollen, aber ohne das Schlüsselwort: http://google.com/search?q=

  7. Der Text imm Feld Aktion sollte nun folgendermaßen aussehen: firefox http://google.com/search?q=

  8. Klicken Sie nun auf die Drop–Down Box mit dem Spaltennamen der Attributtabelle des Layers lakes. Der Knopf ist gleich links neben dem Knopf [Attribut einfügen].

  9. Wählen Sie aus der Drop-Down Box ‘NAMES’ und klicken Sie auf [Attribut einfügen].

  10. Your action text now looks like this: firefox http://google.com/search?q=%NAMES
  11. Abschließend drücken Sie auf [zur Aktionsliste hinzufügen].

Damit ist die Aktion fertig für den Einsatz. Der gesamte Befehl der Aktion sollte folgendermaßen aussehen:

firefox http://google.com/search?q=%NAMES

Damit ist die Aktion fertig für den Einsatz. Schließen Sie den Eigenschaften Dialog und zoomen Sie in einen Bereich Ihrer Wahl. Stellen Sie sicher, dass der Layer lakes in der Legende aktiviert ist. Nun identifizieren Sie einen See. In der Ergebnisanzeige sollte nun die Aktion sichtbar sein:

Figure Actions 2:

../../../_images/action_identifyaction.png

Select feature and choose action nix

Wenn wir nun auf das Wort action klicken, öffnet sich der Webbrowser Firefox und zeigt uns das Ergebnis der Internetrecherche z.B. nach dem See Tustumena an http://www.google.com/search?q=Tustumena. Es ist übrigens auch möglich, weitere Attributspalten zu ergänzen. Dazu fügen Sie einfach ein ‘+’-Zeichen an das Ende der Aktion, wählen eine weitere Attributspalte und klicken wieder auf den Knopf [Attribut einfügen]. In unserem Datensatz ist leider keine weitere sinnvolle Attributspalte vorhanden, nach der man im Internet suchen könnte.

Sie können auch mehrere Aktionen für einen Layer definieren. Sie alle werden dann bei der Abfrage von Objekten im Identifikationsergebnis Dialog angezeigt.

Sie sehen, man kann sich eine Vielzahl interessanter Aktionen ausdenken. Wenn Sie z.B. einen Punktlayer mit einzelnen Punkten haben, an denen Photos geschossen wurden, dann können Sie eine Aktion erstellen, über die Sie dann das entsprechende Photo anzeigen lassen können, wenn Sie auf den Punkt in der Karte klicken. Man kann auch zu bestimmten Attributen webbasierte Information ablegen (z.B. in einer HTML-Datei) und diese dann über eine Aktion anzeigen lassen, etwa so wie in dem Google Beispiel.

Ein komplexeres Beispiel ist die Anwendung von Python Aktionen.

Normalerweise wenn wir beim Erstellen von Aktionen zum Öffnen einer Datei mit einer externen Anwendung absolute Pfade, oder letztendlich relative Pfade verwenden ist im zweiten Fall der Pfad relativ zum Ort der ausführbaren Datei. Was aber wenn wir relative Pfade, die relativ zum ausgewählten Layer (eine dateibasierte, wie ein Shape oder SpatiaLite) sind benutzen müssen ? Mit dem folgenden Code können wir einen Trick anwenden:

command = "firefox";
imagerelpath = "images_test/test_image.jpg";
layer = qgis.utils.iface.activeLayer();
import os.path;
layerpath = layer.source() if layer.providerType() == 'ogr' else \
(qgis.core.QgsDataSourceURI(layer.source()).database() \
if layer.providerType() == 'spatialite' else None);
path = os.path.dirname(str(layerpath));
image = os.path.join(path,imagerelpath);
import subprocess;
subprocess.Popen( [command, image ] );

Wir müssen uns nur ins Gedächtnis rufen dass es sich um eine Python Aktione handelt und dass das Ändern der command und imagerelpath Variablen auf unsere Bedürfnisse angepasst wird.

Was aber wenn der relative Pfad relativ zur (gespeicherten) Projektdatei sein muss? Der Code der Python Aktion würde wie folgt lauten:

command="firefox";
imagerelpath="images/test_image.jpg";
projectpath=qgis.core.QgsProject.instance().fileName();
import os.path; path=os.path.dirname(str(projectpath)) \
if projectpath != '' else None;
image=os.path.join(path, imagerelpath);
import subprocess;
subprocess.Popen( [command, image ] );

Eine weiteres Beispiel für eine Python Aktion ist die die uns ermöglicht dem Projekt neue Layer hinzuzufügen. Zum Beispiel wird anhand des folgenden Beispiels dem Projekt eine Vektor- und eine Rasterdatei hinzugefügt. Die Vergabe des Namens der Datei die dem Projekt hinzugefügt werden soll und der Name des Layers werden gesteuert vergeben (filename und layername sind Spaltennamen der Attributtabelle der Vektordatei in der die Aktion erstellt wurde):

qgis.utils.iface.addVectorLayer('/yourpath/[% "filename" %].shp','[% "layername" %]', 'ogr')

Um eine Rasterdatei (in diesem Beispiel eine tif Datei) hinzuzufügen wird daraus:

qgis.utils.iface.addRasterLayer('/yourpath/[% "filename" %].tif','[% "layername" %]')

Verknüpfungen

join Der Reiter Verknüpfungen ermöglicht es Ihnen eine geladene Attributtabelle mit einem geladenen Vektorlayer zu verknüpfen. Als Schlüsselspalte müssen Sie einen Joinlayer, ein Verknüpfungsfeld und ein Zielfeld definieren. Aktuell untersützt QGIS das Verknüpfen von nicht-räumlichen Tabellenformaten die von OGR, Delimited Text und dem PostgreSQL Provider unterstützt werden. (siehe figure_joins_1).

Figure Joins 1:

../../../_images/join_attributes.png

Join an attribute table to an existing vector layer nix

Zusätzlich ermöglicht der Vektorverknüpfung hinzufügen Dialog:

  • checkbox Verknüpfung im Speicher cachen

  • checkbox Index auf Feld erzeugen

Diagramme

diagram Der Reiter Diagramme ermöglicht es, ein Diagramm als Grafik über einen Vektorlayer zu visualisieren (siehe figure_diagrams_1).

Die aktuelle Kernimplementation der Diagramme unterstützt Kuchendiagramme und Textdiagramme. Textwerte verschiedener Datenspalten werden untereinander anhand eines Kreises oder einer Box mit Trennstrichen dargestellt. Die Diagrammgröße basiert auf einer festgelegten Größe oder auf linearer Skalierung gemäß eines Klassifikationsattributes. Die Platzierung der Diagramme interagiert mit der neuen Darstellung, Positionskonflikte zwischen Diagrammen und Beschriftungen werden also ermittelt und aufgelöst. Zusätzlich können die Diagrammpositionen von Hand korrigiert werden.

Figure Diagrams 1:

../../../_images/diagram_tab.png

Vector properties dialog with diagram tab nix

Wir werden in einem Beispiel den Alaska Grenzen Layer mit einem Text Diagramm das Temperaturdaten von einem Klima Layer zeigt überlagern. Beide Vektorlayer sind Teil des QGIS Beispieldatensatzes (siehe Abschnitt Beispieldaten).

  1. Als erstes klicken Sie auf das mActionAddOgrLayer Vektorlayer hinzufügen Icon, dann navigieren Sie zum Ordner mit dem Beispieldatensatz und laden Sie die beiden Shapes alaska.shp und climate.shp.

  2. Doppelklicken Sie auf den climate Layer in der Kartenlegende um den Dialog Layereigenschaften zu öffnen.

  3. Klicken Sie auf den Reiter Diagramme, aktivieren Sie Diagramme anzeigen und suchen Sie aus der Diagrammtyp selectstring Kombobox ‘Textdiagramm’ aus

  4. Suchen Sie als Hintergrundfarbe ein helles blau aus und legen Sie eine feste Größe von 18mm fest.

  5. Sie können die Platzierung UmPunkt wählen.

  6. Im Diagramm wollen wir die Werte von drei Attributspalten T_F_JAN, T_F_JUL und T_F_MEAN anzeigen. Als erstes selektieren wir T_F_JAN als Attribut und klicken auf den grünen [+] Knopf, dann T_F_JUL und schließlich T_F_MEAN.

  7. Klicken Sie jetzt [Anwenden] um das Diagramm in QGIS anzuzeigen.

  8. Sie können nun die Diagrammgröße weiter anpassen oder die Farbe ändern, indem Sie auf die Farbe des Attributs doppelklicken. Figure_diagrams_2 gibt einen ersten Eindruck wieder.

  9. Abschließend klicken Sie [OK].

Figure Diagrams 2:

../../../_images/climate_diagram.png

Diagram from temperature data overlayed on a map nix

Es gibt zusätzlich im Einstellungen ‣ Optionen Dialog einen Reiter Überlagern in dem es möglich ist den Platzierungsalgorithmus der Diagramme auszuwählen. Die Zentrum Methode ist eine allgemeine, die anderen benutzen Algorithmen der PAL Bibliothek. Sie prüfen auch Diagrammobjekte und Beschriftungen in verschiedenen Layern. Sie auch Anschnitt Diagramm Überlagerung Plugin für zusätzliche Diagrammfunktionen.